Düstere Vorzeichen von Stefan Burban

Buchvorstellungund Rezension

Düstere Vorzeichen von Stefan Burban

Originalausgabe erschienen 2010, 256 Seiten.ISBN 3941258230.

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In Kürze:

Im Jahre 2140 hat die Menschheit mehr als sechzig Sonnensysteme kolonisiert und lebt mit dem Großteil ihrer Nachbarn in friedlicher Koexistenz, in der Handel und Diplomatie im Vordergrund stehen. Nur die Ruul, eine rätselhafte und aggressive Nomadenrasse, greifen immer wieder entlegene Kolonien an. Um dieser Bedrohung Herr zu werden, baut die Terranische Flotte mit der TKS Lydia den Prototyp einer völlig neuen Klasse von Kriegsschiffen, die den endlosen ruulanischen Angriffen Einhalt gebieten soll. Doch bereits auf dem Testflug kommt es zu einer Katastrophe, die verheerende Auswirkungen auf die Zukunft aller Völker haben wird …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Solides Lesefutter für den Fan von Military-SF“68

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Die Welt in einer fernen Zukunft. Die Menschheit hat das All erobert, Kolonien gegründet und eine interstellares Reich errichtet. In den Weiten des Weltalls stieß man auf fremde Wesen, die, wie kaum anders zu erwarten war, nicht alle friedliche Koexistenz auf ihre Fahnen geschrieben haben. Die insektoiden Til-Nara stehen den Menschen abwartend gegenüber, mit den verschlagenen Ruul, einer Nomadenrasse gab es bereits erste kriegerische Auseinandersetzungen.

Um der Bedrohung Herr zu werden, soll die Marine aufgerüstet, neue Kriegsschiffe in Dienst gestellt werden. Die TKS Lydia wurde als Prototyp der neuen Trägerschiffreihe entworfen und gebaut. Unter dem Kommando von Kommandant Vincent soll sie auf ihrer Jungfernfahrt auf Herz und Nieren geprüft und erprobt werden. Mit an Bord ein Agent des militärischen Geheimdienstes, eine zusammengewürfelte noch nicht aufeinander eingespielte Crew, der Sohn eines hochrangigen Admirals und ein Verräter.

Kurz darauf wird die Lydia von den Ruul erobert und dazu missbraucht, einen Konflikt zwischen Menschen und Til-Nara zu schüren. Die Ruul wollen, nachdem die beiden Rassen sich gegenseitige geschwächt haben, die Überreste hinwegfegen, und sich ohne Konkurrenz zu den Herren der Galaxie aufschwingen.

Doch noch geben sich die wenigen Überlebenden der Besatzung der Lydia nicht geschlagen – und, wie allgemein bekannt, ist ein angeschlagener Gegner ein gefährlicher Widerpart. Das müssen auch die Ruul leidvoll am eigenen Echsenleib erfahren …

Inhaltlich bleibt der Autor dem Gewohnten verhaftet

Sie mögen David Webers Honor Harrington, können Raumgefechten und Kommandoabenteuern etwas abgewinnen, sind gar Fan der so genannten Military-SF? Dann hat der Atlantis Verlag nach der Tentakel-Trilogie aus der Feder von Dirk van den Boom Nachschub an entsprechendem Lesestoff für Sie.

Inhaltlich wartet wenig wirklich Neues auf den Leser. Einmal mehr greifen fiese Alienaggressoren die Menschheit an, wird diese von Verrätern unterwandert und muss eine tapfere Crew an vorderster Front die Kampf gegen einen überlegenen Gegner aufnehmen. Das ist vom Ansatz her nicht neu, in der Umsetzung aber durchaus packend. Nach einem etwas langsamen Beginn, in dem uns der Autor seine Gestalten sehr ausführlich vorstellt, kommt die Handlung dann schnell mit der Enterung der Lydia in Fahrt. Danach schließt sich die Suche nach den Gründen, dem Verräter und schussendlich die Rückeroberung des Raumschiffes an.

Die Figuren selbst sind sympathisch gezeichnet, entsprechen dabei aber weitgehend dem gewohnten Bild. Der etwas skurril-weltfremde Erfinder, der abgeklärte Agent, der überraschend kompetente Sohn, dazu ein integrerer, allerdings vorliegend etwas blass bleibender Kapitän, das hält keine wirklichen Überraschungen für den Rezipienten bereit. Geboten wird spannend und abwechslungsreich aufgezogene Military-SF, die für Leser, die dieses Sub-Genre goutieren, eine echte Alternative zu dem darstellt, was die Großverlage bieten.

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