Sten Nadolny

Sten Nadolny wurde am 29. Juli 1942 in Zehdenick, Landkreis Templin, Provinz Brandenburg geboren und wuchs in Oberbayern auf. Er ist der Sohn des Schriftstellerpaares Burkhard und Isabella Nadolny. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaft in München, Göttingen, Tübingen und Berlin und promovierte 1976 zum Thema „Abrüstungsdiplomatie 1932/1933“. Er arbeitete ein Jahr lang als Geschichtslehrer und wurde dann Aufnahmeleiter im Filmgeschäft.

Sein erster Roman „Netzkarte“ wurde 1981 veröffentlicht. Zuvor hatte er bereits 1980 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen – für das fünfte Kapitel des Romans, der 1983 erschien und ein Welterfolg wurde: „Die Entdeckung der Langsamkeit“. Bei der Verleihung sorgte er nicht nur durch seinen Text für Aufsehen, sondern er kritisierte auch den Wettbewerb an sich und teilte daraufhin das Preisgeld unter allen Teilnehmern auf.

Neben seinen Poetikvorlesungen im Jahr 1990 an der Münchener Universität erhielt im Laufe der Jahre zahlreiche Preise, so 1985 den Hans-Fallada-Preis, 1986 den Premio Vallombrosa, 1996 den Ernst-Hofrichter-Preis und 2004 den Jakob-Wassermann-Literaturpreis. Im Jahr 2005 wurde er zum Mainzer Stadtschreiber berufen. Sten Nadolny lebt heute in Berlin.

mehr über Sten Nadolny:

Phantastisches von Sten Nadolny:

  • Sachbücher
    • (1990) Das Erzählen und die guten Absichten: Münchner Poetikvorlesungen im Sommer 1990
    • (2001) Das Erzählen und die guten Ideen: die Göttinger und Münchener Poetik-Vorlesungen
    • (2004) Deutsche Gestalten (mit Hartmut von Hentig)
    • (2009) Putz- und Flickstunde. Zwei Kalte Krieger erinnern sich (mit Jens Sparschuh)
  • Über Sten Nadolny
    • (1996) Sten Nadolny (von Wolfgang Bunzel)
    • (2004) Sten Nadolny. Die Entdeckung der Langsamkeit. Zeitgenössische Romane – Ideen und Materialien (von Norbert Berger)