Ich bin der Herr deiner Angst von Stephan M. Rother

Buchvorstellung

Ich bin der Herr deiner Angst von Stephan M. Rother

Originalausgabe erschienen 2012, 576 Seiten.ISBN 3-499-25869-2.

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In Kürze:

«In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.» Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen …

Ihre Meinung zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«

OHombre zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«04.01.2014
ICH BIN DER HERR DEINER ANGST ist der wirklich vielversprechende Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe um Hauptkommissar JÖRG ALBRECHT und sein Team.

DIE STORY:

Im Mittelpunkt steht das Team um Hauptkommissar JÖRG ALBRECHT und Kommissarin HANNAH FRIEDRICHS vom Kriminalpolizeirevier „Königstraße“ (Hamburg Altona/St. Pauli). In einem zweifelhaften Etablissement, dem Fleurs du Mal in der Bernhard-Nocht-Straße, wird ein Toter entdeckt. Er „liegt“ nackt – schlimm zugerichtet – auf einer Art Gynäkologenstuhl. Es handelt sich um den 61jährigen Ole Hartung, ein Kriminaloberkommissar aus Albrecht's Team. Er war zu verdeckten Ermittlungen im Fleurs du Mal „abgestellt“. Trotz höchster Geheimhaltung hat die Journalie, in persona von „Zecke“ Margit Stahmke vom Kanal Neun, „Wind“ von der Sache bekommen und belagert das Fleurs du Mal. Für das Team aus der Königstraße hat der Fall höchste Priorität. Bevor man sich jedoch auch nur annähernd einen Überblick schaffen kann und Ermittlungsansätze erhält, gibt es bereits den nächsten Toten: eine Frau wird tot auf dem Ohlsdorfer Friedhof aufgefunden; ebenfalls schrecklich zugerichtet. Es handelt sich um Kommissarin Kerstin Ebert, ebenfalls aus Jörg Albrecht's Team, und die „Zecke“ ist auch schon wieder – sogar vor der Polizei – vor Ort. Das Kriminalteam ist entsetzt und schockiert; hat der Täter es auf die Kriminalbeamten des Reviers Königstraße abgesehen? Als es dann einen weiteren Toten gibt, der allerdings nicht zu Jörg Albrecht's Team gehört, sondern eher ein „Aussenstehender“ ist, aber wiederum auf grausame Weise ermordet wurde, wird deutlich, dass eine Verbindung zu einem alten Fall bestehen muß, dem „Traumfängerfall“. Allerdings: der damalige Täter, Dr. Maximilian Freiligrath, wurde zur Haftsstrafe und anschließenden Sicherheitsverwahrung verurteilt. Er sitzt seit Jahren in der Psychiatrie...

FAZIT:

Ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe. SVEN M. ROTHER erzählt eine ungewöhnliche und sehr spannende Geschichte mit angemessenem Tempo. Und das Ende läßt eine Fortsetzung geradezu naheliegend erscheinen. Auch der Erzählstil ist sehr ungewöhnlich. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Abwechselnd erfolgt die Schilderung in der 1. Person (aus Sicht von Kriminalkommissarin Hannah Friedrichs) und in der 3. Person aus der Sicht eines (distanzierten) Erzählers, wobei dies etwas irritiert, weil auch in diesen Abschnitten die sonstige Icherzählerin aus der Distanz betrachtet und geschildert wird. Ebenso ungewöhnlich ist, dass ein männlicher Autor sich einen weiblichen Protagoniosten gewählt hat, um aus deren Perspektive zu erzählen, wobei es sich dabei nicht einmal um die Hauptfigur, den Ermittler, handelt. Ebenso ungewöhnlich und positiv habe ich die philosophische Denkweise des Ermittlungsleiters empfunden; Jörg Albrecht zitiert gerne - insbesondere Sokrates (z.B.: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“).

Alles in allem eine gute Empfehlung. Das Buch weckt Neugier auf mehr...

Viel Spaß und Spannung dabei.
Lisa Appel zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«02.05.2012
"Ich bin der Herr deiner Angst" von Stephan M. Rother löst beim Anblick des Buchumschlags bereits Unwohlsein aus. Verschwommene Buchstaben geben dem Thriller seinen Namen. Weniger verschwommen sondern klar und deutlich ist dagegen der Mord eines Kollegen des Ermittlerteams. Erschreckend blutig und ekelhaft finden Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs den Tatort vor. Die zwei Kollegen haben keine Zeit aufzuatmen, denn es bleibt nicht nur bei dem einen Mord. Es folgen weitere...

Dem Autor gelingt hier, wo sich viele seiner Kollegen die Zähne dran ausbeißen: Die Spannung ist von Beginn an da, sie bleibt und baut sich sogar weiter auf.
Die detaillierten Beschreibungen der Tatorte müssen nicht gefallen, aber erschreckend sollten sie sein.

In dem Thriller gibt es unterschiedliche Erzählperspektiven. Diese sind so klar, dass der Leser keine Probleme bei der Einordnung der Protagonisten hat. Für mich haben sich die unterschiedlichen Perspektiven sogar als sehr vorteilhaft herausgestellt. Man bekommt die vermutlich gewünschte Nähe zu den Kommissaren und in den "Zwischenspielen" auch zum Unbekannten. Auch die privaten Einblicke sind so klarer und emotionaler.

Der Bezug der Mordserie zu einer vergangenen Serie kommt spät aber heftig. Bis zum Ende überschlagen sich dadurch die Ereignisse.

Für mich persönlich muss jedes Buch im Genre Thriller oder Krimi auch den Überraschungsmoment in der Auflösung haben. Dies ist dem Autor hier gelungen. Dadurch gibt es auch einige falsche Fährten denen man gedanklich als Leser nachgeht.
Der Thriller "Ich bin der Herr deiner Angst" ist nichts für nervenschwache Leser. Er sollte stattdessen einiges aushalten können, aufmerksam sein und stets auf alles gefasst sein!
mithrandir zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«01.05.2012
Oberkommissar Ole Hartung wurde in einem Hamburger Bordell der speziellen Art gequält und ermordet.Das Team um Hauptkommissar Jörg Albrecht versucht den Täter zu finden, wird jedoch vom Verschwinden einer schwangeren Kollegin abgelenkt.Auch sie wird letztendlich auf furchtbare Art ermordet auf einem Friedhof aufgefunden.Im Wettlauf mit der Presse versuchen die Polizisten den Fall aufzuklären.Erst später erkennen sie eine Verbindung zu einem Fall, der weit in der Vergangenheit liegt.Der Roman von Stephan M.Rother wird abwechselnd aus der Sichtweise einer Kommissarin aus dem Team und von Jörg Albrecht erzählt, bei letzterem aber in der dritten Person.Leider konnte ich mit den Charakteren nicht so ganz warm werden.Jörg Albrecht war mir auf die Dauer ein wenig zu eintönig.Hannah Friedrichs war zwar eindeutig interessanter, aber auch zu ihr bekam ich keinen wirklichen Zugang.Der Thriller war spannend, insbesondere der erste Teil, aber letztendlich richtig fesseln konnte er mich nicht.
Svenja zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«27.04.2012
Die Geschichte hat mich von Anfang an neugierig gemacht und das hält auch beim lesen stetig an. Weitere Morde heben die Spannung noch einmal enorm an und man wird immer begieriger darauf zu erfahren, wer? und wieso?
Diese Fragen beantwortet einem der Autor allerdings erst zum Schluss und man selbst tappt bis dahin vollkommen in Dunkeln.
Das Ende sowohl der Täter als auch das Tatmotiv kamen so überraschend, dass ich damit nie im Leben gerechnet hätte.
Zwischendurch versucht der Autor einem auf die falsche Fährte zu führen, aber das auf so eine offensichtliche Art und Weise weshalb man es sofort ausschließt.. Beabsichtigt oder nicht, sei man dahin gestellt.
Aber da das Ende absolut nicht vorhersehbar war, nehme ich das nicht als Kritikpunkt. :)
Dem Autor ist es wunderbar gelungen, den Täter in die Geschichte miteinzubeziehen, man vertraut der Person weshalb es einfach schockierend ist die Wahrheit zu erfahren und ich war sogar ein wenig traurig über diese Wendung, einfach weil die Person mir sehr sympathisch war.
Die Taten waren teilweise sehr grausam, wenn hier Gott sei Dank nicht zu sehr ins Detail gegangen.



Mir hat gut gefallen, dass das Buch im Perspektivwechsel geschrieben wurde. Die Ich-Form wurde aus Friedrichs Sicht erzählt. Aber auch der Täter und Albrecht hatten ihre eigene Sichtweise die allerdings in 3 Person erzählt wurde.
Am Anfang fand ich das ziemlich verwirrend, aber sobald man sich eingelesen hat ist das ziemlich interessant und einfach mal neu.
Die Perspektive vom Täter hat mir am besten gefallen, einfach weil sie sehr mysteriös gehalten wurde und es keinen Hinweis auf die Person gab. Aber die Gedanken waren einfach interessant wenn auch sehr irre. ;)
Generell hebt sich das Buch von anderen Thrillern ab in dem es sehr philosophisch daher kommt, das verleiht dem Buch ein gewisses etwas und lässt es sehr intelligent wirken. Und das ist dieses Buch auch, hier geht es viel um die Psyche der Menschen und um die Angst, sehr interessant.

Für mich eine spannende und unterhaltsame Geschichte bei der man mit zum Ende mitfiebert und mitzittert und einfach nicht von dem Buch loskommt.
FlawlessPoison zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«22.04.2012
,,Er ist unfähig, die Erinnerungen auszulöschen. Er
versucht zu fliehen, doch es gibt keinen Ort, an den er fliehen
könnte vor den Bildern, die in ihm sind.
Er lebt. Die Augen hinter dem Feldstecher weiten sich triumphierend.
Er lebt, und jeder Tag, jede Nacht ist die Hölle.
Alles ist ganz genauso, wie es sein sollte. Und längst noch
nicht genug.
Er kann nicht ahnen, dass es gerade erst begonnen hat.“
(S.7)

Meine Meinung :

Ich war ziemlich neugierig auf dieses Buch, weil mir der Titel und das Cover allein schon interessiert haben. Und dank der Leseprobe, die ziemlich spannend war, hatte ich auch ziemlich hohe Erwartungen, die leider nicht wirklich erfüllt wurden.
Das Buch ist aus drei Perspektiven geschrieben, was für Abwechslung sorgte und besonders bei Thrillern immer das gewisse etwas bringt. Obwohl ich die Albrecht und Friedrichs interessant fand, waren die „Zwischenspiele“ aus der Sicht eines Unbekannten nicht sehr spannend. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, noch irgendwas ,das zu Weiterlesen brachte.
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen und auch die beiden Hauptcharaktere fand ich durch ihre Gedankengänge und kleine Vorlieben, wie zum Beispiel Sokrates erst noch gut ausgearbeitet und real,aber trotzdem fiel es mir schwer einen Bezug zu ihnen herzustellen.. Ebenfalls wurden die Morde recht genau aber nicht zu detailliert beschrieben, also auch etwas für jemanden, der nicht gern so brutales liest.
Die Geschichte an sich gefiel mir eigentlich recht gut und besonders der Anfang war sehr gut aufgebaut. Aber ab etwa der zweiten Hälfte des Buches sank die Spannung rapide und auch die Handlung kam nicht so recht voran. Was mich aber vorallem, ärgerte waren die Schlüsse die gezogen wurden. In der ersten Hälfte waren sie schon nicht immer schlüssig, aber in der zweiten wurden einige Folgerungen als geradezu unumstößlich beschrieben, aber ich fand sie überhaupt nicht schlüssig oder so zwingend, wie beschrieben. So etwas ärgert mich bei Thrillern immer sehr.

Fazit :

3 von 5 Sternen.
Es war nicht schlecht, aber mich persöhnlich konnte es leider
nicht so fesseln, wie ich es mir gewünscht hätte.
Mel.E zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«22.04.2012
Wie definierst "du" Angst?
Ich muss gestehen, das ich den Thriller schon im ersten Drittel gerne abgebrochen hätte, da ich die Taten / die Morde sehr, sehr grausam fand und der Autor mich dort gepackt hat, wo es weh tat, direkt in meinen eigenen Ängsten, die ich bewusst so noch nicht wahrgenommen hatte. Der Autor hat es verstanden mich absolut atemlos zu machen. Ich dachte tatsächlich ich gehöre zu den hartgesottenen Thrillerlesern, aber ich habe mich getäuscht. Ich bin ein echtes Weichei und nachdem ich mich quasi dazu gezwungen habe weiterzulesen, wurde es nach und nach besser, denn der Handlungsstrang flacht rapide ab. Der Thriller startet rasant und endet flach. Drei Abende habe ich gebraucht um die 576 Seiten zu lesen und ich gestehe, die erste Nacht hatte ich den einen oder anderen sehr wirren Traum. Ich, die ich normalerweise Thriller liebe und sie zu meinen bevorzugten Genre zähle, habe Angst vor einer fiktiven Geschichte? Mir sind meine persönlichen Ängste einfach deutlich geworden und das hat mich eher abgestoßen. Ein gut gemachter Thriller, der gleichermaßen verwirrt durch die vielen verschiedenen Erzählstränge und auch abstoßend ist durch grausame Morde.

Der Täter / die Täterin überraschte mich nicht wirklich. Irgendwie habe ich es geahnt und war daher nicht wirklich überrascht über den großen Showdown. Es geht um Manipulation und Gehirnwäsche, aber eben auch um Angst und davon trägt jeder das eine oder andere Päckchen mit sich herum. Der eine mehr, der eine weniger. Im Internet habe ich eine Seite gefunden, die ihr euch vielleicht einmal ansehen solltet. Manches davon klingt unsinnig, aber es gibt Ängste, die auch mir bekannt sind, nur nicht so ausgeprägt, das ich vor lauter Schreck und Angst einen Herzinfakt bekommen würde: http://www.psychotherapiepraxis.at/artikel/angst/angstformen.phtml.

Die Person des Traumfängers "Maximillian Freiligrath" ist in meinen Augen sehr unsymphatisch, beängstigend und bedrohend. Als herauskommt, wie er vorgegangen ist und viele Menschen hat leiden lassen, sich winden in ihren Ängsten, ihnen gnadenlos ausgesetzt, habe ich einen regelrechten Hass verspürt. Was für eine kranke Seele. Thriller leben davon aufzuzeigen, wie weit Menschen auch im Namen der Wissenschaft bereit sind zu gehen, aber will ich das wirklich immer lesen und woher nehmen Autoren diese Geschichten?

Das Ende ist offen und hinterlässt einen wirklich bitteren Nachgeschmack, denn nun geht wieder alles von vorne los und lässt die Vermutung zu, das der Autor vielleicht noch nicht am Ende ist und sich erneut an unseren Ängsten weiden möchte?

Das Buch liest sich leicht und flüssig und ist auch recht zügig gelesen, aber da es mich teilweise wirklich Überwindung gekostet hat weiter zu lesen, mag ich mehr als 3 Sterne nicht vergeben. Man mag mir verzeihen, aber ich wurde wirklich nicht warm mit dem Thriller und muss ehrlich gestehen, noch einmal würde ich ihn nicht zur Hand nehmen!
Marie zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«22.04.2012
Mit einem etwas holprigen, aber schnellen Einstieg gelingt es dem Debütautor Stephan M. Rother den Leser rasch zu fesseln. Kurzzeitig sorgt er mit seinem geschickten Perspektivwechsel für Verwirrung, doch dank des hohen Spannungsaufbaus, direkt zu Beginn, bleibt man gerne am Ball. Eben auch, da der Ekelfaktor sehr gut bedient wird. Im wahrsten Sinne. Ohne, dass ich hier zu viel verraten möchte. Aber Ekel kann ja auch faszinieren, deshalb war ich schwer von diesem Buch loszukommen und musste mich oft zwingen, das Lesen zu beenden. Oder pausierte stellenweise freiwillig, weil das eigene Kopfkino mal wieder verrückt spielte. Eine persönliche Gradwanderung...

Der Erzählstil ist sehr ausgefallen, denn es findet ein ständiger Perspektivwechsel statt: Entweder wird aus der 3. Person von Jörg Albrecht erzählt oder aus der Ich-Perspektive von Hannah Friedrichs. Das gibt eine interessante Mischung, es liest sich als wäre man live bei den Ermittlungen dabei und macht das Ganze sehr lebendig. Aber auch die trockene Erzählweise und der stellenweise sehr derbe Humor machen das Buch einzigartig und zu einer absoluten Neuentdeckung. "Ich bin der Herr deiner Angst" liest sich flüssig und sehr gut weg, dennoch sollte man beim Lesen aufpassen und seine Sinne beisammen haben, denn Stephan M. Rother schreibt schon sehr komplex, aber einfach nur gut! Die Charaktere sind beeindruckend geschildert und noch absolut ausbaufähig, sodass man hoffentlich auf einen weiteren Teil mit Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs hoffen darf.

Kritikpunkte gibt es von mir ausnahmsweise mal kaum. Es gibt eine Szene, die mir etwas sauer aufgestoßen ist. Mir fehlte es in dem Moment an Respekt und Gefühl den Opfern gegenüber. Aber auch dafür gibt es eine logische Erklärung und passt einfach perfekt ins Buch.

In meinen Augen hat Stephan M. Rother hat mit "Ich bin der Herr deiner Angst" einen genialen Thriller geschaffen, der gut durchdacht ist, dessen Handlung einen runden und nachvollziehbaren Bogen spannt. Ganz vorsichtig formuliert, könnte er es mit den ganz großen Thrillerautoren aufnehmen und darf sich keinesfalls hinter Sebastian Fitzek und Simon Beckett verstecken. Intelligent, spannend und ein absoluter Pageturner.
Für mich DIE Thriller-Neuerscheinung in diesem Frühjahr und somit ein absoluter Lesetipp!
Annika Timm zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«16.04.2012
n dem Thriller "Ich bin der Herr deiner Angst" von Stephan M. Rother geht es um eine Mordserie, welche sich auf grausame Weise der größten Ängste der Opfer bedient.

Ein Kollege wird ermordet, die Ermittler scheinen in einem fiesen geplanten Spiel zu stecken, in dem sie zum zuschauen verdonnert scheinen.

Doch als sich rausstellt, das es Verbindung zu einem alten Fall, von vor 24 Jahren gibt, erscheint ein Lichtblick dem Täter nun zuvorkommen zu können.

Aber nichts ist wie es scheint, und wieder kommt eine überraschende Wendung!!

Zuerst weiß man nicht, woran man ist, denn im Verlauf des Buches kommen viele Handlungsstränge zusammen. Dies führt dann erst zu einem klareren Durchblick, also nicht verwirren lassen und dran bleiben!

Man sieht durch die Augen von den Ermittlern, Jörg Albrecht, Hannah Friedrichs und dem Täter!!!

Dies erreicht der Autor durch verschiedene Erzählperspektiven

Dieser Psychothriller, der übrigens in Hamburg spielt, bringt einen dazu den Atem anzuhalten, und man kann es nicht aus der Hand legen, da man wissen will wie es weiter geht, aber egal was man denkt, man denkt falsch!

Ich bin ja schon auf das nächste Buch des Autors gespannt, ob es wohl genauso fesselnd wird???
c-bird zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«16.04.2012
Spiel mit der Angst

Der Mord an einem Kollegen führt Hauptkommissar Jörg Albrecht und Kommissarin Hannah Friedrichs in einen Club im Hamburger Rotlichtmilieu. Der Tod des Polizisten war äußerst brutal, entmannt wurde er zurückgelassen. Kurz darauf stirbt eine weitere Kollegin, dieses Mal ist Verstrahlung die Todesursache. Weitere Opfer, die auf immer verschiedene Weise sterben, tauchen auf. Erst nach und nach erkennt die Polizei den Zusammenhang mit einem weit zurückliegenden Fall. Bereits vor 30 Jahren gab es eine Serie von Morden, begangen vom sogenannten Traumfänger.

Ein wirklich fesselnd geschriebener Psychothriller, den Stephan M. Rother hier vorgelegt hat. Trotz der vielen Seiten kann sich die Spannung bis zum Ende halten. Die ganze Handlung ist sehr durchdacht und am Ende wird alles schlüssig aufgelöst. Der Täter wird erst ganz zum Schluss enttarnt, sehr gelungen gemacht.
Besonders interessant war der Wechsel der Erzählperspektive. Mal wurde aus der Sicht von Hannah Friedrichs aus der Ego-Perspektive erzählt, dann ein Wechsel zu Albrecht, der aus der dritten Person berichtet. Anfänglich etwas schwierig, aber da Hannahs Part mit „ich“ gekennzeichnet war, war es eigentlich immer klar, wer gerade erzählt.
Abgerundet wird die Handlung durch die privaten Probleme der beiden Ermittler. Albrecht hat ein Kindheitstrauma, das er bis heute nicht verarbeitet hat und noch dazu eine Frau, die er nebst Kindern an einen Zahnwunder-Doc verloren hat. Hannah Friedrichs hingegen steckt im Beziehungsstress mit ihrem Ehemann, von dem sie glaubt, dass er sie betrügt. Ein sympathisches Ermittlerduo, von dem ich gerne noch mehr lesen würde.
Ein sehr gut geschriebener Psychothriller, mit eindeutiger Betonung auf Psycho. Das gewählte Thema „Angst“ war interessant und mal etwas anderes. Nicht unbedingt das Highlight es Jahres, aber dennoch gut. Vier Sterne!
ForeverAngel zu »Stephan M. Rother: Ich bin der Herr deiner Angst«10.04.2012
Inhalt


Der aktuelle Fall des Hamburger Kommissars Jörg Albrecht ist nichts für schwache Nerven – und nichts für einen schwachen Magen. Entsetzt starren die Ermittler die Leiche an, die sie in einem Bordell gefunden haben. Kastriert, mit aufgeschlitzter Kehle und den eigenen Genitalien als Knebel im Mund. Doch was noch viel schlimmer ist: der Tote ist ein Kollege.


Der Mord soll kein Einzelfall bleiben, denn kurz darauf wird der nächste Polizist ermordet und Jörg Albrecht ist sich sicher: der Killer hat es auch auf ihn und sein Team abgesehen. Wer ist der nächste? Können Sie ihn stoppen, bevor es noch mehr Leichen gibt?


Und ist es jemand, den er kennt, der sich rächen will? Oder ist er zufällig in das Visier eines wahnsinnigen Serienkillers gestolpert? Oder steckt womöglich noch etwas anderes dahinter? Eine tödliche Jagd nach dem verrückten Unbekannten beginnt. Die Uhr tickt, tickt, tickt…


Meine Meinung


Ich bin der Herr deiner Angst mag anfangs wie das typische Gemetzel eines Thrillers über einen Serienkiller klingen, doch das ist es keineswegs. Die Morde sind grausam und die Verstümmelungen mögen manch ungeübtem Leser den Magen umdrehen, aber die blutigen Beschreibungen sind nicht das, was den Thriller ausmacht.


Wer also auf Splatter-Thriller steht, ist hier eher falsch. Spannung entsteht nicht durch sinnloses Abschlachten, sondern durch den Nervenkitzle und alle, die an Psychologie interessiert sind, sollten hier einen Blick reinwerfen, denn man erfährt so manch Interessantes.


Der eigentliche Horror entsteht durch den psychischen Terror, den der Killer ausübt, und der auch von dem Kommissar auf den Leser abfährt. Ich bin der Herr deiner Angst, einen passenderen Namen hätte man nicht wählen können. Der Killer spielt damit, er scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein, mal wirkt er wahnsinnig, mal erschreckend berechenbar.


Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jörg Albrecht im personalen Erzähler und der Kommissarin Hannah Friedrich in der Ich-Perspektive. Ich mag die Nähe zu Figuren, die dadurch entsteht, daher ging mir Hannas Erlebnis auch näher als Albrechts. Ein personaler Erzähler bewahrt immer eine gewisse Distanz und in einem Psychothriller ist das eher hinderlich. Die Lösung, zwei Erzählstränge zu entwickeln, war daher gut.


Fazit: Ein gelungener Psychothriller. Nicht der spannendste und nicht der blutigste, den ich je gelesen habe, aber sehr nah dran. Gemischt mit einer gehörigen Prise Nervenkitzel, die ihm das gewisse Etwas eines Psychothrillers verleiht.

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