Gehässige Geister von Stephen Blackmoore

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2015unter dem Titel „Hungry Ghosts“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 304 Seiten.ISBN 3-404-20835-8.Übersetzung ins Deutsche von Thomas Schichtel.

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In Kürze:

Das Leben von Nekromant Erik Carter läuft nicht gerade optimal. Seine unfreiwillige Heirat mit der Todesgöttin Santa Muerte verändert seine Kräfte. Zwar gelingen ihm einige Zauber jetzt mit einem Fingerschnippen, dafür hört er Stimmen, die er nicht hören sollte. Während er nach einem Weg sucht, das Band zu lösen, wird er zur Zielscheibe eines Psychopathen, der das Aussehen und die Erinnerungen von Menschen stiehlt – und sich in ihre Haut kleidet. Erik hat alle Hände voll damit zu tun, seine eigene zu retten …

Das meint Phantastik-Couch.de: Origineller und packender als der Vorgängerband79

Horror-Rezension von Petra Meyeroltmanns

Eric Carter, der Nekromant, ist nicht glücklich mit seiner Zwangsverbindung mit der Totengöttin Santa Muerte, und sucht nach einer Möglichkeit, sie zu beenden. Von Harvey Kettleman, dem Magier für Magier, erhofft er sich Hilfe, doch als es endlich zu einem Treffen kommt, ist Kettleman nicht mehr Kettleman und Eric muss um sein Leben fürchten. Jemand hat es geschafft, nicht nur Kettlemans Aussehen, sondern auch seine Macht an sich zu bringen und dieser Jemand möchte nun dasselbe bei Eric versuchen.

Doch das ist nicht Erics einziges Problem, er scheint unter Halluzinationen zu leiden, denn er hört die Stimme seines toten Freundes Alex. Das wäre für einen Nekromanten zunächst keine Überraschung, aber von Alex ist nichts übrig geblieben, auch kein Geist, woher sollte also die Stimme kommen? Dann erscheint ihm Alex sogar selbst – oder ist das gar nicht Alex? Doch wer sollte es sonst sein?

Beim Vorgängerroman „Tote Dinge“ habe ich noch festgestellt, dass die Geschichte mir nicht wirklich neu erscheint. Im zweiten Band der Reihe sieht das etwas anders aus, er ist origineller und packender als der Vorgänger. Diesen sollte man dennoch unbedingt zuerst lesen, denn die Geschichte ist komplex und baut auf den ersten Band auf. Wer den ersten Band nicht kennt, wird wahrscheinlich Verständnisprobleme bekommen.

Der Autor lässt Eric seine Geschichte selbst in Ich-Form und im Präsens erzählen, so dass der Leser unmittelbar am Geschehen teilnimmt, aber nie mehr weiß, als Eric selbst. Eric ist kein einfacher Charakter, vor allem ist er kein strahlender Held, sondern hat auch seine Schattenseiten, die durch seine Verbindung mit Santa Muerte sogar noch zugenommen haben. Seine Schnoddrigkeit, mit der er im ersten Band bereits aufgefallen ist, hat er nicht abgelegt, sie gehört einfach zu ihm.

Einige Charaktere aus dem ersten Band treten auch dieses Mal wieder auf, natürlich Santa Muerte, aber auch Tabitha, die hier überrascht, und Vivian, deren Rolle aber eher klein ist. Gut gefallen hat mir der Neuzugang Gabriela Cortez, eine Bruja, die Vampiren, Gestaltwandlern und anderen Wesen, die in der normalen Welt nicht gut zurechtkommen, in ihrem Hotel Obdach gewährt. Außerdem ist sie mit einem der Probleme, mit dem sich Eric herumschlagen muss, eng verbunden. Vampire erhalten hier übrigens eine etwas unübliche Definition: Sie sind armselige, süchtige Kreaturen.

Wie auch im Vorgänger gibt es einige Kämpfe, ausgesprochen bösartige Antagonisten und einiges an Ekelfaktor. Dieses Mal kommen deutlich mehr Spannung und ein Pageturnerfaktor hinzu, die zusammen mit den überraschenden Erkenntnissen am Ende des Romans die Vorfreude auf den nächsten Band wecken, der hoffentlich auch in Deutsch erscheinen wird.

Wem bereits der Vorgänger gut gefiel, sollte hier unbedingt zugreifen. Mit diesem zweiten Band kann ich auch eine Leseempfehlung für Genrefans aussprechen, die aber unbedingt zunächst Band 1 lesen sollten.

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