Bloodline von Stephen Cole

Buchvorstellungund Rezension

Bloodline von Stephen Cole

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „The Bloodline Cipher“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 394 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von .

»Bloodline« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Fünf Jugendliche, fünf außergewöhnliche Talente, ein Auftrag und ein geheimnisvolles uraltes Schriftstück …

Die Grenzen zwischen Gut und Böse, richtig und falsch sind schon lange nicht mehr klar. Doch als Jonah und sein Team von Meisterdieben auf einen finsteren alten Code stoßen, wird alles bisher Bekannte infrage gestellt. Ein todbringendes Geheimnis um die Blutlinie katapultiert die fünf in einen Wettstreit mit einer anderen Bande. Doch wer steckt hinter all dem? Und was hat es mit diesem Code auf sich?

Auf der Suche nach Antworten hetzten die fünf Jugendlichen von den Philippinen bis in die düsteren Straßen von Los Angeles. Und letztlich scheinen alle Fäden zusammenzulaufen – beim Meister selbst: Nathaniel Coldhardt.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Das Finale der Jagd nach der Unsterblichkeit“70

Mystery-Rezension von Carsten Kuhr

Fünf Jugendliche mit außergewöhnlichen Talenten stehen einmal mehr im Mittelpunkt einer Schatzjagd. Auf der Suche nach der körperlichen Unsterblichkeit hat sie ihr Mentor, der undurchsichtige Multimilliardär Coldhardt, auf die Spur eines alten Buches gesetzt. In dem schwarzmagischen, verschlüsselten Grimoire soll das Geheimnis verborgen sein.

Schon auf der Suche nach dem Buch aber treffen unsere Helden auf eine weitere Gruppe von Interessenten. Und diese haben keinerlei Skrupel, im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen zu gehen. Auch hier hat sich ein Drahtzieher die Dienste von Spezialisten gesichert. Ein Drahtzieher, der eine ganz besondere, persönliche Beziehung von Coldhardt hat. Ein Mann, der offensichtlich in den letzten dreißig Jahren nicht gealtert ist, und der mit seinem ehemaligen Zögling Coldhardt noch eine blutige Rechnung offen hat …

Packend, rasant, aber auch für ein Jugendbuch ungewöhnlich gewalttätig

Der dritte, die Trilogie abschließende Band um die Abenteuer der historischen Schatzjägergruppe, liegt vor. Dieses Mal geht es ganz um das bislang sich mehr im Hintergrund haltende Mastermind Coldhardt. Wieder lässt dieser seine überaus talentierten Spezialisten ausschwärmen, um auf nicht ganz legale Art und Weise Schätze, die einen Hinweis auf ein Mittel, das eigene Leben zu verlängern, enthalten, zu stehlen.

Im Verlauf der erneut abwechslungsreichen und spannend aufgezogenen Handlung kommen unsere Helden dann ihrem Meister auf die Spur. Wie sie selbst war er einst Mitglied einer Gruppe junger Spezialisten, die von einem Leiter auf Raubzüge ausgesandt wurden. Was dann damals geschah, bleibt lange im Dunkel. Klar ist nur, dass eine Blutschuld zwischen dem einstigen Mentor und seinem Eleven offen ist, dass Coldhardt auch seinen einstigen Freunden ablehnend, ja aggressiv gegenübersteht.

Mit der Einführung einer okkulten Geheimgesellschaft, des Nomen Oblitum, die zumindest behaupten, das Geheimnis des Manuskripts zu kennen, und für einen hohen Preis bereit sind, ausgewählte Menschen vor dem Altern und dem Tod zu retten, gesellt sich eine mysteriöse dritte Partei zu den Kontrahenten. Zwar sind unsere Helden weiterhin bereit, für Coldhardt im wahrsten Sinne des Wortes Kopf und Kragen zu riskieren, doch immer deutlicher wird die Frage nach dem wie lange noch, nach dem warum und der Ahnung, dass sie nur ausgenutzt werden. Die Zweifel, die sich ihnen aufdrängen, die Furcht vor der eigenen Sterblichkeit überlagern nach und nach die Abenteuerlust.

Immer deutlicher werden die Gedanken um die moralische Rechtfertigung ihrer Taten, aber auch die Zweifel an ihrem Gönner. Menschen sterben wegen ihnen, sie selbst springen dem Sensemann so manches Mal nur noch im letzten Moment von der Schippe, auch die Frage, wie es mit ihrem Leben weitergehen wird, ob sie selbst innerlich angesichts der Taten und Erlebnisse, denen sie ausgesetzt sind, verrohen, unempfindlich gegenüber Leid werden, ihr Empfinden dafür, was rechtens ist, verlieren, wird deutlich thematisiert.

Natürlich steht immer noch die Jagd nach dem Geheimnis im Vordergrund, doch vorliegender Roman geht deutlich mehr in die Tiefe, als die ersten beiden Titel. Das geht ein wenig zu Lasten des Tempos, die Action tritt immer wieder in den Hintergrund zurück. Insoweit liest sich das Buch ein wenig langsamer als seine Vorgänger, birgt dafür aber mehr Gehalt zwischen seinen Deckeln. Im Showdown fliegen dann die Kugeln, fließt das Blut gerade auch für einen Jugendroman in ungewöhnlich reichem Masse.

Insgesamt gesehen bietet die gesamte Trilogie spannende, sehr kurzweilig zu lesende Lektüre voller Drive und geschichtlich angehauchten Rätseln mit faszinierenden Protagonisten und farbenprächtigen Handlungsorten – ideale Abenteuerliteratur für Jugendliche und solche, die jung geblieben sind.

Ihre Meinung zu »Stephen Cole: Bloodline«

Ihr Kommentar zu Bloodline

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.