Christine von Stephen King

Buchvorstellungund Rezension

Christine von Stephen King

Originalausgabe erschienen 1983unter dem Titel „Christine“,deutsche Ausgabe erstmals 1984, 656 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Bodo Baumann.

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In Kürze:

Ein schwächlicher Außenseiter aus der US-Provinz gerät an ein altes Auto, das von einem bösen Geist besessen ist, seinem 'Meister’ hilft, indem es dessen Schulhof-Feinde zu Tode bringt, und sich nach und nach dessen Geist untertan macht …Stephen Kings einst als „Popkorn-Horror“ gezauster Thriller ist nicht nur sehr spannend, sondern hat sich längst zu einem modernen Klassiker seines Genres entwickelt sowie sich in der Rückschau einmal mehr als genauer und sehr kritischer Blick auf das rigide Kastensystem der US-Gesellschaft entpuppt.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Detroit Horror Picture Show“95

Horror-Rezension von Michael Drewniok

Es ist Liebe auf den ersten Blick, als sich Arnie Cunningham, gerade 17 Jahre alt geworden, und Christine begegnen. Die Angebetete ist drei Jahre älter und besucht nicht die Highschool wie ihr Verehrer, doch nicht dies stellt sich der Romanze in den Weg, sondern (zunächst) die Tatsache, dass Christine ein Auto ist – ein feuerrot-weiß lackierter, haifischflossengezierter Plymouth Fury des Baujahres 1958 …

In Libertyville, dem kleinen, trotz des pompösen Namens recht verschlafenen Städtchen irgendwo im US-Staat Maine gibt es im Sommer dieses Jahres 1978 wenig zu lachen für einen jungen amerikanischen Mann, der intelligent, aber keine Sportskanone und darüber hinaus nicht nur von schmächtiger Statur ist, sondern von heftiger Akne gepeinigt wird. Drastisch ausgedrückt: Arnie ist der Prügelknabe seiner Highschool, und nur die Freundschaft zum baumlangen Football-Spieler Dennis Guilder verhindert, dass die Jugend von Libertyville den Außenseiter endgültig ausradiert.

Niemand weiß, dass Arnie hinter einer Maske des Gleichmuts sehr wohl seinen Groll nährt und Rachepläne schmiedet. Trotzdem wären diese sicherlich Fantasie geblieben, wäre nicht Christine auf der Bildfläche erschienen und hätte sich weniger als Auto, sondern als Metall gewordene und von einem bösen Geist beseelte Todesmaschine erwiesen, die sich scheinbar als Instrument der ersehnten Vergeltung anbietet, die Arnie an gewissen Bürgern von Libertyville üben will.

Die Reihe ist lang, doch Christine willig. Entsetzt aber hilflos muss Arnies Freund Dennis mit ansehen, wie der dämonische Wagen immer mehr Macht über seinen Meister gewinnt. Dennis findet heraus, dass Hass seit jeher der Treibstoff ist, nach dem Christine giert. Eine unheimliche Metamorphose setzt ein, die aus dem verrotteten Autowrack eine strahlende, doch tödliche Blechschönheit erstehen lässt. Auch Arnie gewinnt an Selbstbewusstsein und Attraktivität, doch mit seinen Pickeln verlässt ihn Stück für Stück sein liebenswürdiges Wesen. Statt dessen mutiert er zum verlängerten Arm Christines und sorgt am Tage für den Teufelswagen, der in der Nacht jene jagt und tötet, die den Zorn ihres derzeitigen Chauffeurs erregen.

Eine schwere Sportverletzung hindert Dennis daran Arnie beizustehen, so dass dieser immer tiefer in den Bann Christines gerät. Während die Zahl nächtens niedergefahrener Zeitgenossen ständig steigt und die Polizei misstrauisch zu werden beginnt, eskaliert die Situation schließlich, als Arnie sich neu verliebt – in eine Menschenfrau dieses Mal. Leigh Cabot ist die amerikanischen Highschool-Queen schlechthin, doch Christine duldet keine Rivalin. Das Dämonenauto hat inzwischen einen Grad des Eigenlebens erreicht, das es ihm ermöglicht, den Meister und sein Geschöpf die Rollen tauschen zu lassen. Als die verstörte Leigh ausgerechnet in die Arme Dennis Guilders flüchtet, ist der Zeitpunkt der großen Schlussabrechnung gekommen. Christine bläst offen zum großen Halali auf ihre echten und eingebildeten Feinde und erweist sich wie jeder böse Geist zunächst als unzerstörbar – und schlau!

Der Mann mit dem .58er Magnum

Mehr als zwei Jahrzehnte ist es nun her, dass Stephen King die Phantastik-Fans dieser Welt mit der überraschenden Tatsache konfrontierte, dass der Teufel nicht zwangsläufig in einem Zauberspiegel, auf einem Geisterschiff oder in einem Spukschloss hausen muss, sondern ganz zeitgemäß in ein Auto fahren kann. Siehe da: Es funktioniert prächtig und belegt gleichzeitig, dass King als Schriftsteller wesentlich geistreicher ist (oder war), als ihm dies seine zahlreichen Kritiker zugestehen mögen.

Das Automobil ist nicht nur ein integraler Bestandteil des ”American Way of Life”, sondern genießt darüber hinaus geradezu hymnische Verehrung als Objekt der Selbstverwirklichung und -darstellung: Zeig’ mir was du fährst, und ich sag’ dir, wer du bist. Wo derjenige von seinen Mitmenschen mit Neid oder Anerkennung betrachtet wird, der buchstäblich den Längsten hat, muss zwangsläufig eines kuriosen Seitenzweiges der Technik-Geschichte mit besonderer Liebe gedacht werden. Das Vierteljahrhundert nach dem II. Weltkrieg bescherte den USA (neben dem Kalten Krieg) einen wirtschaftlichen Aufschwung, wie es ihn nie zuvor gegeben hatte. Die übergroßen, Sprit fressenden, barock überladenen Automobile (oder besser ”Straßenkreuzer”) dieser Jahre spiegeln den Glanz einer Epoche wider, in der es in Amerika nur den Himmel als Grenze zu geben schien – und selbst diese bald energisch in Angriff genommen wurde.

Der 1958er Plymouth Fury ist für King der Höhepunkt dieses Rausches – ein technisch selbst für seine Epoche bestürzend simples, monströs übermotorisiertes, Kraftstoff vergeudendes, ungefilterte Abgase ausstoßendes, trotz seiner Größe kaum vier Passagieren Platz bietendes Gefährt, dessen Anblick nichtsdestotrotz noch heute zuverlässig die wehmütige Erinnerung an eine versunkene Ära weckt, als man sich nur vor den gottlosen Kommunisten in Acht nehmen musste, denen man aber anders als den Gespenstern einer noch unbekannten Zukunft – Umweltzerstörung, Dauerrezession, Terrorismus – notfalls ordentlich in den Hintern treten konnte.

Gefährlich lebt, wer den Wurm zu oft tritt …

Nun diesen Traum oder die wehmütige Erinnerung daran zu nehmen und in einen echten Albtraum zu verwandeln, ist wie gesagt ein gelungener Einfall. Es ist aber nicht der einzige, mit dem Stephen King in ”Christine” aufwartet. Analysiert man, wie der Autor sein Garn spinnt, wird rasch deutlich, dass er dabei noch ganz andere heilige Kühe schlachtet.

Die amerikanische Kleinstadt als Mikrokosmos oder Hort aller Tugenden, die dieses Land einst groß gemacht haben, ist ein weiterer uralter Topos der US-Populär-Kultur. Hier, wo die Leute einander noch persönlich kennen, ist man freundlich und nett zueinander, kennt anders als in der sündhaften Stadt die kleinen, aber wirklich wichtigen Dinge des Lebens und weiß ihren Wert zu schätzen – so lassen sich die wichtigsten Klischees kurz zusammenfassen. Dass dem natürlich mitnichten so ist, haben vor Stephen King schon andere Autoren thematisiert. Trotzdem existiert die Norman Rockwell-Idylle als stille Sehnsucht besonders in den Köpfen derer weiter, die sich von den Anforderungen, welche die Gegenwart an sie stellt, überfordert fühlen.

King, der Chronist des bürgerlichen Mittelstandes, kennt die Regeln dieser harmonisch-verlogenen Traumwelt genau und spielt auf ihnen wie Musikvirtuose. Sein Libertyville (schon der Name ist reine Provokation) ist kein Goldfischteich, sondern ein Haifischbecken, dessen Bewohner auch vor Kannibalismus nicht zurückschrecken. In Libertyville leben keine Waltons; es ist ein gesichts- und kulturloser Flecken irgendwo dort auf dem Land, wo es ganz besonders platt ist; bewohnt wird er von bestenfalls gleichgültigen, aber meist bornierten, selbstsüchtigen, gemeinen Zeitgenossen, die in der Regel nicht einmal die mit Zähnen und Klauen an sich gerissenen Stücke vom Kuchen zu genießen wissen. Nur die Familie stellt manchmal eine kleine Oase in der grausamen Wüste dar, die Alltag heißt, doch man verlasse sich besser nicht zu sehr darauf, denn auch hier kann es krachen, und wenn dies geschieht, dann ziehen selbst böse Geister lieber den Kopf ein!

School’s out for-ever!

Ein besonderes Kapitel widmet King jener Vorhölle auf Erden, die der amerikanischen Jugend vorbehalten bleibt: der Highschool mit ihrem komplexen Kastensystem, in dem es für jeden Schüler und jede Schülerin einen festen Platz gibt – und Gnade Gott dem armen Teufel, den es in die Unterschicht der Unberührbaren jenseits der Footballspieler, Cheerleader-Girls oder Reichen Söhne/Töchter verschlägt! Die Unbarmherzigkeit, mit der die Unglücklichen malträtiert werden, die es nicht geschafft haben, irgendwo 'oben’ ihre Nische zu finden, ist der explosive Nährboden, auf dem jene hierzulande (noch) schwer zu verstehenden jugendlichen Amokläufer gedeihen, die bis an die Zähne bewaffnet ihre Schule heimsuchen, um zu vernichten, was sie nicht im guten amerikanischen Wettstreit zum optimal für den Lebenskampf gerüsteten Bürger der Zukunft heranwachsen, sondern an Leib und Seele zerbrechen ließ. Arnie Cunninghams wahnwitzige Wutanfälle – schon lange bevor Christine ihn beherrscht – verraten einen Menschen am Rande des Abgrunds, nachdem ihn die ganze Welt ein wenig zu lange getreten hat. Wenn King ihn beklemmend authentisch Rache schwören lässt für das erlittene Unrecht, verschmilzt das fiktive Libertyville von 1978 mit dem realen Littleton, Colorado, von 1999 – und nicht nur damit!

Die Meisterschaft, mit der King seine Version von Thorntons Wilders „Kleiner Stadt“ präsentiert, wurde von seinem Publikum offenbar viel deutlicher und früher zur Kenntnis genommen und anerkannt als von der Kritik. Viel zu lang sei die Mär vom mordenden Mobil geraten, und lächerlich dazu, wurde moniert, was dem Erfolg dieses Buches jedoch keinerlei Abbruch tat. Knapp zwei Jahrzehnte später weiß man besser, was man an ”Christine” hat: einen modernen Klassiker der Phantastik, verfasst von einem wirklich guten Erzähler auf dem Höhepunkt seiner schriftstellerischen Fähigkeiten. Die vielen Seiten dieses frühen Kings lesen sich jederzeit mühelos, obwohl (scheinbar) wenig passiert. Doch der wahre Horror liegt eben nicht in Christines spektakulären Attacken, sondern in der bedrückenden Atmosphäre einer stetig wachsenden Bedrohung, die sich Libertyville wie eine Gewitterfront nähert und genauso wenig aufzuhalten ist, zumal sich niemand auch nur darum bemüht. Dieses Bild ist für King typisch; er hat sich seiner seither noch oft bedient, und es hat eigentlich sogar in seinen weniger gelungenen Werken nie seine Wirkung verfehlt.

Ihre Meinung zu »Stephen King: Christine«

Alexi1000 zu »Stephen King: Christine«26.09.2010
Der "Einbruch" des übernatürlichen ins alltägliche Leben, das konnte Herr King immer schon gut!
Hier haben wir es mit einer etwas anders gearteten "Liebesgeschichte" (ja eigentlich eine Dreierbeziehung) zu tun...
Mittlerweile schon ein moderner Klassiker (der von John Carpenter eine ganz passable Verfilmung erlangt hat), braucht man hier eigentlich nicht mehr viel zu schreiben ausser:

für King - Neulinge besonders zu empfehlen!

und wirklich originell...85°

(eines meiner King - Faves).
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Asmodi zu »Stephen King: Christine«03.04.2009
Christine ist genial (und damit meine ich nicht nur den Plymouth, sondern auch die Geschichte an sich)!
Es müssen nicht immer Vampire, Monster, Aliens oder die Schwiegermutter sein, die einen in Angst und Schrecken versetzen können. Bei dieser Story wurde eindrucksvoll bewiesen, dass Dinge, die unser normales Leben bestimmen, doch nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen.
Suzie zu »Stephen King: Christine«03.03.2009
Christine ist einer meiner Lieblingsbücher, da es sehr spannend und detailgetreu geschrieben ist, ohne langatmig zu werden. Ich finde, dass es einer Kings Bestleistungen ist. Für mich war es besonders spannend zu lesen, da ich zurzeit mit Krücken unterwegs war (bei Unverständis Buch lesen!).
Es hat sich gelohnt, so viele Stunden mit ihr (Christine) zu verbringen. Empfelenswert!
Heaven23 zu »Stephen King: Christine«05.03.2008
Das wildgewordene Auto, die horrorversion von Knight Rider. Undheimlich spannend. King hat mich gefesselt an dieses Buch. Eine gelungene,erstklassige Story
K.-G. Beck-Ewerhardy zu »Stephen King: Christine«16.02.2008
Dies war mein erster King und er hat ziemlkichen Eindruck hinterlassen, denn ich hatte zuvor weder von dem Buch gehört, noch von dem Film, der kurz darauf in die Kinos kam.

Was ich hatte, war ein Traum von einem Auto, das versuchte, mich auf verscheidene Arten und Weisen umzubringen, während ich darin sass. es war eine Nacht von Samstag auf Sonntag und sonntags ging meine Familie nachmittags immer in die Bahnhofsbuchhandlung und da fand ich ein Buch, das wohl von einem Eifersuchtsdrama handelte. Zwei Stundne später sass ich sehr verstört über den Seiten, als mehr und mehr klar wurde, dass der eifersüchtige Part ein Auto ist - so wie in meinem Traum - das Leute umbrachte - auch so wie in meinem Traum. Seitdem habe ich jedes Wort von King gelesen, das ich in die Finger bekommen konnte.
child of bodom zu »Stephen King: Christine«16.02.2008
mei erstes gelesenes Buch und .. erstaunlich das Buch fesselte mich besondersa der Schluss ist atemberaubend spannend geschrieben die brutalen todesszenen sind bis ins detail beschrieben
Martin Schuh zu »Stephen King: Christine«19.05.2006
Bei der Vielzahl an Büchern die Stephen King seit der Mitte der siebziger Jahre veröffentlicht hat, müsste es schwer sein einen Höhepunkt auszuwählen und diesen als Meisterwerk zu küren. "Christine", dass in den "Stephen-King-Foren" im Internet eher als durschnittlich charakterisiert wird, stellt aber ein dermaßen faszinierendes, spannendes, unterhaltsames und gut geschriebenes Werk dar, dass die Wertung "ausgezeichnet" dem ganzen eigentlich nicht mehr gerecht wird. Das ist sicher subjektiv und solche hoch gegriffene Meinungen stoßen auch oft auf Enttäuschung (nicht zuletzt deswegen, weil Konsumstrategen und Marketingexperten alles als toll und schön und super angepreisen), aber "Christine" ist schlichtweg fantastisch (auch wenn der Autor diesem Roman heute kritisch gegenübersteht). Es handelt sich hierbei um keine Horrorerzählung im klassichen Sinne, sondern eher um eine Beziehungsstory zwischen zwei Personen (Mann und Frau), wobei eine dritte Person (ein Freund) als Außenstehender theoretisch mit in das Verhältnis zu integrieren ist. Die Beziehung ist eine Jugenliebe, weshalb "Christine" erst recht für Menschen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren geeignet ist. Nicht zuletzt deswegen, weil eine Identifikation mit dem Protagonisten Arnie leicht fällt, denn er hat Schwierigkeiten wie jeder Junge im Schulleben. Gewalt, Elternkonflikte und mangelhaftes Selbstbewusstsein kennzeichnen seinen Alltag, nur der oben genannte Freund (Dennis) hält zu ihm. Als Arnie dann Leigh kennen lernt wird alles anderes. Die Schönheit dieser Persönlichkeit ist ein Symbol für ein besseres Leben und auch wenn hier die Logik etwas außer acht gelassen wird (denn leider gerät ein Verlierertyp nicht an eine Frau mit einem derartigen Charsima), tut dies der Erzählung keinen Abbruch, das Gegenteil ist der Fall. Es ist schön zu sehen, dass Dinge wenigstens in Büchern einen anderen Verlauf nehmen als im nicht-fiktiven Leben. Der Horror kommt schleichend und zeigt sich dadurch, dass die Jugendschwärmerei von einer Sekunde auf die andere in den Wahnsinn gerät. Sicher es gibt viele Anzeichen die darauf hindeuten, dass sich in Arnies Bewusstsein etwas verändert und seine Freunde darunter zu leiden haben. Möchte man unbedingt den Eingriff in die Idylle jemand oder etwas bestimmten in die Schuhe schieben, dann wohl Christine, die sich in die Beziehung von Arnie und Leigh einzumischen scheint und versucht, ihrer Konkurrentin (und erst recht Arnies Feinden) den Garaus zu machen. Auf eigene Faust schafft dieses individuelle Wesen und Traum jeden Mannes eine besondere Form der Hölle...denn Christine ist ein Auto...

Dieses Produkt als primitiv und trivial abzustempeln ist einfach, wird aber nicht dem Zweck und der Bestimmung gerecht. Auf der einen Seite ist sicher ein gewisses Maß an Unterhaltung gegeben (was man von Kings neueren Büchern wohl kaum behaupten kann), aber unterschwellig enthält "Christine" Kritik gegenüber dem dümmlich-kulturarmen Leben in den USA, dass von Menschen beherscht wird, die versuchen mit Prestigesymbolen wie Autos ihre anderweitigen Defizite zu kompensieren, gegenüber den jugendfeindlichen Schulsystemen, die kategorisch Außenseiter entstehen lässt, und somit in logischer Konsequenz die modernen Amokläufer (z.B. von Littelton 2001) von heute fördert und gegenüber der Neudifferenzierung von Werten wie der Liebe zu Mitmenschen (Dennis), Produkten (Christine) und den nahestehendsten Personen (Leigh). Das der gleichnamige Film von John Carpenter (der dem Inhalt und der Absicht der Romanvorlage überhaupt nicht gerecht wird) so unfassbar schlecht und niveaulos ist, ist sicher einer der Gründe weshalb "Christine" als Buch in der Öffentlichkeit keine Spuren hinterlassen hat. Nichtsdestotrotz ist das genannte Werk von Stephen King so einprägsam, dass es definitiv anderen Büchern gegenüber bevorzugt gelesen werden sollte, schon allein deshalb, weil die Horrorwelt endlich mal neue Welten erblickt, als nur Spukschlösser und Geisterschiffe.
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