Love von Stephen King

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Lisey\'s Story“,deutsche Ausgabe erstmals 2006, 700 Seiten.ISBN 3-453-43293-2.Übersetzung ins Deutsche von Wulf Bergner.

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In Kürze:

Lisey ist seit zwei Jahren Witwe. Bereits lange vor seinem Tod hat ihr Mann Scott Landon – ein hochangesehener Romanautor – für sie eine Spur mit Hinweisen ausgelegt, die sie nun immer tiefer in seine von Dämonen bevölkerte Vergangenheit führt. Stück für Stück werden sorgsam verdrängte Erinnerungen in ihr wach: an eine andere Welt, die sie einst mit Scott besucht hat, tagsüber ein märchenhaftes Paradies, während nachts überall das Böse lauert. Ob Scott dort auf sie wartet, damit sie ihn ins Leben zurückholt? Plötzlich tritt ein Verrückter auf den Plan, der sich Zack McCool nennt und es auf Scotts schriftstellerischen Nachlass abgesehen hat. Und um seine Forderungen zu bekräftigen, verletzt er Lisey auf bestialische Weise…

Ihre Meinung zu »Stephen King: Love«

Juno zu »Stephen King: Love«22.08.2014
Tank zu »Stephen King: Love«26.02.2013
Ich habe schon viel gelesen, auch und gerade Bücher von Stephen King, weil ich seine extrem kurzweilige und durchaus gruselige Art schätze. Auch dieser Roman ist absolut lesenswert und unterhaltsam geschrieben. Aber dieses Buch ist zudem definitiv das Einzige Werk aus Literatur und Film, bei dem ich jemals geweint habe. Und dafür: Danke, Mr. King.
MickyWinter zu »Stephen King: Love«13.04.2012
Ein grandioses Buch!

Wieder ist es ein Reich der Gedanken- und Empfindungswelt - eine Welt gleich nebenan, die King hier in sein Werk einflicht. Kings Stärke liegt in der Gestaltung uralter Mythen und Märchen, die der Menschheit seit Urzeiten gehören, Motive, die nichts anderes sind als psychische Dimensionen, die uns alle einen. Die Faszination dieser so traumhaft-wirklich erscheinenden Welten (wir glauben, dass es sie nicht gibt, aber wir sind uns niemals wirklich sicher; mehr noch: wir gehen manchmal sogar so weit, zu glauben, dass es sie geben könnte) liegt nicht zuletzt darin, dass wir uns eine materielle und kalte Welt erschaffen haben. Wir wissen instinktiv, dass wir damit auf dem Holzweg sind in einer Zeit, da selbst die Wissenschaft zugeben muss, vor unglaublichen Rätseln zu stehen. Kurz: unser Weltbild wankt erheblich. Und das schon seit vielen Jahrzehnten. Vielleicht nehmen uns die Schilderungen, etwa von Boo'ya Mond, so gefangen, weil wir uns erinnern können, weil wir es wiedererkennen.

Am Schönsten drückt King sei eigenes Dasein mit folgenden Worten in die Zeilen des Buches: "Zwei Dinge haben ihm (Scott) Bodenhaftung verliehen und ihm vor dem Long Boy (persönlicher Tod) gerettet. Das Schreiben ist eines davon. Das andere hat eine Taille, um die er die Arme legen, und ein Ohr, in das er flüstern kann."

Ein Schlüsselsatz des Romans, XI, 14: "Diese Erinnerung handelte davon, dass sie kurz vor Tagesanbruch im Bett ihrer Schwester Amanda aufgewacht war und festgestellt hatte, dass Vergangenheit und Gegenwart sich fast untrennbar vermischt hatten."

So wie sich Lisey an dieser Stelle ihrer gedanklichen Reorganisation fühlt, liest sich dann auch das Buch, das nicht wenige Reminiszenzen an Autoren enthält, die King hier deutlich beeinflusst haben. Wir werden an Faulkner erinnert, wenn wir es mit den Slang-Ausdrücken zu tun bekommen (die neben der Privat-Sprache der Liebenden eine eigene Dimension bekommen). Das lineare Erzählen (das in der Literatur ohnehin längst kein Thema mehr ist) hat King hier zugunsten einer modernen Erzählweise aufgegeben. Die Unterkapitel werden kaum beendet sondern rasen förmlich ineinander. Hier zeigt sich, dass King nicht nur ein begnadeter Erzähler ist, sondern auch Techniken beherrscht, die ihm von den "Inkunks" immer abgesprochen werden und die den größten der amerikanischen Literatur (Thomas Pynchon, Don DeLillo, Paul Auster - um nur einige zu nennen) in nichts nachstehen. Ich erwähne das, weil es einen Aufschrei der literarischen Torwächter gab, als King den National Book Award zugesprochen bekam. Er bekam ihn für sein Gesamtwerk und er bekam ihn zurecht. Das möchte ich an dieser Stelle anmerken.

Es ist meines Erachtens nicht notwendig, Thomas Pynchon oder Jorge Luis Borges und den Hinweis auf den "Magischen Realismus" zu kennen. Ebensowenig wie es erforderlich ist, etwas über Hank Williams oder den Regisseur von "Die letzte Vorstellung" Peter Bogdanovich zu wissen. Sollte sich jedoch jemand die Mühe machen, den Spuren, die King auslegt - mal offen, mal nur kurz angedeutet - zu folgen, bekommt er eine Multimediavariante an die Hand, die sehr bereichernd sein kann. Ich erstelle gerade einer Liste der (soweit ich sie entdeckt habe) Hinweise und werde sie dann auch präsentieren.
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winterspecht zu »Stephen King: Love«05.01.2012
MIt LOVE zeigt King allen Kritikern, daß er ein Schriftsteller von Rang ist. Nicht daß man es nicht längst wüßte, aber mit diesem anspruchsvollen, herausragend geschriebenen Buch legt er sein bis dahin absolutes Meisterwerk vor, das sogar noch vor dem ebenfalls großartigen Sara (Bag Of Bones) liegt.
King dringt in Bereiche vor, die wohl kein Schriftsteller der heutigen Zeit erreichen kann. Dabei ist es verständlich, daß manche jüngere King-Fans enttäuscht sind. Dieses Buch erfordert durchaus eine gewisse geistige Reife, um es in vollem Umfang genießen zu können.
Eines der besten Bücher des 21. Jahrhunderts.
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Dracon zu »Stephen King: Love«11.08.2011
Stephen King macht es mit Love wirklich nicht leicht Der Einstieg erweist sich als ungemein zäh und langatmig.
Während des ganzen Buch konnte sich nicht die übliche King Spannung einstellen .
Trotzdem schaft es der Autor wiedermal einmal den Leser in seinen Bann zuschlagen . Es gibt keine übertriebene Brutalität und typische Horror Beschreibungen aber ich habe immer wieder beim lesen eine Gänsehaut bekommen
Ein gutes Buch aber ob jeder Stephen King Fan die gleiche Meinung hat ist fraglich
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durcherbub78 zu »Stephen King: Love«06.01.2011
Also wie mein Vorposter Michael Myers geschrieben hatte, hab ich mich gefragt, "Um was ging es nun WIRKLICH in diesen Roman"? Fand die Story ziemlich konfus irgendwie...und auch das Gefühl das ich irgendwas überlesen oder nicht (bzw falsch) verstanden hatte, bekam ich des öfteren.
Konnte deswegen nicht mal 60° Pünktchen vergeben.
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Henning zu »Stephen King: Love«13.05.2010
Kein King-Buch im eigentlichen Sinne. Wenig explodierende Köpfe. Subtilerer Horror und eine unglaublich gut dargestellte Hauptperson.
Ich würde dieses Buch als das beste von Stephen King erklären. Ohne Abstriche!
Es ist wahrscheinlich Geschmackssache. Ich bin ein Mann, und mir hat es trotzdem extrem gut gefallen. Ich glaube, Frauen können sich leichter damit anfreunden als Männer; Aber auf jedenfall:
Wenigstens ausleihen und lesen!
Alexi1000 zu »Stephen King: Love«10.07.2009
Love konnte mich letztlich nicht vollends überzeugen. Die Gefühlswelt Liseys wird zwar gut geschildert, aber der Roman ist mit 700 Seiten etwas zu langatmig geraten. Auch die Figur des Zack McCool, kam mir wie eine von Stephens Reißbrettfiguren vor.
Trotzdem hat es bei mir noch für 75° gereicht, weil King es schafft, einge herrliche Bilder zu visualisieren: Da stechen vor allem die Passagen am "Strand der verlorenen Seelen" heraus. Hier schafft es King eine tiefe Traurigkeit auszulösen, man weint fast um die verlorenen. Das ist dann ganz großes Kopfkino und hat mich nicht mehr losgelassen.
Michael Myers zu »Stephen King: Love«23.04.2009
Bin auch fast mit dem Buch durch. Wie schon weiter oben zu lesen. Teilweise schleppend und das Gefühl etwa nicht verstanden oder überlesen zu haben macht die Geschichte schwierig. Ich habe aus diesen Gründne recht spät in die Geschichte gefunden. Das ich das Buch bis zum Enden gelesen habe -obwohl große Durststrecken dazwischen waren- lag an meiner großen Erwartungshaltung die ich bei den SK Büchern habe. Der große Knall ist aber ausgeblieben, weil ich mich im nachhinein Fragen muss "Worum geht es eigentlich in diesem Roman?"
Asmodi zu »Stephen King: Love«02.04.2009
Große Erwartungen an die Geschichte gestellt und leider groß enttäuscht worden.
Zäh zu lesen, die Suche nach tatsächlicher Spannung erfolglos und wohl das Ergebnis von schlechten Tagen King´s.
Während sich das erste Drittel kaum lesen lassen will, bekommt der Rest zumindest einen Anflug von "Spannung".

Fazit: Ich bin froh, mir das Buch nur ausgeliehen zu haben.

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