2012 - Schatten der Verdammnis von Steve Alten

Buchvorstellungund Rezension

2012 - Schatten der Verdammnis von Steve Alten

Originalausgabe erschienen 2001unter dem Titel „Domain“,deutsche Ausgabe erstmals 2001, 592 Seiten.ISBN 3-453-43482-X.Übersetzung ins Deutsche von Bernhard Kleinschmidt.

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In Kürze:

Der Kalender der Maya, erschaffen vor mehr als 2500 Jahren, ist eines der großen Rätsel der Menschheit. Doch weshalb endet dieser Kalender am 21. Dezember 2012? Ist dies der Tag, an dem die Menschheit zugrunde gehen wird? Alarmierende Zeichen häufen sich, je näher dieses Datum rückt. Nur eine Person ist in der Lage, dieses uralte, weltumspannende Rätsel zu lösen und den drohenden Untergang abzuwenden.

Das meint Phantastik-Couch: „Die üblichen Verdächtigen“56

Mystery-Rezension von Verena Wolf

2001 kam das Buch zum ersten Mal unter dem Titel „Schatten der Verdammnis“ heraus. Jetzt wurde clever noch ein „2012“ davor gesetzt, denn das zieht. Reißerisch heißt es jetzt „2012 – Schatten der Verdammnis.“ Die Zahl selbst prangt groß auf dem Cover, umzüngelt von gelben Flammen, im Hintergrund die Maya-Pyramide von Chichén Itzá vor einem düsteren Gewitterhimmel. Das verspricht allerhand. Und ja, das Buch hält es: Es ist wirklich alles drin, was den geneigten Leser aufhorchen lassen könnte: geheimnisvolle archäologische Funde, schöne Frauen, böse Wissenschaftler, ein gut aussehender Mann, der seinen Weg gehen muss, obwohl ihn die Welt für geisteskrank erklärt. Ach ja, die feindlichen Aliens nicht zu vergessen. Aber der Reihe nach.

Die Mythen der Welt und der Fluch aus dem All

Die Geschichte beginnt mit dem ersten der zahlreichen, spannenden Tagebucheintragungen des (erfundenen) Archäologen Julius Gabriel, der über das Popol Vuh, die Schöpfungsgeschichte der Maya, forscht. Er erkennt staunend, dass es einen Zusammenhang zwischen allem gibt, was auch für uns lesende Laien nach Mythos klingt, also zwischen Angkor Wat, Nazca, Chichén Itzá, Stonehenge und – natürlich – den Pyramiden von Giseh. Nur mit der Lösung dieses weltweiten Rätsels kann man das Weltende im Dezember 2012 abwenden! Na, das ist doch was! Bei einem Vortrag über diese Thesen wird er durch einen früheren Kollegen und jetzigen Feind (der zufällig der Verteidigungsminister der USA ist) so lächerlich gemacht, dass er einem Herzanfall erliegt, vor den Augen seines Sohnes Michael. Grimmig will dieser die Mission seines Vaters zu Ende führen. Aber durch eine Verschwörung gerät er in die Fänge skrupelloser Wissenschaftler, die ihn über Jahrzehnte in eine geschlossene Anstalt einweisen lassen. Dort trifft er auf Dominique, eine junge bildhübsche Psychiaterin mit Mayablut in den Adern. Sie ist hin und her gerissen zwischen dem Charme ihres Patienten und dem fachlichen Wissen, dass er eine Gefahr darstellt. Er flieht und muss nach Yukatan, denn eine böse, uralte Macht droht zu erwachen. Sagt er. Der Leser erfährt, er hat recht: Ein böses Raumschiff stürzte vor 65 Millionen Jahren ins Meer und löschte die Dinosaurier aus. Aber ein zweiter, goldener Raumgleiter folgte ihm und versetzt die Insassen in Stase: „Für die Insassen des Raumschiffs steht die Zeit nun still. Und für den Planeten Erde hat die Uhr zu ticken begonnen.“

Von allem zu viel

Die 591 Seiten des „wissenschaftlichen Thrillers im Stil von Crichton und Cussler“ (so der Klappentext) haben es in sich. Aber das ist hier ein Nachteil, denn die Wissenschaft kommt wirklich zu kurz bei diesem ganzen Tam-Tam. Es ist zu dick aufgetragen. Steve Alten hat – um sicher zu gehen – ungefiltert alles in das Buch gepackt, was ihm vor den Füller kam. Man spürt richtig, wie er denkt: ah, hier noch eine Schippe „Stargate“, eine Prise „Atomkriegsangst“ plus „Däniken“, ein Hauch „ Indiana-Jones“ abgerundet mit „Irrenanstaltsflair“ und „Pyramiden-Mythos.“ Dass die ganze Geschichte in der Gegenwart geschrieben ist, macht es auch nicht neu journalistisch-korrekter, sondern irritiert.

Gut und Böse ohne Zwischentöne

Die Figuren sind schwarz-weiß gehalten und kommen aus ihrer jeweiligen Rolle kein Minütchen heraus. Altens Held Michael ist ungebrochen durch Jahrzehnte in der Zwangsjacke ein durchtrainiertes und charmantes Sahneschnittchen. Dominique ist der Prototyp des hübschen, verletzlichen und sanften Latina-Rehauges, missbraucht in der Kindheit, empathisch als Erwachsene. Sie ging mir sehr auf die Nerven mit ihrer ständigen Weinerei und damit, dass sie unterbelichtet bis ganz zum Schluss zwar Michael irgendwie liebt, aber trotzdem glaubt, dass er professionelle Hilfe, ihre Hilfe, braucht. Dass es auch den gütigen Politiker aus kleinen Verhältnissen, aufrechte Meeresbiologen und telepathische Aliens gibt, verwundert nicht weiter. Das Ende ist recht esoterisch und passt sich damit gut ein. Insgesamt tut der Wälzer nicht wirklich weh, aber ist auch kein Highlight im Ozean der „2012-Endzeit-Romane“.

Ihre Meinung zu »Steve Alten: 2012 - Schatten der Verdammnis«

Elisa Schlorf zu »Steve Alten: 2012 - Schatten der Verdammnis«13.09.2014
Ich liebe dieses Buch. Wie gern hätte ich eine Fortsetzung davon. Schließlich ist die Welt ja doch nicht untergegangen. Was passiert mit dem Tempel? Wurde er zerstört? Viele offene Fragen, die dafür sorgen, das man das Buch im Kopf behält. Ich hab es schon vier mal gelesen und finde das Ende immernoch unvorhersehbar. Ich habe mich schwer getan, die ganzen wissenschatlichen Fakten zu verstehen. Aber je öfter ich es lese, desto besser begreif ich. vielen Danke Steve, für dieses Meisterwerk
Elisa, 14 Jahre
Chris15 zu »Steve Alten: 2012 - Schatten der Verdammnis«06.06.2010
Für 2012-Fanatiker wie mich ist dieses Buch ein absolutes Muss. Alleine schon die Ideen die Steve Alten hatte sind unglaublich. Und auch die immer wieder auftretenden Tagebuchseiten sind äußerst hilfreich für das Textverständnis.
Auch der 2te Teil (2012- Die Rückkehr) ist ein grandioses Buch und eine gelungene Fortsetzung. Es wird zwar nachher etwas kompliziert, wenn die Zeitreisen, Zeitschleifen und Zeitparadoxen auftreten, aber Alten schafft es bis zum Ende immer wieder für Überraschungen zu sorgen und es spannend zu halten. Auch das Ende war etwas schwer verständlich aber trotzdem gut gelungen.
Des Weiteren fand ich die oft abgebildeten Bilder, usw. eine gute Ergänzung.
Das Ende des 2ten Teils ist erneut offen, was mich sehr freut, da es so wahrscheinlich einen dritten Teil geben wird.
Jedoch sollte man das Buch nicht lesen, wenn man keine Interesse an 2012 oder Zeitreisen hat.
Wahrscheinlich werden jetzt viele denken "Zeitreisen? och, ne.. jetzt gehts in Unglaubwürdige." (ok bei einem Thema wie 2012 ist das ja sowieso der Fall :)Ich will nciht zuviel verraten aber es geht im Buch nicht um von Menschen künstlich erzeugte Zeitreisen, sondern um theoretisch von Natur aus mögliche Zeitreisen.
Insgesamt finde ich das Buch einfach klasse und lesenswert.
Lukas zu »Steve Alten: 2012 - Schatten der Verdammnis«05.04.2010
Ich habe dieses Buch vor etwa einem jahr gelesen. Und als groser 2012 Fan wurde ich nicht enttäuscht.
Ganz im Gegenteil, 1a sag ich nur dazu! Für alle 2012er zum lesen gedacht!
Ich hatte davor versucht das Buch von Brian D`amtao, "2012 Das Ende aller Zeiten" zulesen, doch dieses Buch ist staubtrocken. Und für Leute die mit dem Begriffen wie z.B. "Tzolkin" nichts anfangen können überhaupt nicht geeignet.

Dieses Buch heir ist für jeden gedacht. Für einsteiger die sich in das Thema 2012 einarbeiten wollen oder einfach es nur so lesen wollen. das Buch ist von anfang bis zum Ende sehr spannend und keine Seite langweilig.
Die Tagebuchauszüge finde ich, sind die interessantesten Seiten. Und, Julius Gabriel wurde nicht erfunden. Ihn gibt es wirklich. (Einfach mal Googln)

Ich kann es kaum abwarten das neue Buch von Steve Alten in den Händen zu halten. Auch dieses werde ich sofort lesen!
geronimo zu »Steve Alten: 2012 - Schatten der Verdammnis«16.03.2010
Vorsicht, vergleichende Werbung:

2012 ist ein Erich-von-Däniken-Actionroman mit einer großen Prise Rosamunde Pilcher, garniert mit der kompletten Klischee-Ausstattung einer Pro7-TV-Eigenproduktion. Hört sich gruselig an?

Dennoch: Wer Däniken mal mit Interesse gelesen hat - und wem ein echter Held gar nicht heldenhaft genug und dessen Mädchen gar nicht treu-anbetend genug sein kann - der ist mit diesem Unterhaltungsroman ! bestens bedient.

Mein Fazit: Kunterbuntes Kopfkino für den Urlaubsstrand, jedoch nichts für die SciFi-Intelligenzia.
Miriam zu »Steve Alten: 2012 - Schatten der Verdammnis«14.03.2010
Ich finde das Buch klasse, ich habe es in meiner Schule vorgestellt, dank dieser Seite ist es mir noch leichter gefallen. Manchmal ist das Buch leicht irritierend, denn diesem Wissenschaftlichen kann ein Mädchen mit 13 Jahren (ich) leider noch nicht folgen und kann bei Gewissem ohne Lexikon, den wissenschaftlichen Seiten hier im Internet nicht weiterlesen.
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