Der Drachenschatz von Tanith Lee

Buchvorstellung

Der Drachenschatz von Tanith Lee

Originalausgabe erschienen 1971unter dem Titel „The Dragon Hoard“,deutsche Ausgabe erstmals 1988, 160 Seiten.ISBN 3794129857.Übersetzung ins Deutsche von Cornelia Krutz-Arnold.

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Ihre Meinung zu »Tanith Lee: Der Drachenschatz«

LemmyCaution zu »Tanith Lee: Der Drachenschatz«13.08.2012
Neben ihrer Arbeit für die BBC schrieb Tanith Lee einige Kinder- und Jugendbücher, die meines Wissens jedoch nie ins Deutsche übersetzt wurden, bevor sie mit ihrem Roman THE BIRTHGRAVE (dt. IM HERZEN DES VULKANS) international bekannt wurde. DER DRACHENSCHATZ gehört in diesen Bereich.
Die Geschichte spielt in einer Welt, in der die Menschen die Gabe haben, die Sprachen der Tiere zu verstehen. Vielleicht ist es aber auch so, dass die Tiere die Sprache der Menschen sprechen. Prinz Jasleth zieht in die Welt hinaus, um sein Glück zu machen. Doch einmal am Tag wird er dank eines Geburtstagsgeschenks der bösen Fee Fiesina für eine Stunde in einen Raben verwandelt. Nachdem es ihm nicht vergönnt ist, auf seiner Reise irgendwelche Prinzessinnen zu retten oder Ungeheuer zu besiegen, trifft er schließlich auf Prinz Furchtlos, der gerade damit beschäftigt ist, eine Mannschaft für die Suche nach dem legendären Drachenschatz zusammenzustellen. Jasleth gelingt es, Furchtlos davon zu überzeugen, dass der Drachenschatz nur gefunden werden kann, wenn er mit von der Partie sei. So brechen schließlich fünfig mehr oder weniger tapfere Kämpfer auf, den Schatz zu heben. Nach vielerlei Abenteuern mit einem in Stein verwandelten Inselkönigreich, Seeungeheuern, Zauberern, Nixen und sonstigen Geschöpfen erreichen sie endlich das Land, in dem sich der Drachenschatz befinden soll. Doch bevor sie ihn in ihre Hände bekommen können, müssen sie erst noch einige Aufgaben lösen, wie es sich für echte Schatzsucher gehört. Außerdem und selbstverständlich wird der Schatz von einem Drachen bewacht. Doch auch Drachen müssen manchmal zum Zahnarzt.
Das Buch richtet sich an eine junge Leserschaft. Der Stil ist kindlich-verklärend gehalten, driftet manchmal gar ins kindische ab, hat aber auch seine humorvollen Seiten. Es findet sich ein Sammelsurium an Ideen und Einfällen. Manche der Figuren sind liebevoll-skurril und mit Humor gezeichnet. Es findet sich alles, was Rang und Namen in der märchenhaften Fantasy hat. Man spürt das Potential, das in der Autorin steckt. Es ist jedoch in keinster Weise mit ihren späteren Werken zu vergleichen. Man sagt, gute Kinder- und Jugendbücher zeichnen sich dadurch aus, dass auch ein Erwachsener seine Freude daran haben kann. Nun, ich kann nicht beurteilen, ob es sich bei DER DRACHENSCHATZ um ein gutes Jugendbuch handelt. Meinen Geschmack traf es hinsichtlich der manchmal aufkommenden Skurrilität einiger Personen.
Ja, und wenn da nicht die erkältete Kröte mit ihren Senfbädern und dem wollenen Schal gewesen wäre, wer weiß, wie die Geschichte ausgegangen wäre.
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