Ab die Post! von Terry Pratchett

Buchvorstellung

Ab die Post! von Terry Pratchett

Originalausgabe erschienen 2004unter dem Titel „Going Postal“,deutsche Ausgabe erstmals 2005, 416 Seiten.ISBN 3-442-54565-X.Übersetzung ins Deutsche von Andreas Brandhorst.

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In Kürze:

Der Gauner Feucht von Lipwig wird dazu verdonnert, die heruntergekommene Post der Scheibenwelt wieder auf Vordermann zu bringen. Im alten Postamt von Ankh-Morpork ruht die Arbeit seit vielen Jahren, Berge von Briefen haben sich angesammelt. Doch Feucht bleibt keine Wahl. Und mit seinen Mitarbeitern Pumpe, Grütze und Stanley gelingt es ihm tatsächlich in kurzer Zeit, im Postamt wieder für regen Betrieb zu sorgen – sehr zum Ärger der Konkurrenz vom Großen Strang der Klacker. Dieses Unternehmen zur Übermittlung von Nachrichten mittels Klackertürmen wird von dem Betrüger Reacher Gilt angeführt, der jetzt versucht, Feucht aus dem Weg zu räumen. Doch den hat selbst der Ehrgeiz gepackt: Feucht fordert seinen Konkurrenten zu einem öffentlichen Wettstreit „;Postkutsche gegen Klacker“; auf – wer kann eine Nachricht schneller in das zweitausend Meilen entfernte Gennua bringen?

Ihre Meinung zu »Terry Pratchett: Ab die Post!«

K.-G.Beck-Ewe zu »Terry Pratchett: Ab die Post!«07.05.2007
Als Moist von Lipwig unter dem Namen Albert Spangler zum Tod durch den Strang verurteilt wird, kann er nicht wissen, dass seine Probleme jetzt erst anfangen. Der talentierte Dieb und Trickbetrüger bekommt nämlich im Stile von „Nikita“ nach seiner Hinrichtung vom Patrizier der Stadt Ankh Morpork einen Job angeboten. Unter der Aufsicht des Golems Mr. Pump, der als sein Bewährungshelfer agiert, soll er die Hauptpost der Stadt wieder in Gang bringen. Beim ersten Besuch seiner neuen Wirkungsstätte – natürlich nach einem obligatorischen Fluchtversuch – findet er neben drei sehr seltsamen Angestellten – einen Haufen unausgelieferter, von Taubenkot bedeckte Post vor. Und stellt fest, dass es für ihn notwendig wird, sich für die Geschichte der Post, für Golems und ihre Rechte und für Stecknadeln zu interessieren.

In Konkurrenz zu den Klacks-Türmen, - die so ähnlich sind, wie die Telegraphentürme in http://www.sandammeer.at/rezensionen/goettert-telegraf.htm]Professor Götterts jüngstens Roman – beginnt nun die Wiedererstehung des scheibenweltschen Postwesens, wobei die Einführung der bis dahin noch unbekannten Briefmarke ungeahnte Folgen zeitigen soll. Doch während sich Moists Arbeit immer mehr auszahlt und der bis dahin weitestgehend unerkannte Trickbetrüger zu einem wohlvertrauten Gesicht wird, dem die Menschen immer mehr Vertrauen entgegen bringen, beginnt auf der anderen Seite der Kommunikationswelt die Gegenbewegung und das neu erwachende Postamt muss sich mit immer neuen Anschlägen auf Eigentum und Personal herum schlagen.

Personal, dass aus rostig-rüstigen Rentiers, Matronen, Golem und ähnlich alltäglichen Personen besteht, während Moist mit einem goldenen Hut mit Flügeln immer mehr zum Avatar des Postwesens mutiert. Und die Liebe entdeckt – und das man mit sehr bösen Mitteln erstaunlich viel Gutes tun kann.

Dies ist neben der Parodie auf die Post an diesem Roman sicherlich auch ein entscheidendes Schwerpunktthema. Was ist Moral und was moralisches Handeln? Wie weit darf man gehen, wenn das Ziel ein Gutes ist. Und wie lange kann man vorspielen gut zu sein, bevor man sich „ansteckt“.

Große philosophische Frage – wie auch die nach dem Wert der Hoffnung – in eine überaus komplex-humoristische Sprache verpackt, wie man es von Terry Pratchett gewohnt ist. Bekannte wiederauftretende Figuren sind – aber eher als Cameos – Capt. Carrot, Sergeant Angua, die Reporter der Ankh Morpork Times und in einer tragenden – manipulierenden, drohenden – Nebenrolle, der Patrizier. Absolutes Lesevergnügen!
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