Das Erbe des Zauberers von Terry Pratchett

Buchvorstellung

Das Erbe des Zauberers von Terry Pratchett

Originalausgabe erschienen 1987unter dem Titel „Equal Rites“,deutsche Ausgabe erstmals 1989, 283 Seiten.ISBN 3-492-28502-3.Übersetzung ins Deutsche von Andreas Brandhorst.

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In Kürze:

Als der Magier Drum Billet seinen Zauberstab gemäß guter Sitte an den achten Sohn eines achten Sohnes übergeben will, macht er einen folgenschweren Fehler: Denn das Neugeborene ist ein Mädchen, und diesen ist der Zutritt zur Unsichtbaren Universität verwehrt.
Nun kann nur noch Oma Wetterwachs den Zauberern in Sachen Gleichberechtigung auf die Sprünge helfen…

Ihre Meinung zu »Terry Pratchett: Das Erbe des Zauberers«

LemmyCaution zu »Terry Pratchett: Das Erbe des Zauberers«01.03.2013
Obwohl es sich um einen weiteren Roman von der Scheibenwelt handelt, ist es doch keine Fortsetzung von "Das Licht der Phantasie". Und dies tut dem Roman durchaus gut. Einzig verbindendes Element ist die Scheibenwelt selbst mit ihren Landschaften und Städten. Die Unsichtbare Universität spielt ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle.
Auf der Scheibenwelt ist es seit undenkbaren Zeiten üblich, dass nur männliche Wesen den Beruf des Magiers ergreifen dürfen. Frauen, die sich zur Magie berufen fühlen, bleibt nur der Weg, die Laufbahn einer Hexe einzuschlagen. Deshalb ist es durchaus etwas peinlich zu nennen, als der alte Magier Drum Billet, der sein Ende kommen sieht, seinen Zauberstab dem ungeborenen achten Sohn eines achten Sohnes übergibt, damit dieser sein Nachfolger werde. Denn nach der Geburt stellt sich heraus, dass der Sohn eigentlich eine Tochter ist.
Schließlich nimmt sich die durchaus emanzipierte Dorfhexe der kleinen Eskarina an, um sie in die Künste einer richtigen Hexe einzuweisen. Doch bald stellt sie fest, dass Eskarina über größere Fähigkeiten verfügt, als sie einer normalen Hexe zu eigen sind. Sie beschließt, mit ihrem Schützling zur Unsichtbaren Universität zu reisen, um das äonenalte Privileg der männlichen Magie zu durchbrechen.
Der Humor ist nicht so dick aufgetragen wie im vorhergehenden Band "Das Licht der Phantasie", sondern angenehm zurückhaltend, wenn auch immer auf der Lauer liegend. Die Zauberer sind schon fast liebenswert in ihrer Art, den Frauen den Bereich der sogenannten Hohen Magie zu verschließen. Doch auch auf der Scheibenwelt beginnt sich die Emanzipation durchzusetzen. Wie die Hexe Wetterwachs wohl bemerkt: "Wenn Frauen so gut seien wie Männer, wären sie ein ganzes Stück besser!"
Sehr gut gelungen ist auch die Beschreibung der Unsichtbaren Universität. Man bekommt richtig Lust darauf, in ihren Gängen und Sälen zu wandeln. Schöne Szenen (z.B. ein Zweikampf zwischen der Dorfhexe und dem Oberzauberer, welcher an die entsprechende Sequenz aus Walt Disneys Zeichentrickfilm "Die Hexe und der Zauberer" oder Roger Cormans "Der Rabe" erinnert) wechseln sich ab mit langatmigen Passagen. Licht und Schatten liegen dicht beieinander.
Insgesamt gesehen schneidet der Roman jedoch besser ab als "Das Licht der Phantasie". Der große Wurf ist es aber nicht.
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