Dralle Drachen von Terry Pratchett

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Dragons at Crumbling Castle“,deutsche Ausgabe erstmals 2015, 320 Seiten.ISBN 3-492-70347-X.Übersetzung ins Deutsche von Andreas Brandhorst.

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In Kürze:

In diesen bislang unveröffentlichten Erzählungen führt Scheibenwelt-Schöpfer Terry Pratchett in turbulente Welten: Ob sich König Artus einer drallen Dracheninvasion erwehren muss, die Schildkröte Herkules zu einer Expedition in den unbekannten Garten aufbricht, sich zwei Königreiche auf einer Staubflocke bekriegen oder die Teppichvölker aus dem gleichnamigen Kultroman zu neuen Abenteuern aufbrechen – mit dem unverwechselbaren Humor Terry Pratchetts und den irrwitzigen Farbillustrationen des britischen Künstlers Mark Beech begeistert dieser Band junge und junggebliebene Leser.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Gelungene Frühwerksammlung des Scheibenwelterfinders“87

Fantasy-Rezension von Petra Meyeroltmanns

Terry Pratchett, einer der großartigsten Autoren unserer Zeit begann schon als Jugendlicher zu schreiben, dieser Band enthält die besten, bisher unveröffentlichen Storys der frühen Jahre des Autors. Man kann schon merken, dass hier ein großartiger Schriftsteller heranwächst, mit vielen Ideen und jeder Menge Humor. Die Scheibenwelt ist noch fern, jedoch kann man Pratchetts feinsinnigen Humor in jeder der Geschichten erkennen, er spielt schon hier mit Klischees, stellt sie teilweise auf den Kopf, karikiert, parodiert und sprüht vor Ideen.

Vierzehn Geschichten sind enthalten, alle mit humorvollen und gut passenden Illustrationen von Mark Beech versehen. Die Geschichten eignen sich für alle Altersklasse, Kinder werden Spaß an den Geschichten und den Illustrationen haben, aber erst Erwachsene werden die kleinen Feinheiten in vollem Umfang zu schätzen wissen. Terry Pratchett selbst hat die Geschichten dezent überarbeitet und ein Vorwort beigesteuert. Als Übersetzer fungiert der bei den Fans sehr beliebte Andreas Brandhorst. Das Lesebändchen ist für diesen schön ausgestatteten Band das Tüpfelchen auf dem I.

Welche der Geschichten mir am besten gefällt, kann ich gar nicht sagen, mehrmals dachte ich, die müsste es sein, aber dann hat mich die nächste oder übernächste genauso begeistert. Nicht alle sind sie gleich gut, aber in allen haben ich Dinge entdeckt, die mich an die späteren Werke des Autors erinnerten. Ich kann sie allesamt empfehlen:

„Dralle Drachen“ spielt mit Klischees rund um Ritter, Magie und Drachen.

„Das große Staubkorn“ spielt ebenfalls mit Klischees und zeigt, das es auch auf einem Staubkorn ganze Welten geben kann.

Bei „Jagd auf den Snorry“ zieht eine Expedition aus, den legendären Snorry zu finden.

In „Geschichten über das Teppichvolk“ trifft man das schon aus einem Roman Pratchetts bekannte Teppichvolk wieder. Die Bewohner eines Dorfes müssen ihre Heimat verlassen (weil der Teppich dort ausfranst) und sich eine neue suchen. Die Reise ist gefahrvoll.

„Herkules die Schildkröte“ ist eine sehr unternehmungslustige (und mutige) Schildkröte.

„Dok der Höhlenmensch“ erfindet eine Menge nützlicher Dinge, deren Nutzen seine Mithöhlenbewohner aber nicht recht zu schätzen wissen, ihnen geht er vor allem auf die Nerven.

In „Das große Rennen“ gehört dem Dampf die Welt – oder etwa doch nicht? Ein Wettrennen soll das klären.

In „Noch eine Geschichte über das Teppichvolk“ wird eine Expedition zum Läufer gestartet – ein spannendes und gefahrvolles Abenteuer!

„Die große Eiertanz-Meisterschaft“ verknüpft einen kuriosen Wettbewerb mit einer Romeo-und-Julia-Geschichte.

„Edwo der langweilige Ritter“ zeigt, dass auch langweilige Menschen ihr Glück finden können.

„Der Bus 59A fährt in die Vergangenheit“ enthüllt, dass wenn ein Linienbus durchs englische Moor fährt, allerhand passieren kann, auch eine Reise durch die Vergangenheit.

Auch in „Der Schreckliche Schneemann“ gibt es eine Expedition. Es geht mit recht skurrilen Teilnehmern in den Himalaya.

„Das Blackbury-Ungeheuer“, führt zur Erkenntnis, dass wenn Wünsche wahr werden, man oft erst zu spät erkennt, dass man es sich anders vorgestellt hat.

Und schließlich muss der Weihnachtsmann in „Der Weihnachtsmann arbeitet im Zoo“ einen Nebenjob finden – und das ist gar nicht so einfach.

Dieses Buch sei allen, nicht nur Terry Pratchett Fans, an Herz gelegt, die Kurzgeschichten sind humorvoll, das Lesen macht viel Spaß.

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