Leseprobe

Klonk! von Terry Pratchett

Buchvorstellung

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Thud!, deutsche Ausgabe erstmals 2006 , 416 Seiten. ISBN 3-442-46666-0. Übersetzung ins Deutsche von Andreas Brandhorst.

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In Kürze:

„;Klonk!“; ging die Keule eines Trolls auf ein Zwergenhaupt nieder – und „;Klonk!“; drosch eine Zwergenaxt auf einen Trollschädel, damals bei dem alles entscheidenden Gefecht von Koomtal, einem gottverlassenen Fleckchen Scheibenwelt. Hier hatten die Trolle die Zwerge in einen Hinterhalt gelockt. Oder die Zwerge die Trolle? Das weiß keiner mehr so genau zu sagen, schließlich ist die Schlacht schon lange her. Aber wenn Sam Mumm, Kommandant der Stadtwache von Ankh-Morpork, den Mord an einem stadtbekannten Zwerg und Aufrührer nicht schleunigst aufklärt, wird der alte Konflikt wieder aufbrechen – und zwar direkt hier vor seiner Haustür. Also geht er noch der winzigsten Spur nach, weicht den Angriffen finsterer Attentäter aus und stellt sich tapfer der Dunkelheit entgegen, während allenthalben Fanatiker die Kriegstrommeln rühren. Aber egal was sonst zu tun ist: Pünktlich um sechs Uhr jeden Abend muss er zu Hause sein, um seinem Sohn aus „;Wo ist meine Kuh?“; vorzulesen. Und zwar mit allen Bauernhof-Geräuschen. Es gibt eben Dinge, die ein Mann einfach tun muss …

Ihre Meinung zu »Terry Pratchett: Klonk!«

K.-G.Beck-Ewe zu »Terry Pratchett: Klonk!« 01.05.2007
“Klonk” ist das Geräusch, das etwa eine Keule macht, die auf einem ungeschützten Kopf auftritt, das Hämmern von Dampfhämmern in einer Mine oder auch der Name eines Brettspiels in dem - ähnlich wie beim Schach – zwei kleine Armeen, in diesem Fall Trolle und Zwerge, einander gegenüberstehen. Als eine Trollkeule in einer versteckten Mine unter Ankh Morpork mit dem genannten Geräusch den Schädel eines extremistischen Erzzwergs eindellt – und dies kurz vor der Jahresfeier zum Koom Valley-Massaker zwischen einigen Trollen und einigen Zwergen – wird die Stimmung in der Stadt überaus unangenehm und Commander Sam Vimes hat immer mehr Schwierigkeiten pünktlich um sechs Uhr abends zu Hause zu sein um seinem Sohn „Where´s my Cow“ vorzulesen. Doch auch kleinere Armeen können ihn nicht wirklich davon abhalten.

Doch dies sind nicht seine einzigen Probleme, als sich zeigt, dass Nobbie Nobbs eine neue große Liebe hat, der Patrizier ihm aufträgt eine Vampirin einzustellen und auch sonst insgesamt die Personalpolitik ihm allerlei Kopfzerbrechen bereitet. Da kommt ihm sein neuer Disorganizer – ein Gooseberry – schließlich doch gelegen und zum Glück hat er sich im Umgang mit der Presse bereits eine gewisse Souveränität angeeignet. Trotzdem merkt er deutlich, wie die Dunkelheit immer mehr Besitz von der Stadt ergreift und die Spannungen zwischen den Trollen und den Zwergen sich langsam dem Bürgerkriegslevel nähern, während er selbst sich wie eine Figur auf einem Thud-Brett vorkommt, die von vielen verschiedenen Händen gleichzeitig bewegt wird – wobei die seiner Frau Sybil noch die wohlwollenste zu sein scheint.

Viele Ereignisse aus anderen Büchern spielen in diesen Roman mit rein und so werden Anfänger beim Bereisen der Scheibenwelt zumindest erst einmal „Der fünfte Elefant“ und „Wachen, Wachen“ lesen wollen, bevor sie sich diesem neuen Roman widmen, den man sonst nicht in seiner ganzen Komplexität genießen kann. Und ein Genuss ist es, wenn der clevere, straßenerfahrene aber grundlegend ehrliche und ehrenwerte Sam Vimes und seine Mannen sich in einem machiavellischen Minenfeld trollischer, zwergischer und patrizischer Prägung bewegen und sogar Detritus gezwungen ist, politische Rücksichten zu nehmen.

Dass gleichzeitig auch noch eine Revision der Stadtwache durch einen städtischen Inspektor ansteht treibt die Sache beinahe auf die Spitze, bis ein Beinah-Bürgerkrieg die Bedeutung dieser Inspektion auf die realistische Wichtigkeitsebene reduziert.

Vielleicht zu schlau für einige Leserinnen und Leser, aber sehr intelligent gemacht, sehr witzig geschrieben und stellenweise überaus bewegend. Und wir erfahren, dass es schon überaus wichtig ist zu wissen, wo die eigene Kuh ist und dass man Hühner wirklich nicht melken sollte.
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