Dämonenhunger von Timothy Carter

Buchvorstellungund Rezension

Dämonenhunger von Timothy Carter

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Epoch“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 304 Seiten.ISBN 3-426-50332-8.Übersetzung ins Deutsche von Sabine Reinhardus.

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In Kürze:

Nein, dieses Buch enthält keine »nette Geschichte« – denn am Ende dieses Romans …?. Bis es aber so weit ist, hat der 14-jährige Vincent sich mit Dämonen, Elfen und Feen auseinanderzusetzen. An seiner Seite hat er die umtriebige Chanteuse, die ihn mit dem missmutigen Elf Grimbowl bekannt macht. Vincent wird zum Vermittler zwischen Menschen und Elfen auserkoren, was nicht nur angenehme Zeiten mit sich bringt …

Phantastik-Couch meint: „Amüsantes Dämonenhäppchen für zwischendurch“58

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Der vierzehnjährige Vincent hat es wirklich nicht sehr leicht. Sein Bruder Max ist ein eifriges Muttersöhnchen und seine Eltern gehören der äußerst seltsamen Sekte, dem Triumvirat, an und verlangen dauernd, dass Vincent eifriger gegen Kinofilme und Fitnessstudios demonstrieren, Handzettel für die gute Sachen verteilen und endlich eifriger daran glauben soll, dass das Weltende droht. Er ist allerdings von dem ganzen Quatsch nicht überzeugt. Allerdings muss er dann durch einen schlecht gelaunten miesepetrigen Elf erfahren, dass die Vernichtung der Menschheit in der Tat vor der Tür steht. Denn alle paar tausend Jahre säubern Dämonen die Erde von der aktuellen Spezies. Sprich – das Weltende droht wirklich. Ab da laufen Vincent Trolle, Feen und Zentauren über den Weg und alle sind weit brutaler, gefräßiger und hemdsärmliger als man gedacht hätte. Und natürlich trifft er eine Unmenge kleiner, runder, hungriger Dämonen, die äußerst lästig werden.

Weltende einmal anders

Vincent ist kein Held und er kann auch gar nicht das Weltende aufhalten. Vielmehr will er mit Chanteuse die Portale finden, durch die die Menschen wer-weiß-wohin verschwinden dürfen, sobald die Dämonen wie wütende Putzfrauen mit Bravour die Erde von jedem lästigen Gast befreien. Kompliment an die Aufmachung des Buches: Das Cover, die Zeichnungen der tomatenähnlichen Fledermaus-Dämonchen sind äußerst niedlich und dass die Kapitel von 30 runter gezählt werden bis zum Ende Null macht Spaß. Das Buch selbst bleibt dahinter ein wenig zurück: Dämonenhunger ist amüsant geschrieben, aber bleibt auf einem leichten, aber recht beliebigen Plätscher-Niveau. Wie Vincent sich gegen die bösartigen Elfen zur Wehr setzen muss, die seinen Geist per Käfer unterjochen und er seinen Augen nicht traut, als das Weltende, von seinen Eltern so oft beschworen, so ganz anders als gedacht und verblüffend real daher kommt ist lustig. Auch die Szene mit den Schulprojekten ist nett.

Vorhersehbarer Slapstick

Nach einer Weile ging mir jedoch das ewige Treten, Boxen und Gebeiße auf die Nerven. Klar, über Humor kann man streiten. Wer sich über Dick und Doof totlachen kann und sich den Bauch hält, wenn zum x-ten Mal Kater Tom von Jerry die Bratpfanne an den Kopf bekommt, der wird mit dem Slapstick zwischen Vincent, Dämonen, Hexen und fäusteschwingenden Feen seinen Spaß haben. Ich hoffte und vermisste den typisch britischen Humor, den Timothy Carter, der zwar in England geboren ist, aber in Kanada aufwuchs und lebt, einfach nicht hat. Eines steht fest: wer von „Dämonenhunger“ etwas in Richtung Douglas Adams erwartet, Finger weg! Carters Werk ist vielmehr ein nettes, witziges Lesesandwich für eher jüngere Leser, das schnell gelesen und verdaut ist. Aber das ist nicht das Ende der Welt …

Ihre Meinung zu »Timothy Carter: Dämonenhunger«

Ich liebe ücher zu »Timothy Carter: Dämonenhunger«07.10.2012
Die Welt geht unter. Mal wieder. Und eigentlich sollten sich die Menschen durch Portale retten. Nur...das tun sie nicht. Vincent, Sohn einer Fammilie Weltuntergangsprediger, scheint der einzige Mensch zu sein, der Ahnung hat, was vor sich geht. Und das auch nur, dank einiger seltsamer Wesen die er getroffen hat, wie Elfen und Feen.
Nun bleibt es an ihm hängen, dafür zu sorgen, dass die Menschen endlich mitkriegen, was da los ist.

Zu allererst habe ich mich ja in die kleine, knuffige Dämonenkugel auf dem Cover verliebt, die erfreulicherweise auch genau so im Buch auftaucht.
Auch zu Beginn der einzelnen Kapitel, die hier von 30 an Countdown gleich abwärts laufen, finden sich immer wieder einer oder mehrere dieser frechen Gesellen.
Aufmachung des Buches schon mal sehr gut.
Der Inhalt weiß ebenfalls zu überzeugen, obwohl man sagen muss, dass diese leichte, temporeiche Story wohl eher was für Zwischendurch ist. Mit Tiefgang kann Carter nicht überzeugen, dafür aber mit einer flotten, witzigen Weltuntergangsstory, die es so noch nicht gegeben hat. Brutale Elfen, bärenstarke Feen und gefräßige Dämonen, gepaart mit extrem religösen Eltern und einer Hexe, sind wirklich eine schwierige Angelegenheit für Vincent, den man gleich auf den ersten Seiten ins Herz schließt. Eine Weiterentwicklung der Figuren findet kaum statt, doch was soll auch passieren in gut zwei Tagen Handlungszeit? Denn genau so lange dauert es noch, bis die aktuelle Epoche endet und abertausende kugelige Dämonen die Erde überrennen, um die menschliche Rasse zu vernichten...!


Ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen, der Terry Pratchetts schrägen Humor mag und für den bei Fantasy nicht immer die Schwerter klirren müssen.


Wer Timothy Carter und seine Art zu schreiben mag, wird sicherlich auch dieses Buch mögen. Alle anderen wahrscheinlich weniger.

Nun, ich bin sein Fan und mag das Genre in dem und über das er schreibt: Engel, Dämönen, Elfen, Feen. Die Art und Weise, wie er sie alle miteinander verbindet ist eben SEIN Stil.
Murri zu »Timothy Carter: Dämonenhunger«07.07.2010
Ich muss sagen dass ich die Story und die durchgeknallten Charaktere ziemlich witzig fand, habe das Buch an einem Abend durchgelesen! Sicher, die Story hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber ich fühlte mich von Anfang bis Ende eigentlich gut unterhalten. Es ist meiner Meinung nach ein Buch, das beim Lesen gut unterhält, danach aber im Bücherregal verschwindet und in Vergessenheit gerät...
Samuel Lehnert zu »Timothy Carter: Dämonenhunger«19.01.2010
Kann mich der Rezension nur anschließen. Leichtes oberflächliches Buch, das man in ein, zwei Abenden durch hat. Es ärgert einen nicht wirklich und irgendwie ist es auch sympathisch, dennoch ist es einfach nichts Besonderes. Ich hatte anschließend das gefühl maximal eine Kurzgeschichte gelesen zu haben oder besser noch einen Aufsatz eines ambitionierten Schülers. Aufgrund des nicht völlig fehlenden Unterhaltungswerts hätte ich vielleicht 5 punkte mehr vergeben als Frau Wolf, aber insgesamt stimme ich der Rezension voll und ganz zu.
Für Leser im Alter zwischen 13-18 rechnet man 10 Punkte drauf, da hier die eigentliche Zielgruppe zu liegen scheint.
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