Dracas von Ulrike Schweikert

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010, 450 Seiten.ISBN 3-570-30656-9.

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In Kürze:

Mit Wiener Blut und Walzerklängen beginnt das vierte Jahr auf der Akademie der Vampire. Aus ganz Europa sind die Erben der Nacht gekommen, um von den Dracas die Kunst des Gedankenlesens zu erlernen. Doch noch einer ist auf dunklen Schwingen nach Wien gereist: Dracula, gestürzter Vater aller Vampire. Mit Ivys Blut will er den Untergang seiner ungehorsamen Kinder besiegeln. Um Ivy zu retten, folgen die jungen Erben Dracula bis nach Transsilvanien. Doch sind sie stark genug für das absolut Böse?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Walzer, Wien und Vampire“65

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Wir schreiben das Jahr 1880. Während Europa sich noch gemächlich wandelt, hat die Vampirsippen der großen Metropolen ihre Vergangenheit eingeholt. Durch Inzucht und gegenseitiges Misstrauen sterben die einst so mächtigen, reinrassigen Bluttrinker aus. Das gegenseitige Ressentiment muss enden, sonst ist es nur zu bald zu spät für die, die sich selbst als Krone der Schöpfung begreifen. Ein Plan wird entworfen, die Abkömmlinge der Sippen zusammen zu unterrichten. Jedes Jahr reisen die jungen Vampire zu einer der Familien, um dort, an deren Stammsitz, die besonderen Kräfte und Gaben der jeweiligen Sippe zu studieren und zu meistern.

Dieses Mal verschlägt es sie nach Wien. Doch statt zu lernen, wie man Gedanken liest und Menschen wie Vampire geistig beeinflusst, steht Tanz- und Fechtunterricht auf dem Stoffplan. So war das nicht ausgemacht, doch wie sollen sich die jungen Vampire wehren, wird ihnen die Kontaktaufnahme nach Hause doch mehr als schwer gemacht? Und dabei brauchen sie all ihre Gaben, sucht die von Walzer- und Polkaklang beherrschte Donaumetropole doch eine dunkle Macht heim, die es auf die Erben der Vampirsippen abgesehen hat. Nicht genug damit, dass die jungen Vampire ihre romantischen Adern entdecken, dass ihre Hormone ein wahres Gefühlsfeuerwerk auslösen, Dracula selbst stellt einer von ihnen ihnen nach. Ivi wird entführt, und um die Druidin und Halbvampirin zu retten bildet sich eine ungewöhnliche Allianz – der Vampirjäger Van Helsing und unsere Vampirerben machen sich auf gen Transsylvanien, um Dracula in seiner Burg heimzusuchen …

Große Gefühle, rauschende Bälle und das Blut – der Schwerpunkt verschiebt sich

Der bislang umfangreichste der Nosferatu-Romane liegt hinter mir. Man merkt dem Werk wie auch der Autorin an, dass sie anlässlich eines längeren Aufenthalts in der österreichischen Hauptstadt von dem Flair der Metropole vereinnahmt wurde. Wie schon in ihrem bei Egmont-Lyx erschienen, ebenfalls in Wien angesiedelten Vampirroman „Das dunkle Herz der Nacht“ nutzt sie den Platz, um dem Leser die Stadt, ihre Bauwerke und Geschichte sowie einige der zeitgenössischen Personen vorzustellen. So drehen sich unsere Blutsauger zu den Walzerklängen Johann Strauss´ besuchen wir Opernaufführungen und Bälle. Das wirkt insbesondere in seiner Massierung im ersten Drittel des Buches so manches Mal ein wenig überfrachtet, die eigentliche Handlung tritt hier lange Zeit zu sehr in den Hintergrund. Dazu kommt, dass es gerade in der ersten Hälfte des Buches viel um emotionale Verwerfnisse und Hinwendungen geht. Immer deutlicher wird, dass sich unsere Kinder zu Erwachsenen entwickeln, dass aus Freunden Liebhaber werden.

Dass diese Entwicklung, wie bei den Menschen auch, mit viel Unsicherheit behaftet ist, dass hier viel ausprobiert wird, ist nachvollziehbar. Immer wieder kommt den Vampiren ihre gattungsspezifischen Besonderheiten ins Gehege. Wenn Blut ins Spiel kommt, setzt die Ratio aus, der Instinkt und die Gier übernimmt das Heft des Handelns. Das ist in sich überzeugend ausgeführt, wirkt aber gerade, weil wir diverse derartige Romeos und Julias haben, so manches Mal ein wenig zu dominierend.

Erst als der Ahnvater aller Vampire sich ins Geschehen einschaltet, schwenkt der Plot wieder auf die Überholspur ein. Auch wen Draculea, wie er in Transsylvanien genannt wird, auf Brautschau aus ist, nimmt das Tempo und mit diesem die Faszination deutlich zu. Es kommt zu Eifersüchteleien mit dem osteuropäischen siebten Clan der Vampire, man vermeint förmlich das Feuer einer Revolution gegen den allmächtigen Vorfahr zu riechen, während unsere Freunde Ivi nicht im Stich lassen wollen. In der denkwürdigen Allianz, die sich aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz bildet, ziehen unsere jungen Vampire in einen packenden Kampf und dies noch dazu aus ehrbaren Motiven. So ist es klar, wo unsere Sympathien liegen, tauchen wir tief ein in die tiefen Täler Rumäniens. Hier präsentiert uns die Autorin viel Lokalkolorit, man merkt dem Text an, dass sie die Gegend bereist und Land und Leute kennengelernt hat.

Insgesamt ein Roman, der einen deutlichen Schwerpunkt auf die emotionalen Beziehungen der Protagonisten aufweist, der sich viel mit Orten, Bauten und Kleidung des ausgehenden 19. Jahrhunderts beschäftigt und erst im zweiten Teil die von der Serie sonst gewohnte Spannung bietet.

Ihre Meinung zu »Ulrike Schweikert: Dracas«

Alisa de Vamalia zu »Ulrike Schweikert: Dracas«26.02.2012
ALISA+LEO sooo süß! der band dracas ist der beste band der ganzen reihe! nicht einmal vyrad kommt an den ran, und der ist wirklich gelungen! mich kribbelts immernoch wenn ich an dieses buch denke (obwohl ich es schon länger gelesen hatte! xDD)
endlich kam ein wenig mehr romantik ins spiel! ich konnte garnicht mehr aufhören, so sehr war ich gefesselt von der ganzen spannung! jetzt hab ich sogar lust bekommen, an einem walzerkurs teilzunehemn... (aber ich darf net =((, zu ''jung''...stimmt doch gar nicht *grummel*)
es ist ein wahres MUSS, falls man ein vampirfanatiker ist (wie ich, muhahaha), spannung & romantik liebt und an geschichtlichem interessiert ist!
dieser band ist nicht zu übertreffen ( kein wunder, ist ja auch mein absolutes lieblingsbuch... xP) und sehr zu weiterempfehlen...
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