Die Zeitdiebe von Val Tyler

Buchvorstellungund Rezension

Die Zeitdiebe von Val Tyler

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „The Time Wreccas“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 432 Seiten.ISBN 381579269X.

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In Kürze:

Ein verhängnisvoller Diebstahl! Zeitvater Tim ist entsetzt. Jemand ist in seine geheime Werkstatt eingedrungen und hat den Tick, das Herzstück des neuen Zeitmessers, gestohlen! Wenn der Chronometer nicht in der ersten Sekunde des neuen Jahres zu schlagen beginnt, wird die Zeit für immer und ewig stillstehen.Alles deutet darauf hin, dass die fiesen, hinterhältigen Wrackas den Tick in ihr finsteres Reich unter der Erde verschleppt haben. Jetzt gibt es für die Zeithüter nur noch ein Ziel: den Tick rechtzeitig wiederzubeschaffen. Doch wer kann sich unbemerkt in das gefahrenvolle, Tunnellabyrinth der Wrackas begeben? Da finden die Hüter in dem Wracka-Mädchen Snot eine unerwartete Hilfe – und ein rasanter Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein unterhaltsames Lese- und Vorlesebuch“70

Fantasy-Rezension von Peter Kümmel

Mitten unter den Menschen leben die Zeithüter. Die kleinen Wesen, die für die Menschen unsichtbar sind, haben geheime Wohnungen und in geringem Maß auch etwas Zauberkraft. Zeitvater Tim z.B. betritt seine Werkstatt durch einen Baum im Park von Greenwich. Er ist dafür verantwortlich, dass die Zeit weiterläuft. Nach tausend Jahren hat der alte Zeitmesser seine Schuldigkeit getan. Nun hat Tim sein Werk vollendet und ein Meisterwerk geschaffen, das die nächsten tausend Jahre dafür sorgt, dass die Zeit nicht stehen bleibt. Das Herzstück des Zeitmessers ist der Tick, ein filigranes Wunderwerk, das ihm all sein Können abverlangt hat.

Unter der Erde lebt ein weiteres für die Menschen unsichtbares Völkchen. Die Wrackas – nichtsnutzige Kerle in verdreckten Lumpen, die sich von dem ernähren, was sie im Müll der Menschen finden. Und diese gemeinen Kerle haben es doch tatsächlich darauf abgesehen, den Tick zu stehlen, um den Zeithütern eins auszuwischen. Dabei ahnen sie gar nicht, was sie damit anrichten – dass die Zeit für alle und für immer stillstehen wird, wenn der Tick nicht pünktlich seine Tätigkeit aufnehmen kann. Denn Intelligenz zählt nicht gerade zu ihren Stärken.

Dennoch gelingt es ihnen mit einer List, den Tick an sich zu bringen. Das Mädchen Snot wird dazu auserkoren, das geheime Versteck in Erfahrung zu bringen. Sie wird gewaschen, in schöne Kleider gesteckt und in die Drüberwelt geschickt, um sich als Sofie an Zeitvater Tims Enkel Tid ranzumachen. Natürlich verplappert sich Tid und die Wrackas können den Tick stehlen.

Zeitvater Tim nimmt alle Schuld auf sich und legt sein Amt nieder. Nun ist guter Rat teuer. Wie kann der Tick rechtzeitig wieder beschafft werden? Tid versucht alles, um seinen Fehler wieder gut zu machen und erhält unerwartete Hilfe von Snot alias Sofie, der es über der Erde eigentlich viel besser gefällt als drunter.

Schwarz gegen Weiß nach Schema F

„Die Zeitdiebe“ ist ein wunderschönes Lese- und Vorlesebuch für Kinder ab 8 Jahren, an dem durchaus auch Erwachsene ihre Freude haben können.

Die Geschichte ist dabei natürlich nach altbekanntem Schema – dem immerwährenden Kampf Gut gegen Böse – aufgebaut. Auf der Seite der „Guten“ stehen die Zeithüter, die „Bösen“ sind die Wrackas. Zeitvater Tim, der große alte Mann, muß einsehen, dass sein Enkel der großen Verantwortung noch nicht ganz gewachsen war. Tid hat seinen Fehler erkannt und eingestanden. Er hat es nicht verstanden, welch große Verantwortung damit verbunden ist, ein Geheimnis zu bewahren. Und nun muß er im Prozeß des Erwachsenwerdens zeigen, dass er lernfähig ist.

Etwas zu schematisch verläuft die ganze Story jedoch. Schwarz gegen Weiß mit einem Ausreißer auf jeder Seite. Snot, das Wrackamädchen, das glücklich ist, endlich aus dem Dreck rauszukommen und sieht, wie schön das Leben auf der anderen Seite sein kann. Und Shelton, bisher immer ein Außenseiter, der endlich mal zeigen will, was in ihm steckt. Vielleicht gelingt es ihm, in der Drunterwelt endlich geachtet zu werden.

Das Thema „Zeit“ ist seit jeher sehr beliebt bei Kinderbüchern, denken wir an „Momo“ als Paradebeispiel. Warum gerade die Zeit? Weil sie uns alle betrifft, weil sie wie etwas alltägliches mit unserem Leben verbunden ist und weil wir sie eigentlich nicht erklären können? Mit Erklärungen zum Thema gibt sich auch Val Tyler nicht ab. Warum muß ein neuer Zeitmesser gebaut werden? Welche andere Funktion haben die Zeithüter? Was passiert, wenn die Zeit stehen bleibt? Dies alles scheint für die Handlung nicht relevant.

So reduziert sich das Buch im Prinzip auf ein gut gemachtes und originelles Kinderbuch um Freundschaft und Vertrauen, dessen Story sich allerdings auch in jedem beliebigen anderen Mikrokosmos genauso abspielen könnte.

Ihre Meinung zu »Val Tyler: Die Zeitdiebe«

Tiffur zu »Val Tyler: Die Zeitdiebe«12.05.2010
Ich fand dieses Buch faszienierend und auch spannend, genauso wie der zweite Teil. Ich empfele allen die Fantasie und spannung mögen dieses Buch zu lesen. Am Anfang denkt man erst, das hat doch überhaupt nichts mit Zeitzonen zu tun, doch wenn man weiter liest merkt man, dass es sehr wohl etwas damit zu tun hat. Ich wünsche allen die dieses Buch lesen viel Spaß!!!!
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