W. J. Stuart

„;W. J. Stuart” ist nur eines von mehreren Pseudonymen des Schriftstellers und Drehbuchautoren Philip MacDonald. Dieser wurde 1899 in eine Familie berühmter Literaten geboren. Vater Ronald war Schriftsteller und Theaterstückverfasser, Großvater der berühmte schottische Dichter und Autor George MacDonald (1824-1905). Bis er selbst zur Feder griff, folgte Philip treulich den Konventionen seiner Zeit. Nach seiner Schulzeit ging er zum Militär und wurde Kavallerist. Als solcher erlebte er den I. Weltkrieg auf den Schlachtfeldern des fernen Mesopotamien. Ins Zivilleben zurückgekehrt begann er zu schreiben.

Die ersten Werke waren Thriller im Stile eines John Buchan. Dann entdeckte MacDonald den klassischen Puzzle-Krimi als “;sein„; Genre. 1924 schuf er in “;The Rasp„; die Figur des Geheimdienstmanns und Gentleman-Ermittlers Colonel Anthony Ruthven Gethryn, der noch in vielen weiteren Romanen die Hauptfigur wurde. MacDonald war als Schriftsteller so erfolgreich, dass er 1931 als Drehbuchautor nach Hollywood gehen konnte. In den nächsten beiden Jahren entstand als “;Nebenprodukt„; seiner Filmarbeit der Hauptteil seiner Werke, die indes oft unter dem Schreibtempo ihres Verfassers litten.

Mit dem II. Weltkrieg endete MacDonalds schriftstellerische Karriere bzw. verlagerte sich gänzlich auf die Filmarbeit. Mehr als 40 Kino- und TV-Filme schrieb er, darunter viele Routinestreifen der “;Mr. Moto„;- und “;Charlie Chan„;-Serien. Er lieferte aber auch die Story zum John-Ford-Klassiker “;The Lost Patrol„; (1934) und arbeitete am Drehbuch zu Alfred Hitchcocks Meisterwerk “;Rebecca„; (1940) mit. Ende der 1950er Jahre gab MacDonald das Schreiben auf. Mit seinen Kurzgeschichten war er zuletzt sehr erfolgreich gewesen: 1953 und 1956 zeichneten ihn die “;Mystery Writers of America„; mit einem “;Edgar Allan Poe Award„; aus. Mit seinem Buch zum Film “;Forbidden Planet„; (dt. “;Alarm im Weltall„;) gelang ihm ein erfolgreicher SF-Roman. Sein letztes Werk wurde 1959 “;The List of Adrian Messenger„; (dt. “;Die Totenliste";), gleichzeitig der Abschied für Major Gethryn. Philip MacDonald starb 1981.

[Anmerkung: An dieser Stelle findet nur MacDonalds einziger wichtiger Beitrag zum SF-Genre Erwähnung. Eine vollständige Bibliografie seiner Werke ist auf der „;krimi-couch“; sicherlich besser aufgehoben.]

Phantastische Literatur von W. J. Stuart: