Wédora - Schatten und Tod von Heitz, Markus

Buchvorstellungund Rezension

Wédora - Schatten und Tod von Heitz, Markus

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „Wédora - Schatten und Tod“,deutsche Ausgabe erstmals 2017, 656 Seiten.ISBN 3-426-65436-9.

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In Kürze

In der schwer befestigten Wüstenstadt WédMra warten gefährliche Herausforderungen auf die Freunde Liothan und Tomeija, die es auf magische Weise in die gewaltige Metropole verschlagen hat. Als Tomeija vom geheimnisumwitterten Herrscher der Stadt zur obersten Gesetzeshüterin berufen wird, kann sie nicht ahnen, dass sie bald nicht nur gegen Verbrecher und ­mörderische Intrigen vorgehen muss, sondern auch gegen ihren Freund aus Kindheitstagen – denn Liothan macht sich unterdessen in WédMras Unterwelt einen Namen. Doch damit nicht genug: Zwei benachbarte Reiche rüsten zum Krieg, und die neutrale Handelsstadt droht, darin verwickelt zu werden. Liothan und Tomeija werden plötzlich zu den entscheidenden Figuren in einem mörderischen Konflikt, der WédMras Ende bedeuten könnte.

Das meint Phantastik-Couch.de: Willkommen zurück in der Wüstenmetropole73

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Einst lebten sie beide in Walfor. Ein missratener Zauber versetzte die Gesetzeshüterin Tomeija und den Dieb Liothan in die Wüstenstadt Wédora, die sie in „Wédora Staub und Blut“ zunächst getrennt, später zusammen vor der Vernichtung bewahrten. Als Belohnung erhielten sie nicht nur ihre Freiheit und das Aufenthaltsrecht in der Wüstenstadt, ihnen wurde auch ein Anwesen im Villenviertel übereignet. Arbeiten müssten sie also nicht mehr, doch die Langeweile macht sich nur zu schnell bemerkbar.

Liothan sollte eigentlich seine magischen Gaben schulen, Zaubersprüche lernen und sich Wissen aus Büchern aneignen – allein, der einzige Spruch, den er sich wirklich hat merken können, war der, der ein jedes Schloss öffnet. Sehr geschickt für einen Dieb, für einen Magier aber zunächst weniger von Nutzen. Da kommt es geschickt, dass er sich an den geheimen Schacht in ihrem Anwesen erinnert. Bei der Untersuchung desselben stößt er nicht nur auf die wundersame Quelle der Oase, sondern auch auf tief im Felsen gefangen gehaltene Wesen. Dass diese die Vernichtung Wédoras planen, zwingt ihn dazu, einzugreifen. Er gibt vor, die Diebesbanden der Stadt unter seine Herrschaft bringen zu wollen, um so das Ziel der Wesen auf seine unblutigere Art zu erreichen. Nur so kann er vorerst Schlimmeres verhindern. Außerdem ist die Langeweile, die ihn geplagt hat, wie weggezaubert, bewegt er sich doch endlich wieder in Kreisen, die ihm wirklich liegen. Zumal er eine bezaubernde Frau kennenlernt, die mit einer der Diebesbanden verbunden ist …

Währenddessen wird Tomeija dazu auserwählt im Geheimen gegen eben jene Diebesbanden Wédoras als Gesetzeshüterin und Agentin des Herrschers vorzugehen. Bei der Untersuchung eines Mordes in der Kaserne der Flieger kommt sie dabei einem schwunghaften Handel mit heiligen Artefakten des Wüstenvolks auf die Spur. Doch dabei bleibt es nicht. Ihre ungewöhnlichen Zuträger und Agenten entdecken, dass Wédora erneut angegriffen werden soll – benachbarte Reiche wollen sich die reiche Handelsstadt einverleiben. Im Kampf gegen die Bedrohung werden gar ungewöhnliche Allianzen geschmiedet – und auch Tomeija und Liothan finden sich Seite an Seite wieder …

Stereotype Figuren mischen sich mit einer faszinierenden Kulisse und ganz eigenen Einfällen

Zum zweiten und vorläufig letzten Mal entführt uns der Zwerge- und Albae-Autor Markus Heitz in die Wüstenmetropole Wédora. Wie wir dies von ihm kennen, erwartet uns neben der bereits bekannten faszinierenden Bühne im ewigen Meer des Sandes eine ganze Anzahl relativ stereotyper Figuren, aber auch interessante Eigenkreationen.

Als weiterer, eigentlich unnötiger Handlungsstrang beobachten wir, wie sich in Walfor eine lebensvernichtende und von dunkler Magie durchtränkte Sandwüste ausbreitet, die von den dort lebenden Magiern kaum bekämpft werden kann.

Heitz besinnt sich im Wesentlichen auf seine Stärken. Auch wenn die Figuren recht eindeutig und bekannt ausfallen, folgt man als Leser dem Autor gerne in die spannend und flüssig aufgezogene Handlung.

Dabei sind die Kämpfe – sowohl Aug in Aug wie auch der Angriff auf die Stadt selbst – Kulminationspunkte. Hier, besonders in den phantastischen Kampfmaschinen die zum Einsatz kommen, in den Kavernen, Stollen und Gängen, spielt Heitz seine Stärken aus. Rasant, voller unerwarteter Verwicklungen und gespickt mit Geheimnissen, nimmt er uns an die Hand und lässt uns den Alltag vergessen.

Natürlich spielt er auch gerne und ausgiebig mit der Erwartungshaltung seiner Leser – der spitzohrige, eitle aber sympathische Dieb ist immer für ein Schmunzeln gut, die aufrechte, fast ein wenig knochentrockene, selbstgerechte Gesetzeshüterin erweist sich als echte Spürnase, die Anführer(innen) der Diebesbanden sind nicht nur Hingucker, sondern auch interessante, emanzipierte Frauen.

Fazit:

Das alles fügt sich zu einem Ganzen, das stilistisch zwar recht einfach gehalten, den Leser aber durchaus gut zu unterhalten weiß.

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