Hölle von Will Elliott

Buchvorstellungund Rezension

Hölle von Will Elliott

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „The Pilo Family Circus“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 387 Seiten.ISBN 3-492-70159-0.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Als Jamie eines Nachts einen Clown überfährt, der urplötzlich vor seiner Motorhaube auftaucht, ist ab sofort nichts mehr, wie es war. Jamie erhält unheimliche Drohungen, und eine Horde mordgieriger Geschöpfe in Clownskostümen macht Jagd auf ihn. Die Clowns entführen Jamie in den Pilo-Zirkus, eine bizarre, jenseitige Welt, beherrscht von unheimlichen Akrobaten, Zwergen, Freaks und Wahrsagern. Ein geheimnisvolles Pulver erfüllt jeden Wunsch, und auch Jamie verfällt ihm. Doch wer es einnimmt, wird zum eiskalten Killer. Wenn Jamie dieser Hölle entkommen will, muss er nicht nur den Zirkus zerstören, sondern auch seinen größten Feind besiegen – die eigene dunkle Seite …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Willkommen im Zirkus des Grauens“84

Horror-Rezension von Verena Wolf

Hand aufs Herz, wer mag wirklich Clowns? Ihre groteske, surreale Art ist unheimlich und das Gegenteil von lustig. Will Elliott beweist genau das überzeugend in seinem Debüt „;Hölle“. Den Namen des Romans, der im Original weit bescheidener „;The Pilo Family Circus“ heißt, sollte man sich merken. Elliott hat in seiner Heimat Australien dafür den anerkannten ABC Fiction Award und noch einige Preise mehr eingeheimst und gleichzeitig einen aufrechten, waschechten Horror-Roman geschaffen.

Slapstick und Brutalität

Eines Nachts auf dem Rückweg von seinem Studentenjob überfährt Jamie beinahe einen Clown, der plötzlich mitten auf der Straße auftaucht. Am nächsten Abend sieht Jamie gleich drei der absurden Gestalten, einer von ihnen lässt einen kleinen Beutel mit Kristallen fallen, den Jamie mitnimmt. Damit beginnt das Unglück. Die Clowns verfolgen ihn, verwüsten seine WG und geben ihm zwei Tage „;um sie zum Lachen zu bringen“. Sonst bringen sie ihn um! Das sitzt. Als Jamie die Prüfung der Clowns besteht, verschleppen sie ihn prompt in den Pilo Circus, der jenseits unserer Welt gastiert, in direkter Nachbarschaft zur Hölle. Dort soll Jamie zu einem der ihren werden, aber das ist alles andere als harmlos.

Dass Clowns schrecklich sein können weiß man spätestens seit dem „;Joker“ des Batman-Universums und Stephen Kings Pennywise aus „;Es“. Aber Jamie bekommt es gleich mit einer ganzen Truppe furchterregender Clowns zu tun. Gonko ist der Anführer der Clownbande, sadistisch und verschlagen. Goshy der Clown ist vollkommen wahnsinnig und verliebt in einen Farn. Seine einzige Gefühlsregung ist ein ohrenbetäubendes Pfeifen wie das eines Teekessels. Sein sehr um ihn besorgter, ewig quengelnder Bruder Dopy ist jung, unberechenbar, aber nicht weniger gefährlich und der alte Clown Winston verfolgt undurchschaubar seine ganz eigenen Pläne. Sie alle sind vor allem eins: mörderische Psychopathen. Und Jamie wird der schlimmste von ihnen.

Der Kampf gegen sich selbst

Im Zirkus, der nicht von dieser Welt ist, herrscht das Gesetz des Stärkeren. Mord und Totschlag, Gewalt und Verrat sind allgegenwärtig. Ziel ist es mit jeder skurrilen Show den Zuschauern, die durch geheime Tore hierher gelockt werden, ihre Seele zu nehmen. Die Vorführungen sind furchterregend, der Alltag erschreckend. Die Zirkusratten, Zigeuner, die ihr klägliches Dasein im Dienst der Künstler fristen, werden als Zeitvertreib bestialisch ermordet, die Akrobaten und die Clowns führen Vendetta-ähnliche Kriege, die beiden Zirkusdirektoren George und Kurt planen täglich Anschläge aufeinander, jeder ist sich selbst der Nächste.

Jamie wird schnell Teil des Ganzen. Denn sobald er die Schminke der Hölle aufträgt, verwandelt sich der freundliche, recht introvertierte Student in den Clown JJ, der mit seiner weinerlichen, tief greifend bösen Art seine Kollegen glatt in den Schatten stellt. Er möchte morden und er möchte, dass Jamie stirbt! Besonders die zweite Hälfte des Buches besteht aus dem Kampf von Jamie gegen sein böses Ich. Jamie muss nicht nur damit leben, was seine sadistische Seite JJ plant und tut, sobald er die Oberhand hat, er muss irgendwie einen Weg finden, JJ zu besiegen, wenn er jemals den Zirkus verlassen will.

Schwarzer Humor und Kurioses ist eingeflochten

Trotz der gewalttätigen und düsteren Grundstimmung, Elliotts Werk hat humoristische Züge. Der Zauberer darf nur den Kaninchen-Trick aufführen und explodiert deswegen wörtlich, die Wahrsagerin spioniert allen mit ihrer Kristallkugel nach, der Direktor Kurt hat einen Religions-Tick und freut sich daher über das Geburtstagsgeschenk „;verschleppter Priester“, der Weg in die Realität führt durch Dixi-Klos und ein Clown will einen Farn ehelichen: Die groteske Welt des Zirkus ist voller irrsinniger Ideen. Es ist ein schmaler Grad des Makabren, auf dem Elliott wandelt und den er immer wieder absichtlich Richtung blanken Horror durchbricht. Das Lachen bleibt einem im Hals stecken.

Das Buch mag man nicht, es ist das Gegenteil von „;liebenswürdig“, es stößt sogar ab, trotzdem hat es eine unterschwellig humoreske Note und man liest weiter, fasziniert und neugierig, was für kranke Ideen die Protagonisten als nächstes ausbrüten. Der Zirkus gehorcht seinen eigenen düsteren Gesetzen und so absurd es zuerst wirkt, darin ist das Buch stringent und die Handlung logisch.

Die Welt wird nur bruchstückhaft erklärt. Man wüsste gern mehr über die Vergangenheit des Zirkus, und wie er entstand, mehr über die Wesen hinter den Zirkusdirektoren. Aber kaum ein Horror-Autor macht sich die Mühe wie versierte SF-Autoren, die Welt und Situation logisch herzuleiten. Hauptsache der Effekt stimmt. Das ist bei „;Hölle“ nicht anders. Der Leser muss sich mit dünnen Informationen zufrieden geben.

Gut gelöst ist das Ende, die Leere der Amnesie, mit der Jamie sich in seiner Wirklichkeit wiederfindet, in der die Traumata als unscharfe Alpträume wiederkommen, die er nicht fähig ist einzuordnen oder nur zu greifen, erscheint schlimmer als der gesamte Zirkus. Gut die Kurve gekriegt.

Ihre Meinung zu »Will Elliott: Hölle«

Phantasia zu »Will Elliott: Hölle«30.10.2014
Zuallererst: Was an dem Buch lustig sein soll, weiß der Autor allein. Ich konnte über nichts darin lachen. Im Gegenteil, ich fand den Roman im Gesamten sehr düster und bizarr.
Aber der Reihe nach. Zunächst einmal braucht die Geschichte eine ganze Weile, bevor sie richtig anläuft. Sie erscheint konfus und unorganisiert, die Charaktere verwaschen. Auch an den nüchternen, etwas oberflächlichen Schreibstil muss man sich erst gewöhnen. Anfangs ist die Versuchung groß, das Buch beiseitezulegen. Es scheint, dass der Autor zu viele Fakten auf einmal zeigen will, zu schnell den Anfang des Romans abfertigen will, um den Handlungsschauplatz so schnell wie möglich in den Pilo-Zirkus zu verlegen.
Ab Jamies "Ankunft" im Zirkus wird der Schreibstil ruhiger, die Geschichte entwickelt sich und der Autor schafft es, Spannung aufzubauen und den Leser mehr an die Handlung zu binden.
Zur Geschichte selbst: Ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten und was ich dazu sagen soll. Áuf jeden Fall kann sich die Story an Einfallsreichtum durchaus mit einem Koontz oder King messen, allerdings bleibt immer ein Rest Verworrenheit anhaften; das Geschäft mit den "Schafen", den ahnungslosen Zirkusbesuchern aus der realen Welt, erscheint ein bisschen ZU einfallsreich. Auch das Wesen, die Herkunft des Zirkus wird nicht ganz geklärt, aber auch zu wenig, um ein wirkungsvolles Fantasiespiel zu erzeugen. Was auf jeden Fall überdeutlich herausgestellt wird, ist die beklemmende, von Rivalität, Misstrauen, Unterdrückung und Gewalt geprägte Zirkuswelt. Ein Menschenleben hat im Pilo-Zirkus keinen Wert, bestenfalls einen nominellen.
Mehr Beachtung hätten manche Details bekommen können, z.B. die besonderen Kräfte von Goshy, dem Clown. So aber kann man zumindest sagen, dass der Autor kein Wort zu viel geschrieben hat, der Roman zog sich weder unnötig in die Länge, noch wurde der Leser mit zu vielen Informationen übersättigt.
Das fulminante Ende zieht einen auf jeden Fall in den Bann, auch wenn der Epilog dann wieder ein bisschen ausführlicher hätte sein können.
Insgesamt kann ich nur sagen, dass einen der Roman wie vom Donner gerührt, aber auch verwirrt zurücklässt. Man sitzt nach dem Zuklappen erst einmal da und denkt nach und schüttelt die verderbte Atmosphäre aus herausgebrochenen Zähnen, verrückten Schmerzjunkies und Sex mit Farnpflanzen ab. "Hölle" ist ein Roman, den ich eher Menschen mit einem speziellen Geschmack empfehlen würde und nicht unbedingt als ein Muss im Bestand einer Buchhandlung einstufe. Nichtsdestotrotz ist er definitiv ein Leseerlebnis.
HamburgBuam zu »Will Elliott: Hölle«15.06.2011
Also, ich fand es klasse. Nach Kings "Es" Machwerk dachte ich eigentlich, ich würde beim Anblick von Clowns nur noch lauthals lachen. Aber Will Elliot hat da schon wesentlich unheimlichere Gestalten erschaffen. Grotesk und humorvoll, mit ordentlich Spannung. Eine Mischung aus Fantasy und Horror, die es in sich hat. Die Protagonisten sind einfach nur herrlich skurril und liebenswert, selbst wenn sie als Bösewichter angelegt sind. Das legt offen, welch ein Talent Elliot hat. Zwar hatte das Buch erzählerische Längen, Perfekt war es nicht. Aber unterhaltsamer Trash im Positiven Sinne - Absolut.
Janko zu »Will Elliott: Hölle«15.06.2011
Ich kann mich den meisten meiner Vorredner/-schreiber leider in keinster Weise anschließen. Für mich persönlich ist dieses Buch mit der größte Humbug, den ich je gelesen und welchen ich nach etwas über 200 Seiten total entnervt abgebrochen habe. Ein Buch abzubrechen ist für mich eigentlich Frevel und ich mache das überhaupt nicht gerne. "Hölle“ ist das dritte abgebrochene Buch in den letzten fünf Jahren!!! Für Kinder und/oder Jugendliche mag Will Elliott's Debut Roman vielleicht als durchaus spannend oder gar innovativ gelten, für mich als Mid-ager ist das allerdings nicht mehr als gequirlte K..ke für 16,95 Euro!
Obwohl ich gerade auf das Groteske oder das Unwirkliche stehe, hat mich dieses Buch derart kalt gelassen, dass es mich gar jetzt noch fröstelt. Da dieses Buch allerdings den ABC-Fiction-Award in Australien gewonnen hat, muss ja irgendetwas dran sein, was ich allerdings beim besten Willen nicht entdecken konnte. Eher schon Langeweile pur. Na ja, vielleicht hatte die Jury ja auch einen Clown zum Frühstück verspeist!?! Protagonisten wie „Fishboy“, mit Schuppen und Kiemen ausgestattet oder ein Clown, der immer wenn er aufgeregt ist, wie ein Teekessel pfeift (übersetzt): „Hmmmmm. Hmmmmm.“…, wenn’s dabei wenigstens lustig wär’…! Für mich persönlich alles nicht so ganz nachvollziehbar. Meine Wertung: 25°
1 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
bakara zu »Will Elliott: Hölle«26.05.2010
Um eins klar zu stellen, der Buch war viel besser als ich es mir eigentlich vorgestellt habe. Nun ja eigentlich habe ich bei Stephen King so große Erwartungen. Und dann BAM gelang HÖLLE in meine Händen. Und von da an wusste ich es: Liebe auf den Ersten Blick :-)

Ich hatte es gleich an dem Tag fertig gelesen. Zugegeben meine Mutter hielt mich für Verrückt, als ich immer wieder anfing ein Lachanfall durch ein Buch zu kriegen.

Kann ich bloß empfehlen!
Buboter zu »Will Elliott: Hölle«10.04.2010
Was kann ich über „Hölle“ sagen? Es ist anders; vor allem anders, als ich es erwartet habe.

Erwartet hatte ich unheimliche Clowns, die Menschen umbringen und eine Hauptperson, die das zu verhindern versucht. Bekommen habe ich einen der skurrilsten Romane, die ich bisher gelesen habe.

Charaktere, Ereignisse und Umgebung sind außergewöhnlich. Ich wurde wunderbar unterhalten und konnte mich über manche Geschehnisse, wie z. B. Goshy’s „Hochzeitsnacht“ köstlich amüsieren. Außerdem war es immer wieder faszinierend, was diese Clowns so aus ihren Hosentaschen zauberten.

Wer über ungewöhnliche, groteske Dinge lachen kann ist mir diesem Buch gut beraten. Wer allerdings ein Buch erwartet, das zum Kissen- bzw. Buchrückenkraller wird und einem Schweißausbrüche beschert sollte lieber die Finger davon lassen, denn etwas Spannung war so ziemlich das einzige, was ich beim Lesen vermisst habe. 85 °
Alexi1000 zu »Will Elliott: Hölle«10.07.2009
Ein total abgedrehtes Buch! Wer auf nicht alltägliches steht, der wird hier vollauf bedient!

Am Anfang geht es noch etwas zahm zur Sache, aber sobald die Clowns auftauchen, gerät Jamies Leben zusehends aus der Bahn.

Seinen Abstieg in die "Hölle" des Zirkus hat mir sehr viel Spaß bereitet, Will Elliott schafft herrlich obskure Charaktere mit ganz absonderlichen Angewohnheiten.

Fazit: für Leser, die sich nicht scheuen mal etwas "Abseitiges" zu lesen. Mir hats gefallen, gute 85°.
jules zu »Will Elliott: Hölle«08.07.2009
Ich muss gestehen, ich hatte das Buch mit dem eher nichtsagenden deutschen Titel schon eine Weile im Schrank stehen, bevor ich die ersten Seiten las. Und nach dem Auftauchen der Clowns war ich auch eher auf Horror-Standardkost eingestellt. Das änderte sich allerdings, als der Protagonist Jamie Mitglied der Clowntruppe wurde und surreale Welt des Circus Pilo betrat. Das Buch hatte ich innerhalb weniger Tage durch.

Die Welt ist faszinierend und fremdartig, sie gehorcht ihrer eigenen Logik. Dennoch findet man immer wieder scheinbar Vertrautes - wenn man selbst davon träumt, einfach mit dem Circus mitzuziehen und das geregelte Leben hinter sich zu lassen. Nur das hier der Bogen ständig bis ins absurde überspannt wird und das Buch vor Einfällen sprüht. Der glasfressende Yeti, der Paranoide Magier, der monströse Circusdirektor - um nur einige zu nennen.

Als perfekt kann ich das Buch nicht beschreiben, denn wenn man einmal in die Circuswelt eintaucht - so viel es dort auch zu bestaunen gibt - handelt das Buch größtenteils von den Rivalitäten unter den Artisten, von extrem brutal bis lustig. Auch das Wechselspiel zwischen Jamie und JJ, dem Clown hätte nach meinem Geschmack psychologischer sein können, im Sinne von "die dunkle Seite von Jamie". Mir kam es aber eher so vor als handele es sich bei den beiden um zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten, die sich nur den selben Körper teilen.

Aber dennoch - auf jeden Fall eine Empfehlung! Wer sich in die fantastische Welt aus Clowns Akrobaten und Magiern einlässt, wird mit mit Bildern im Kopf und einer Atmosphäre belohnt, die es - mindestens - mit jedem echten Circusbesuch aufnehmen kann und sich dabei immer bedrohlich nahe am Abgrund bewegen.
SordisPretiosa zu »Will Elliott: Hölle«12.06.2009
Eine ganze Weile nach der Veröffentlichung bin jetzt auch ich in den Genuss dieses Buches gekommen und war tatsächlich begeistert.

Das war nicht nur innovativ, phantastisch, abstrus und irr, sondern auch überaus unterhaltsam, grotesk und wunderbar komisch - hier mal in beiden Sinnen des Worte: sowohl seltsam als auch überaus amüsant.
Dass man immer zwischen Lach- und leichtem Ekelanfall schwankt, hat der Atmosphäre wahnsinnig gut getan. [Haha, "wahnsinnig" ist auch so ein Wort, was perfekt zu diesem Buch passt~]
Und dass es dann noch vollkommen Surreales mit inneren Ängsten verknüpft, gibt den letzten Bonuspunkt.

Für mich perfekt. Von Anfang bis Ende gelungen.
mase zu »Will Elliott: Hölle«19.11.2008
Die Rezi von Verena Wolf ist grandios. Da gibt es nichts hinzuzufügen und wird von mir so wie ist unterschrieben.

Es fällt mir schwer, dieses Buch zu kommentieren und in Worte zu fassen, warum ich es gerne gelesen habe und absolut hammergeil finde. Wirklich spannend ist es nicht, aber die Geschichte fesselte mich, denn es war höchst interessant, wie sich die Dinge entwickeln. Was geschieht mit dem Protagonisten, warum und wo, war für mich das Seil, das mich durch das Buch zog. Die völlig durchgeknallten Akteure und deren Marotten haben Spass gemacht und fügten sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Der Plot selbst war zweitrangig, denn der wird dem Leser sehr spät offenbart. Die Welt der Clowns ist schlichtweg faszinierend und ich hätte gerne noch einige hundert Seiten gelesen. Sehnsüchtig werde ich auf eine Fortsetzung mit Goshy und Doopy warten.
Frank zu »Will Elliott: Hölle«12.09.2008
Da die Couchrezi inhaltlich alles wesentliche nennt, bleibt mir nur eines: Schiere Begeisterung. Was dieser junge australische Autor hier abgeliefert hat, ist das mit Abstand innovativste und beste das ich seit Jahren im Horrorsektor gelesen habe.
Vielleicht sei noch anzumerken, dass auch Lovecraftsche Einflüsse (der "Hintergrund" des Zirkus) nicht fehlen und ansonsten allerlei skurille Ideen in dem Buch aufgegriffen werden, die ich in diesem Genre so bisher nicht zu Gesicht bekommen habe (Goshy wäre der ideale Partygast) :-) ). Ich hoffe aufgrund des Endes sehr, dass die Geschichte des Pilo Family Circus in eine zweite Runde gehen wird, wäre mal ne Fortsetzung auf die ich gespannt warten würde. Deshalb und nur deshalb vergebe ich 95%. Die restlichen 5% behalte ich als Wunsch in der Hinterhand ;-).
Ganz klare Empfehlung und für mich die Veröffentlichung des Jahres.
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