Futurematic von William Gibson

Buchvorstellung

Futurematic von William Gibson

Originalausgabe erschienen 1999unter dem Titel „All Tomorrow\'s Parties“,deutsche Ausgabe erstmals 2002, 394 Seiten.ISBN 3-453-86329-1.Übersetzung ins Deutsche von Peter Robert.

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In Kürze:

Mit „;Futurematic“; liegt der dritte Teil von William Gibsons atemberaubender Zukunftstrilogie vor, die mit „;Virtuelles Licht“; und „;Idoru“; begann. Wie schon in den Vorgängertiteln beschreibt der amerikanische Bestsellerautor die Welt des 21. Jahrhunderts, in der gen- und nanotechnisch veränderte Produkte Teil des Alltags geworden sind und die Grenze zwischen Wirklichkeit und virtueller Realität immer durchlässiger wird. So sehr, daß die Zivilisation im Begriff ist, auf eine Apokalypse zuzusteuern…

Ihre Meinung zu »William Gibson: Futurematic«

c.h.gauer zu »William Gibson: Futurematic«07.09.2012
...gibson lesen ist kult. was für den gitarristen die gibson, ist für den leser gibson, ...als ich das erste buch las, neuromancer, wusste ich, diesen autor werde ich so bald nicht beiseite legen, gibson hat geschafft, was mancher autor bei mir nicht geschafft hat, er ist in jene gefilden vorgrückt, da die zeilen von mir gefressen werden. und dies, obwohl gibson nicht der verückteste actionfreak ist, den ich kenne. im gegenteil. seine bücher strotzen manchal von leere. ich würde sagen, er schafft es, bedeutungslose zusammenhänge über zig seiten breitzuschlagen, und man sagt am schluss, wow, hat der ne sprache. und trotzdem fragt man sich, was wollte er denn eigentlich sagen, warum geht die story nicht endlich in die tiefe. nicht selten wird man bei gibson darum feststellen, dass seine sicht der dinge tiefe charakter aufnahmen von ganzen momentaufnahmen sind. dabei langt man oft in den falschen topf, ist man deibei chips. denn man ist in gedanken bei den windungen der sätze von gibson hangengeblieben. und darum würde ich sagen, phrasendrescherei mag ja verpönt sein, ausser bei gibson...
Der Sergeant zu »William Gibson: Futurematic«17.09.2009
Ein U-Bahnhof in Tokio: In den unterirdischen Gängen drücken sich Kartons aneinander, bilden eine Art Pappstadt, in der Gescheiterte und Obdachlose Unterschlupf gefunden haben. Hier lebt auch der Netzläufer und Datenjäger Colin Laney, der infolge einer neuen Droge die Fähigkeit hat, Strukturballungen im globalen Datennetz wahrzunehmen und so Veränderungen vorauszusehen. Laney ist quasi ein Cyber-Hellseher. Als er einen gigantischen Knotenpunkt ausmacht, der sich im Netz nähert und ein Ereignis ankündigt, das das Ende der Geschichte bringt, wird er aktiv. Er schickt den Ex-Cop Berry Rydell nach San Francisco auf die Oakland Bay Bridge, die er als Epizentrum der Ereignisse ermittelt hat, die der Netzknoten ankündigt. Die nach einem Erdbebenschaden für den Verkehr geschlossene Bay Bridge - die schon in Gibsons Roman "Virtuelles Licht" eine zentrale Rolle spielte - ist ein in sich geschlossenes, subsoziales Biotop, das nach eigenen Gesetzen funktioniert. Rydell trifft hier auf Chevette, die als Fahrradkurier arbeitet, und auf das Hologramm Rei Toei. Gemeinsam erwartet man die Ankunft der Ereignisse.
Gibson wurde Mitte der 80er durch seinen Romanerstling "Neuromancer" als Vater des Cyberpunk und Erfinder des Begriffs 'Cyberspace' weltbekannt. Filme wie beispielsweise "Matrix" wären ohne Gibsons Science-Fiction-Romane nie entstanden. "Futurematic" bildet nach "Virtuelles Licht" und "Idoru" den letzten Teil der neuen Gibson-Trilogie um Rydell, Rei Toei und die Bay Bridge. Der Roman bietet nur sehr verhaltene Action, und die Handlung entfaltet sich mehr als Panorama einer Zukunftswelt und der Innenwelten von Figuren als dass sie dynamisch auf ein Ziel zusteuert. Statt dessen kann sich Gibson als Stilist austoben, der einmal mehr wortgewaltig eine melancholische High-Tech-Welt beschreibt, in der die einzelnen Figuren isoliert nebeneinander her leben, ohne Visionen für die Zukunft und geklammert an die Reste des Vergangenen - eben No Future goes Sci-Fi. Gibson liest sich nach wie vor gut, aber die Faszination des Neuen und Visionären, die beispielweise die "Neuromancer"-Trilogie in den 80ern hatte - die damals mit dem 'Zeitgeist' getaktet war - kann er nicht mehr erzeugen. Wie lautete nochmal der erste Satz in "Neuromancer"? "Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal eingestellt ist". Ja! Jaaa!!!
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