Anubis von Wolfgang Hohlbein

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2004, 766 Seiten.ISBN 3-404-15560-2.

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In Kürze:

Mogens VanAndt ist Professor für Archäologie an einer kleinen Universität an der Ostküste der USA. Ihm stand einmal eine glänzende Karriere bevor. Doch es gibt einen dunklen Punkt in seiner Vergangenheit. Da erhält er eine zweite Chance – ausgerechnet von dem Mann, den er für sein Unglück verantwortliche macht und der er hasst wie keinen anderen. Es geht um die größte archäologische Entdeckung auf amerikanischem Boden, einen unterirdischen Tempel in Kalifornien. Einen Tempel, wie es ihn dort gar nicht geben dürfte. Und das Tor, welches die stummen Tempelhüter bewachen, öffnet den Weg in ein Reich, dessen Schrecken jede Vorstellung übersteigt…

Das meint phantstik-couch.de: „Das hätte er besser gelassen...“40

Horror-Rezension von Lars Hermanns

Professor Mogens VanAndt lehrt Archäologie an einer kleinen Universität an der amerikanischen Ostküste. Private Gründen haben ihn einst von Harvard in ein kleines verlassenes Nest flüchten lassen. Doch nun scheint es, dass sich sein Leben ändern soll. Sein ehemaliger Kommilitone Jonathan Graves, den er zudem mit verantwortlich für sein gescheitertes Leben zeichnet, erscheint unvermittelt auf der Bildfläche und lädt ihn nach Kalifornien in die Nähe von San Francisco ein. Dort soll VanAndt an einer archäologischen Sensation teilhaben, welche die Geschichte gänzlich umschreiben wird. Widerwillig macht er sich auf den Weg, nicht ahnend, worauf er sich dabei einlässt. Sehr schnell muss VanAndt erkennen, dass sein Leben, wie er es in den vergangenen Jahren verbracht hat, nach dieser Zeit in Kalifornien nicht mehr so sein würde, wie er es gewohnt war. Er wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Und diese hat sehr schmerzliche Spuren auf seiner Seele hinterlassen …

Ein Versuch, an den Cthulhu-Mythos anzuknüpfen

Allein schon der Titel „;Anubis“; lässt erahnen, dass es bei dieser Geschichte in irgendeiner Weise um altägyptische Mythologie gehen muss. Handelt es sich bei Anubis doch letztendlich um den Totengott mit Schakalskopf. Und tatsächlich tauchen in der Geschichte auch Wesen auf, die man mit viel Phantasie als Anubisse bezeichnen könnte. Werden diese doch irgendwie wolfs- oder schakalsähnlich beschrieben, mit langer Schnauze und spitzen Fangzähnen. Doch damit hören die Zusammenhänge auch schon auf.

Die Story beginnt sehr langatmig, setzt sich langatmig fort und will so überhaupt keinen erkennbaren Höhepunkt erreichen. So dauert es ohnehin schon sehr lange, ehe man erfährt, wann die Geschichte überhaupt spielen soll. Nämlich irgendwann zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts. Dies erfährt man aber auch nur, weil die Beschreibung der Automobile darauf schließen lässt. Und das ist in meinen Augen nicht gerade förderlich, wenn man beim Lesen versucht, sich die Geschichte plastisch vor Augen führen zu wollen.

In der gesamten Geschichte spielen praktisch nur drei Personen eine größere Rolle:
PROFESSOR MOGENS VANANDT ist der Protagonist, dessen Geschichte wir als Leser direkt miterleben dürfen. Wir sehen alles, was er sieht, was er denkt und was er fühlt. Altersmäßig ist er Ende dreißig und trauert seit Jahren dem Tod seiner Freundin nach, die er einst schändlich im Stich gelassen hat.

DR. JONATHES GRAVES ist Mogens ehemaliger (ein Jahr jüngerer) Kommilitone, der ihn nach Kalifornien geholt hat. Er wird immer wieder als düstere Figur beschrieben, vor der sich sogar eine Katze fürchtet. Großer Wert wird dabei auf seine Hände gelegt, die er stets unter schwarzen Lederhandschuhen versteckt, und die eine Art von Eigenleben entwickelt zu haben scheinen. Darauf wird gegen Ende des Buches etwas näher eingegangen, obgleich man dies nicht wirklich als überraschende Enthüllung bezeichnen kann.

MISS PREUSSLER ist Mogens VanAndts Hauswirtin, bei der er seit Jahren lebt. Sie wird immer als sehr korpulent und unattraktiv beschrieben, mit einer nicht versteckten Zuneigung zu ihrem Professor. Sie reist VanAndt unverhofft nach Kalifornien nach, um nach dem Rechten zu sehen. Auch, um darauf zu achten, dass er wirklich wieder zu ihr zurückkehrt. Sie sorgt in der Geschichte immer wieder für eine Überraschung und soll vermutlich die Quotenfrau spielen. Ihr Alter ist nicht genauer definiert; man erfährt lediglich, dass sie einige Jahre älter als VanAndt ist.

TOM ist Dr. Graves jugendlicher Gehilfe, der sich rührend um das Archäologenteam kümmert. Er ist das Mädchen für alles und weckt in Miss Preussler nahezu mütterliche Instinkte. Eine Schlüsselrolle nimmt der Junge jedoch erst am Ende des Buches ein; wenn auch nicht allzu überraschend.

Wer nun erwartet, bei dieser Geschichte eine spannende Story um altägyptische Götter in Kalifornien vorzufinden, der wird leider maßlos enttäuscht werden. Zwar geht es irgendwie schon um die Entdeckung altägyptischer Artefakte unter der Erde Kaliforniens, doch geht gerade dies in der lahm erzählten Geschichte grundlos unter. Zu sehr versucht Wolfgang Hohlbein hierbei, nach Jahren wieder an den Cthulhu-Mythos von H.P. Lovecraft anzuknüpfen, wie ihm dies vor langer Zeit einst bei der Hexer-Saga gelungen ist. Dazu kommen noch Elemente, die einen irgendwie an „;Stargate“; erinnern. Herausgekommen ist hierbei aber leider nur ein jämmerlicher Versuch, dies in eine vermeintlich spannende Geschichte zu verpacken. Spannung will irgendwie kaum aufkommen. Und dies mag mit daran liegen, dass sich Wolfgang Hohlbein diesmal in extrem verschachtelte Sätze verstrickt. Kaum ein Satz ist kurz und knackig; beinah jeder zweite Satz ist dermaßen verschachtelt, das man nach der Hälfte das Lesens bereits wieder vergessen hat, wie der Satz überhaupt angefangen hat. Wovor einen die Deutschlehrer bereits in der Mittelstufe gewarnt haben, das wird hier par excellence betrieben. Und dies mindert den Lesefluss erheblich!

Eine Massenproduktion

Ich habe die Bücher der Hexer-Saga wirklich verschlungen. Hohlbein hat den Cthulhu-Mythos damals wirklich sehr gut aufgegriffen und umgesetzt. Doch bei Anubis kratzt er damit leider nur grob an der Oberfläche. Der Grundgedanke Lovecrafts, dass die „;Großen Alten“; so schrecklich aussähen, dass deren bloßer Anblick allein schon den Wahnsinn bedeute, wird bei Hohlbeins Darstellung in „;Anubis“; leider völlig außer Acht gelassen. Auch erwähnt Hohlbein den Begriff „;Die Großen Alten“; nur einmal kurz am Rande, ohne weiter darauf einzugehen. Wer sich nicht schon vorher mit anderen Büchern über dieses Thema befasst hat, kann damit praktisch gar nichts anfangen. Viel zu wenig wird bei „;Anubis“; auf eben dieses Thema eingegangen.

Ich finde es wirklich enttäuschend, wie Wolfgang Hohlbein hier mit einer Art Massenproduktion vor die Leser tritt. Was rein thematisch nach einer Hammerstory klingt, entpuppt sich leider schon sehr schnell als langatmige, langweilige Abenteuergeschichte nach Art eines Indiana Jones. Die Titelfigur kommt praktisch gar nicht vor, bzw. wird nur am Rande kurz als solche erwähnt. Die Wesen, die stattdessen vorkommen (und vermutlich den Anubis darstellen sollen), werden viel zu wenig beleuchtet, als dass man wirklich von einem Namensgeber einer Geschichte sprechen könnte. Auch sind in dieser Geschichte am Ende viel zu viele Fragen offen, als dass man das Buch später zufrieden zur Seite legen könnte. Da fallen die Wesen zunächst in eine Art Totenstarre, um dann teilweise doch recht agil zu werden. Wieso werden aber nicht alle Wesen wieder aktiv? Und wieso reagieren die Protagonisten nicht auf das Erscheinen des Großen Alten, wie man dies aufgrund des angeschnittenen Chtulhu-Mythoses erwarten würde?Interessant ist, wie Wolfgang Hohlbein am Ende der Geschichte noch das große Erdbeben vom 18.04.1906 mit einbaut, bei dem große Teile von San Francisco durch ein großes Feuer verwüstet worden sind. Dieser laue Versuch, einen Bezug zur Realität zu bilden, kann dem Leser eigentlich nur dazu dienen, eine genauere Definition der Zeit zu finden, in der die Geschichte spielen soll. Interessant, aber auch nicht wirklich bahnbrechend.

Wer wirklich gute Bücher von Hohlbein über den Ctulhu-Mythos lesen möchte, der möge sich lieber die Hexer-Reihe zulegen. Diese ist wirklich durchweg spannend und düster geschrieben und wird der Vorlage des H.P. Lovecraft wenigstens einigermaßen gerecht. „;Anubis“; hingegen enttäuscht auf der ganzen Linie!

Ihre Meinung zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«

Benjamin Sisko zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«17.09.2013
ich kann bis heute nicht verstehen warum um hohlbein so rummel gemacht wird! die besten bücher schreit er bei weitem nicht! ichgestehe ihm ja gute ideen für bücher zu.deswegen habe ich nun auch schon ein paar gelesen.aber wie andere schon gesagt haben, man muss sich immer aufraffen das buch weiter und zuende zulesen. das gilt auch für anubis
Max zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«16.09.2013
Das wohl bloedeste was ich jemals Gelen habe. Es geht nur um schulten zucken, einen eisigen Schauer über den ruecken und mehr von den ganzem Scheiß. Wenn jemand darauf steht die
Selben Begriffe und saetze ununterbrochen zu lesen dann ist er hier genau richtig. Und das Ende ist beklopppter den jeh. Einfach nur ein Scheiß Buch.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Thomas zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«23.11.2011
Ich habe "Anubis" von Hohlbein nach sieben Wochen endlich zur Seite legen können, weil ich einmal begonnene Bücher auch fertig lese. Vor diesem Buch habe "Thor" gelesen. Bei diesem Roman musste ich mich auch immer wieder aufraffen, weiter zu lesen. Aber "Anubis" ist der Hammer. Weitschweifig begonnen, setzt sich die Story quälend langsam fort, ohne wirklich spannend zu werden. Selbst wenn das Buch nur die Hälfte des Umfangs hätte, Spannung käme nicht auf.
Bursa zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«23.01.2010
Ich hatte mir vor einiger Zeit Anubis ausgeliehen da ich Wolfgang Hohlbein schon früh als Fantasyautor zu schätzen gelernt hatte. Meine Erwartung an das Buch war also, dass es ein netter Fantasyroman im Reich der alten Pharaonen ist. Ganz gleich auf welche Art und Weise dies nun mit diesem Archäologen verbunden werden sollte. Zu Beginn las sich das Buch auch ganz gut und ich wähnte meine Erwartungen erfüllt, dann änderte sich aber die Stimmung. Der Roman tendierte nun mehr Richtung Stephen King und ich war zunächst etwas frustriert, da das Buch aber nun nicht schlecht geschrieben ist habe ich einfach weiter gelesen. Und es wurde trotz der obskuren Geschichte spannend bis hin zu gruselig. Ich weiß noch genau das ich damals nicht im Dunkeln, bzw. bei schwachem Licht weiter lesen wollte und nach dem Roman habe ich erst um dunkle Ecken geguckt bevor ich einfach dort her ging.

Ich würe den Roman daher eher als eine Gruselgeschichte bezeichnen.

Alles in allem also ein etwas anderer Hohlbein.
picolino zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«11.04.2009
Spannung sucht man leider vergeblich. Ich hätte das Buch am liebsten nach den ersten 200 Seiten wieder zurück ins Regal gestellt, aber ich lese Bücher nur sehr, sehr ungern nicht zuende. Die Handlungsstränge verstricken sich immer mehr, doch ohne einen Hauch von Zusammenhang. Fadenscheinige Erklärungen werden im Nachhinein geliefert und es fehlt einfach der Schwung, so habe ich mich eher wie auf einem langen Marsch durch durch die Wüste gefühlt, als auf der Spur eines spannenden Abenteuers. Es war einfach zu viel des Guten und vor lauter Überfluss wurde vergessen wichtige Details näher zu beleuchten. Absolut nicht lesenswert, es sei denn, man leidet an Schlafstörungen, dabei hat es mir doch sehr geholfen.
Bazong zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«22.09.2008
Der Roman Anubis ist ein Groschenroman, in edler Verpackung. Ein Groschenroman, aber noch nicht einmal ein guter. Und das bei einem so teueren 763 Seiten Buch.
W.H. Anubis ist noch schlechter wie die schlechtesten Sachen von Jasons Darks "John Sinclair" ...

Die erste Hälfte des Romans zieht sich wie Kaugummi, weil sich die Hauptperson stur weigert bei der Lösung des Geheimniss der ägyptisch anmutenden Tempel-Anlage mit zu wirken.
Trotzdem kommt eine Handlung etwa nach fast 400 Seiten endlich in Gang.
Der Rest des Buches findet in einer, reichlich bevölkerten, unterirdischen Stadt statt, in der es von Kreaturen nur so wimmelt. Ein Szenario in dem sich Lara Croft wie zu Hause fühlen würde.

Naja ... Leider ist die Hauptperson Mogens VanAndt, Professor der Archäologie, weder eine Lara Croft noch ein Indiana Jones. Sondern eine sich selbst bemitleidende zickige Person, die dauernd Halluzinationen hat und in Ohnmacht fällt, auch ohne etwas geraucht zu haben.

Dieses Buch wird keinen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommen ... W.H. Anubis wird in meinem Bücherregal überhaubt keinen Platz erhalten.

Ich habe mir jetzt Mattehw Reilly "Der Tempel" zugelegt. Dort hat es auch einen altertümlichen Tempel und einen Archälogie Professor für alte Sprachen. Ich hoffe M.R.s "Der Tempel" hält alles was ich mir von W.H.s Anubis versprochen hatte.
Merilyn zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«01.10.2007
Bis zum Höhepunkt werden immer mehr Rätsel aufgeworfen, was viel Spannung erzeugt. Durch die Augen des Protagonisten scheint so ziemlich alles unheimlich, müsteriös und bedrohlich, was natürlich hohe Erwartungen im Leser weckt. Diese werden aber zusehendst enttäuscht, oder nur ansatzweise aufgelöst. Dies lässt die anfangs rationale und nachvollziebare Hauptfiguar als Feigling und irrationalen Romantiker erscheinen. Vieles wird offen gelassen, so als hätte sich der Autor selbst in seinen Gespinst aus spannungserzeugenden Vorausdeutungen verfangen.
Ebenfalls enttäuschend ist, dass die ägyptische Gottheit Anubis selbt in der Handlung nur ansatzweise aufgegriffen wird. Alles in Allem zwar streckenweise spannend aber ein etwas abgespeckt erscheinendes, unbefriedigendes Ende.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Engelbert Babiner zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«04.09.2007
Hallo, wie ich geschrieben Habe, es kam ein weiteres Buch heraus, "Horus" bis jetzt hab ich dieses Buch noch nicht gelesen, aber ich nehme trotzdem schon alle Sachen zurück, in denen ich sagte, dass Hohlbein zu wenig Informationen einbaute. Mein Hauptkritikpunkt, dass Mogens VanAdt viel zu feige und Der Professor viel zu verschlossen ist bleibt aber.
Wendeline zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«21.08.2007
Mir erging es mit dem Buch ähnlich wie Engelbert Babinger. Ich lese sehr gerne Bücher von Hohlbein und habe derer auch schon jede Menge verschlungen. Meistens sind sie so spannend, dass man gar nicht aufhören kann. Der Titel und die Kurzbeschreibung ließen mich bei diesem Buch auch hoffen. Es verbanden sich zwei Sachen, die ich mag: Fantasy und das alte Ägypten - und das mitten in Kalifornien. Leider war zumindest das Letztere nicht wirklich der Fall. Das Buch war ziemlich langatmig geschrieben und als es dann endlich interessant wurde, war es erstaunlich kurz gefasst und irgendwie unvollständig. Also, für mich persönlich war es das bisher schlechteste Buch meines Lieblingsautors. Schade eigentlich.
Eva-Maria zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«06.06.2007
es ist eines der besten bücher die ich je gelesen habe. es ist spannend und regt die fantasie an. weiterhin muss ich sagen, dass ich einfach nicht aufhören konnte weiterzulesen und dass ich von dem buch nicht in geringster spur enttäuscht worden bin. wie schon andere sagten bleiben leider einige frage offen, die mich allerdings dazu anregten meine eigenen gedanken weiterzuspinnen und über das gelesene nachzudenken! letztendlich kann ich nur noch eines sagen: es lohnt sich wirklich dieses buch zu lesen
cotte zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«26.05.2007
bei diesem buch gab es viele sachen, die ich nicht so ganz verstanden habe, und einige zusammenhänge hab ich auch nicht so ganz kapiert. udn den schluss, ehrlich gesagt, auch nicht so ganz. der kam mir irgendwie zu plötzlich. da hatte ich mir irgendwie mehr von erhofft.
Engelbert Babinger zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«02.03.2007
Ich bin ein großer Fan von Holhbein, ich verschlinge seine Bücher schon seit geraumer Zeit, dabei finde ich immer am besten, wie er den Schluss formuliert. Das kommt bei "Anubis" überhaupt nicht gut. Allein der Titel lässt auf ein weiteres Buch über Ägypten freuen. Am Anfang wird das auch so dargestellt, und auch die Charactere vermitteln diesen Eindruck. Das böse Erwachen kommt spätestens, als die Katze von Miss Preussler durch ein schakalköpfigen Etwas ermordet wird, was meiner Meinung nach am ehesten an einen Werwolf erinnert, Anubis ist ein Mensch mit Schakalkopf. Hohlbein betont am Anfang extrem, wie sehr Miss Preussler an ihrer Katze liegt, aber nach einiger Zeit, hat sie sie schon gänzlich vergessen und es wird auch nicht erläutert, warum.
Auch, als Professor VanAdt In einen Geheimgang zu einer noch tieferen Höle steigt, die nun gar nichts mehr mit Ägypten zu tun hatte, zeigen sich die schlechten Auswirkung der auf die ägyptisch bezogene Einleitung.
Gen Ende beschreibt Hohlbein , dass ein Himmelstor zu den Zternen führt und von daher die alten Götter kommen. Dieses Tor wird nie beschrieben, ich hoffte 200 Seiten lang, dass Mogens VanAdt entlich zum Himmelstor käme. Kurz davor kehrt er aber um. Der einzige, der es gesehen hatte, war Graves, aber dieser ist sowiso viel zu verschwiegen.
Ganz am Ende sprengt Tom das Tor in die Luft. Jeder dachte, dann würde die Welt untergehen, aber es wurde nur ganz kurz dunkel und kalt. Plötzlich waren alle wieder wohlbehalten an der Oberfläche >ausser Tom< und wusste nicht, wie er hierhergekommen ist. San Francisco stand in Flammen, das an den Brand von anfang des 19. Jahrhunderts erinnern sollte. Es wurde aber nicht erklährt, warum ausgerechnet die Stadt brannte und nicht das viel näher gelegene Lager.
In Großen und Ganzen, war alles viel zu wenig erklärt und man weis ja nicht einmal, ob das Tor wirklich zerstört wurde. Meiner Meinung ist dieses Buch das fehlgeschlagenste, was Hohlbein je geschrieben hat.
alexandra zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«02.02.2007
Eines der besten Bücher von einem der besten Schriftsteller. Was mich aber noch mehr interessieren würde ist ob er sich auf den alten Cthulhu-Mythos bezieht, da es sehr viele paralleln dazu gibt. Macht das Buch gleich um einiges spannender.
Birgit zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«26.01.2007
Das beste Buch was ich jemals gelesen habe. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Es ist spannend und traurig zugleich. Darum freue ich mich schon auf HORUS!!
Extrem Leserin zu »Wolfgang Hohlbein: Anubis«19.01.2007
Mit diesem Buch zeigt Hohlbein wie wenig wir Menschen wirklich wissen. Die Spannung steigt extrem dadurch, dass einem das Wissen über die exotische, fremde Welt nur "Häppchenweise" berichtet wird. Man will immer mehr wissen und denkt, es kann doch nicht noch schlimmer kommen. Zum Schluss hat man dennoch wenig Wissen, was aber nicht wirklich stört, da es die ganze Atmosphäre des Buches unterstreicht!!Lesen lohnt sich wirklich!!!
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