Nekropole - Die Chroniken der Unsterblichen (15) von Wolfgang Hohlbein

Buchvorstellungund Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2013, 500 Seiten.ISBN 380258841X.

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In Kürze:

Als Andrej mit einem Zug Verzweifelter die Ewige Stadt erreicht, steht Rom vor einer Zeitenwende. In den Wirren einer hastig anberaumten Papstwahl braut sich unter dem Petersdom eine dunkle Kraft zusammen, die die ganze Stadt zu verschlingen droht. Andrej und Abu Dun bleibt nichts anderes übrig, als ihr eigenes Leben in die Waagschale zu werfen, um die Menschen zu retten, die ihnen wichtig sind …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Gekonnter Abschluss des letzten Romans“64

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Seit Jahrhunderten sind sie bereits Gefährten – Andrej Delãny, der Mann aus Siebenbürgen und der Sarazene Abu Dun. Als Vampyre könnten sie sich zu Herrschern über die Menschen aufschwingen, von deren Blut und Lebenskraft zehren, doch bislang haben sie ganz bewusst einen anderen Weg gewählt. Auf der Suche nach Erkenntnissen wo die Vampyre herkommen haben sie sich der Jagd auf ihre Artgenossen verschrieben, und versuchen ein wenig Gerechtigkeit in die Welt zu bringen.

Im letzten Abenteuer hat es sie von Ägypten kommend in die Weiten der Nordafrikanischen Wüste verschlagen. Hier machten sie die Bekanntschaft Hasans, des mysteriösen Alten vom Berge, seines Zeichens legendärer Anführers der Assassinen. Nur dessen geheimnisvollen Fähigkeiten ist es zu verdanken, dass der endgültige Tot Abu Duns aufgehalten werden konnte.

Wie alles hat auch dies seinen Preis – der Schutz und Begleitung Hasans sowie seines Mündels.

Schon in Jaffa konnten unsere beiden Krieger erkennen, dass ihnen etwas Böses folgt. Während Andrej sein Versprechen die junge Ayla zu beschützen immer wichtiger nimmt, hegt Abu Dun seine Zweifel an Hasans Motiven – folgen ihnen doch im wahrsten Sinne des Wortes wandelnde Leichen auf dem Fuße. Selbst die Flucht über das Mittelmeer bringt keine Abhilfe. In Rom angekommen entpuppt sich Hasan als der vermeintlich kürzlich verstorbene Papst Clemens, der Anführer der Meuchelmörder als sein Kammerdiener und oberster Vatikan-Beamter.

In der heiligen Stadt erfahren Andrej und sein Freund dann, dass ihre Mission darin besteht die Bedrohung durch die um sich greifen Zombie-Plage aufzuhalten – auch wenn dies heißt, dass sie und der frühere Papst sich mit den Truppen des Vatikans anlegen müssen und ein seit Jahrhunderten in den Katakomben unterhalb der Ewigen Stadt verstecktes Kleinod bergen müssen …

Nach dem fulminanten Neustart der Reihe im letzten Band wird die aktuelle Handlung in vorliegendem Roman zum Abschluss gebracht.
Was sich schon im vierzehnten Teil der gefeierten Chronik abzeichnete setzt sich vorliegend noch deutlicher fort. Die Rollen unserer beiden Helden wechseln.

Abu Dun, sonst eher der impulsive Hau-drauf des Tandems der erst handelt und anschließend nachdenkt ist der ruhende Pol des Gespanns, Andrej lässt sich dieses Mal ganz von seiner inneren Stimme leiten und ignoriert selbst deutlichste Hinweise darauf, dass er beeinflusst wird. Gerade im Vergleich mit dem stringenten Vorgängerband fällt allerdings auf, dass der Plot doch unnötige Längen aufweist. Immer wieder kündigt Hasan / Clemens Informationen über die zugrunde liegenden Geheimnisse an, es bleibt aber bei den Ankündigungen. Auch die Kämpfe gegen die wiederbelebten Leichen wiederholen sich in ihrer Abfolge, zumal die Handlung zunächst kaum wirklich in Gang kommt. In der ersten Hälfte des Romans beherrschen die Dialoge den Plot, immer wieder rätseln wir mit unsere Protagonisten, bleibt die faszinierende Kulisse des Vatikans und seiner Nekropole lediglich Staffage. Hier hätte eine Straffung der entsprechenden Szenen Platz für eine weitere Beschäftigung mit den Geheimnissen in den Höhlen unterhalb des Vatikans geschaffen.

Natürlich dürfen christliche Mythen und klerikale Verschwörungen nicht gänzlich fehlen, diese bleiben aber erfreulicherweise eher Beiwerk.

Das Finale zeigt uns unsere beiden Helden einmal mehr nicht wirklich klüger aber immer noch am unsterblichen Leben, so dass es wohl auch 2014 wieder heißt – Vorhang auf zum neuen Roman um die Chronik der Unsterblichen.

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