Thor von Wolfgang Hohlbein

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010, 736 Seiten.ISBN 3-7857-2392-X.

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In Kürze:

Ein Mann erwacht in einem tobenden Schneesturm, umgeben von reißenden Wölfen. Den ersten kann er töten, doch es sind zu viele. Da erscheint ein riesiger weißer Wolf und rettet ihm das Leben. Er weiß, der Name des Wolfs ist Fenrir. Seinen eigenen Namen kennt er nicht. Auf seinem Weg stößt der geheimnisvolle Fremde auf Spuren von Brand und Tod. Hünenhafte Krieger mit goldenen Masken haben den Wagen einer Familie überfallen. Nur die Frau und ihre beiden Kinder konnten sich retten. Sie halten ihn für Thor, den Donnergott. Ihre Reise führt in ein verborgenenes Tal, das legendäre Midgard, einen Ort der Zuflucht und des Friedens in einer vom Krieg zerrissenen Welt. Doch Midgard ist bedroht. Die Krieger des Lichtgottes suchen nach einem Weg in das Tal. Und sie nennen Thor ihren Bruder. In seinen Träumen erinnert sich Thor mehr und mehr an Einzelheiten aus seinem früheren Leben. Ist er ein Ausgestoßener aus der Welt der Götter? Oder hat man ihn geschickt, um den Weg in die letzte Zuflucht der Menschheit zu erkunden – und zu verraten?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Idee gut – Ausführung schwach“45

Fantasy-Rezension von Amandara M. Schulzke

„Wenn er jemals einen Namen gehabt hatte, so hatte er ihn vergessen. Wenn er jemals Eltern gehabt hatte, so erinnerte er sich nicht an sie.“ Ein sich selbst Unbekannter erwacht in Kälte, Eis, Schnee und Sturm. Bald trifft er Wölfe, gegen die er kämpft, und eine Familie, von denen Mann und Tochter verletzt sind. Er rettet sie. Nachdem der Mann gestorben ist, entdeckt er seine Liebe zu Urd, der Frau. Gemeinsam setzen sie ihren Weg fort, um das legendäre Midgard, eine Oase in der Welt des Schreckens, zu finden. Er schließt Freudschaft mit dem Jarl Midgards und richtet sich dort häuslich ein. Bald wird er in Kämpfe verwickelt mit Wesen, die Midgard bedrohen, und niemand weiß, wo sie herkommen. Alle halten ihn für Thor, den Donnergott. Er lernt die Schmiedekunst und baut sich wieder einen Mjölnir, der genauso mächtig ist wie der, der bei den Zwergen geblieben ist. Dann wird Urd schwanger und er beschließt, sie mit ihren Kindern und das Ungeborene zu beschützen. Denn bald sind sie auf der Flucht und auf der Suche, das Rätsel seines Daseins zu lösen.

Ein kaltes Buch

Der Verlag schreibt im Autorenprofil, dass Hohlbein weltweit 37 Millionen Bücher verkauft hat. Deshalb sollte es sich lohnen, den neuen Roman des vielgepriesenen Autors zu lesen. Die ersten 200 Seiten erinnern stark an den ewigen Helden Michael Moorcocks, einen Klassiker der Fantasy. Kalt ist es in der Welt geworden, und so lesen wir auf bestimmt 300 Seiten von 860 in verschiedenen Facetten, wie kalt es ist. Der Held versucht, sich zu erinnern, dabei begegnen ihm natürlich ihm unbekannte Gegner, die ihn angreifen. Immer wieder erleidet er mehr oder weniger schwere Verletzungen, und er bekommt hohes Fieber, aber er wäre ja kein Held, wenn sie nicht schnell wieder heilen würden. Nach etwa 300 Seiten kommt eine spannende Wendung der Geschehnisse und der Leser erwartet jetzt vergeblich, dass es so spannend weiter geht. Der Held begibt sich mit seiner neu gewonnenen Familie auf die Flucht – durch die Kälte. Immer wieder suchen ihn Träume heim, die ihm seine Vergangenheit näher bringen sollen.

Doch Thor, wie auch der Leser, wird nicht wirklich klug aus diesen Traumwelten. Es liest sich ganz nett und magisch, gewaltig. Doch sind diese Träume wie Strohfeuer, die hoch lodern und schnell vergehen.

Am Ende des Buches muss Thor sich entscheiden, auf welche Seite er sich im letzten Kampf stellt – auf die Seite der neu gewonnenen Freunde oder auf die Seite derer, die erklären, dass er zu ihnen gehört. Manchen Autoren gelingt es, dass sie den Leser am Entscheidungsprozess des Protagonisten teilhaben lassen. Thor stellt uns vor vollendete Tatsachen. Immer wieder bleibt unklar, warum er gerade so oder nicht anders handelt. Dabei bleibt er immer wieder auch ambivalent. Deshalb wirkt er nicht wie ein wirklicher Held, sondern wie jemand, der von den Ereignissen und anderen einfach nur herumgestoßen wird, ohne sich selbst zu bekennen. Bis zum Schluss.

Hohlbein bleibt auf der Erzählebene des Thor. Doch ist es gerade Urd, die für die Geschichte vorantreibende Momente und Überraschungen bringt. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu beleuchten, hat Hohlbein verschenkt. Die Idee für dieses Buch ist gut, die Ausführung schwach. Die versammelte Lesergemeinde hofft, dass Hohlbein seine besten Zeiten nicht schon hinter sich hat.

Ihre Meinung zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«

Ralf Buxa (Musikjournalist,..) zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«12.07.2016
Als ich Wolfgang und MANOWAR 2007 zusammenbrachte, wählten wir ein Thema, das uns alle begeistert: Die nordische Mythologie! Daß der Gott Thor schon damals im Kino eine große Nummer war (wie hier jemand schrieb), wage ich zu bezweifeln! Wolfgang hat es auch nicht nötig, einem Trend nachzujagen. Übrigens hat Phantastik-Couch.de das Buch "Thor" nicht bei "die Asgard Saga" eingereiht. Das ist natürlich ein Fehler.
Wolfgang-Hohlbein-lover zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«15.05.2014
Ich finde dieses Buch ist einfach nur der hammer, doch ich muss diejenigen von euch enttäuschen die sich auf die Vortsetzung fräuen. Sie heißt die Tochter der Midgardschlange und handelt nicht um Thor sondern um ein Mädchen, und ist nicht gut aber die vorgeschicht zu Thor namens "der hammer der götter" ist der hammer.
M.Reinsch zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«22.12.2013
Ich hatte mir das Buch ausgesucht, weil ich ein großer Fan der nordischen Mythologie und Ihrer Sagas bin. Von Wolfgang Hohlbein hatte ich schon viel gelesen und wusste, dass man seine Werke schnell und gut lesen kann und dabei recht gut unterhalten wird. Dieses Buch ist fast durchgehend eine Enttäuschung!
Wir lernen den Helden kennen, wie er abgekämpft und ohne Erinnerung durch ein nördliches Land (Skandinavien?) wandert. Er trifft auf einen Schmied und seine Familie, und als es zum Kampf gegen Wölfe und grausame Krieger in goldener Rüstung kommt, kann er instinktiv mit einem schweren Schmiedehammer kämpfen ~ voilà "Thor" ist geboren ...
Um den feindlichen Kriegern zu entkommen, zieht die Gruppe nach "Midgard" (hier ein verstecktes Tal), in dem Sie aber auch keine Ruhe finden.
Wenn es möglich wäre, ich würde dem Buch 1,5 Sterne geben (einige wenige Passagen sind gut, so wie der Schreibstil).
Die Hauptfiguren sind eher blass und haben eigentlich kaum etwas mit ihren nordischen Vorbildern zu tun!
Die Handlung ist eigentlich auch schnell erklärt, erfährt der Leser doch nach gut 600 Seiten, in denen der Held mit "Gefolge" immer wieder auf der Flucht ist, endlich etwas über die "Werdung" von Thor und ein Teil seines Zieles! Nun zieht Hohlbein noch einmal alle Register und versucht mithilfe aller bekannten nordischen Sagas ­einen gewaltigen Schlachtenepos zu kreieren - was ihm nur im Finale etwas gelingt.
Hätte man den Helden Fred genannt und die Geschichte etwas abgewandelt, wäre Sie genauso diffus und chaotisch geworden.
Aber nein, Thor war zu dieser Zeit in aller Munde (Kino) und so musste etwas "Nordisches" her!
Fazit: Wer sich etwas mit nordischer Mythologie auskennt, dem dreht sich der Magen um - hier werden nur Namen und mögliche Fähigkeiten missbraucht, um einen manchmal spannenden Fantasyroman zu schreiben! Einzig "Urd" ist wie Ihre Namensgeberin eine sehr interessante Figur und sorgt für leidlich interessante Unterhaltung.
TRicKFaMe zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«20.06.2012
Habe das Buch regelrecht verschlungen wobei mir jedoch ein gravierender Kontextfehler aufgefallen ist:
Am Anfang des Buches wird die Welt Thor's so beschrieben das es eine periodische Nacht und dann wieder einen periodischen Tag gibt (=6 Monate Tag, 6 Monate Nacht). Im späteren Verlauf des Buches wechselt dieser Sachverhalt auf einen 'normalen' 12 Stunden Rhytmus.
LG
Laxus189 zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«22.10.2011
also, ich hab mir das buch vor 2 tagen gekauft und muss ernsthaft sagen: nach gut 200 seiten hat man schon keine lust mehr... wirklich, VIELE rechtschreibfehler, inhaltlich schwach und und und... zum beispiel kommt mir das wort 'irgendwie' eindeutig zu oft vor... viele andere mängel, die ich jetzt gar nicht weiter aufzählen möchte haben mich ebenfalls gestört und machen das lesen in diesem buch eher anstrengend als entspannend... und ausserdem, mal ganz unter uns... das ist ein 0815 held... STARK, WILLENSSTARK, ÜBERFLIEGER BEI DEN FRAUEN, KAUM MÄNGEL, usw.... er ist einfach zu perfekt um das buch spannen zu machen! Ein letzter kritikpunkt: altgermanische wörter und ausdrücke sind NICHT dazu dar in einem (mit verlaub) SCHLECHTEM buch herumzuwedeln.

Hohlbein ist an sich kein schlechter autor, aber dieses buch ist ganz einfach misslungen.
Lupo 39 zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«19.09.2011
Ich habe das Buch nicht verstanden, obwohl ich die germanischen sagen kenne.
Endeffekt blieb, was soll das oder anders ausgedrückt, was wollte uns der Künstler damit sagen ?

Habe auch jetzt erst dasavalon Projekt gelesen.
Fand ich auch nicht toll.

ich denke das ist das allgelmeine Priblem dieser "vielschreiber" schade um die zeit die ich mit diesen Büchern vergeudet habe.

da lobe ich mir dann lieber die trilogie " Hammer und Kreuz"
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Björn-Thor zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«15.09.2011
Ich liebe dieses buch. Natürlich ist es für Fantasy Fans, die es teilweise Gewohnt sind in wilde bunte Welten geworfen zu werden, zu grau und eintönigGeschireben. Auch die ständige wiederholung des Ohnmächtig werdens, nervt.
Allerdings finde ich das die Geschichte über meinen Namensgeber (^^) gut gelungen ist. Und dass dieses Buch eine Chronick werden soll wusste ich bisher nicht. Also kommt noch mehr freude in mir auf :)
Ich muss mich täglich zwingen das Buch wegzulegen wenn andere Dinge anstehen. Es ist eine langgezogene Spannung über das was sich im Innerin Thors versteckt und auf was es hinausläuft. Für freunde der Germanen ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Aber was die Graue Welt angeht, so kann man diese Zeit in der Mythologie nciht anders beschreiben. Jede andere Beschreibung wäre eine unwahrheit!

(entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler, ich musste sehr schnell Schreiben)
Rocky Gonzalez zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«02.09.2011
Ein schwieriger Stoff, den Herr Hohlbein da ausgesucht hat, da man, wenn man der Germanischen Göttergeschichte einigermaßen mächtig ist, weiß, daß der Held am Ende gegen die Midgardtschlange sein Ende finden wird.
Trotzdem sollten wir dem Thema als Roman durchaus eine Chance geben, zumal eine Cronik daraus werden soll. Dies ist mit ein Grund, warum auf ewig scheinenden Zeilen nur die kalte, schneeverwehte Welt geschieldert wird. Dies ist nur ein Weg, sich für das Thema ein wenig Zeit zu nehmen.
Also, seht nicht nur den ersten, vielleicht schwachen Teil, sondern das hoffentlich gute Ganze.
Chiara zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«10.06.2011
Ich finde die oben geschriebene Rezension zutreffend. Ich bin nämlich der meinung, Bücher seien Kino im Kopf, deshalb finde ich es auch unbeschreiblich nervig, dass ich mir die Welt dauernd nur weiß und kalt vorstellen muss. In meinem Kopf sammeln sich dauernd weiße, langweilige und immer ähnliche Bilder. Außerdem denke ich auch, dass man nach der guten Hälfte des Buches auch af ein paar Geheimnisse draufkommt. Es ist das erste Buch von Wolfgang Hohlbein, das ich lese und ich bin wirklich enttäuscht. Ich werde mich davor hüten die Vortsetzung zu kaufen.
kft-koi zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«12.05.2011
Ich muss erlich zugeben, das ich von hohlbein bessere Bücher gewohnt bin. Aber andererseits verstehe ich nicht warum sich alle über die Erzählung als solche beschweren??
Viele Hohlbeinbücher sind genau in diesen Schema geschrieben und haben, nicht zu unrecht, sehr zufriedene Leser.
Ergo würde ich behaupten, dass dies vielleicht kein Meisterwerk ist, aber auf jeden Fall ein Buch welches ich gerne lese und bei Wolfgang Hohlbein in dieser Art und Weise (oder besser) erwarte.
Und auch wenn sich viele Dinge wiederhohlen, Spannung und eine gute Geschichte sind meines Erachtens auch in diesem Fall gelungen.
Maximilian Sturm zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«25.02.2011
Die oben stehende Rezession trifft das Buch genau. Es ist langweilig und immer wieder kehrende Handlungsabläufe stören den Lesefluss (Kampf, Verletzung, Fieber, Heilung, Kampf...). Die Nebenfiguren bleiben blass und charakterlos, viele Verhaltensweisen sind nicht nachvollziebar. Ich kenne mich auch ein bischen in der nordischen Mythologie und den betreffenden Völkern aus und finde, dass der Roman sehr weit von der Lebensweise der Nordmänner entfernt ist und sich nie die Mühe nimmt einem die Gefühls- und Gedankenwelt näher zu bringen. Die Charaktere haben die gleichen Moralvorstellungen wie unsereins. Ein Beispiel ist, dass eine Frau als Hexe beschimpft wird. Zu dieser Zeit waren Heilerinnen hoch angesehen und wichtig und wurden erst zur Christianisierung als Hexen missachtet. Das mag kleinlich klingen, aber ich erwarte anderes von einem Fantasyroman und besonders von Wolfgang Hohlbein, den ich früher sehr gerne gelesen habe. Nur mit viel Wiederwillen werde ich das Buch zu Ende lesen und auf keinen Fall die Fortsetzungen kaufen.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
cata zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«21.01.2011
Auch wenn ich noch mitten im Buch bin, ist mir vor allem die Anhäufung von Rechtschreib- und Grammatikfehlern ins Auge gefallen... Und dass dann auch noch ein Charakter auf einmal einen anderen Namen bekommt, lässt mich fragen, ob überhaupt jemand vor dem Druck Korrektur gelesen hat (und wenn ja, dann sollte dieser Mensch einen anderen Beruf ergreifen).
Die stete Wiederholung des Schnees, Nicht-Wissens und monotone wiedergabe der stes gleichen Gedanken machen so langsam das anfängliche Interesse zu nichte.
Mal schauen, ob ich es bis zum Ende schaffe - aber die 19,99€ ist es bisher nicht wert.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Vaniiiii zu »Wolfgang Hohlbein: Thor«14.11.2010
Ein hammer gutes Buch.
Sehr spannend und fesselnd geschrieben, sodass das aufhören zu lesen fast unmöglich ist, da
man sich oft Fragen stellt oder eigene Vermutungen aufkommen,wie es zu einem Geschehniss kam und man unbedingt wissen möchte, wie es ausgeht.
Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Auch die Idee und das umgesetzte find ich sehr gut gelungen. Es ist meiner meinung nach an manchen stellen vlt. etwas zu übertrieben geschrieben. Damit meine ich, dass wenn Thor kurz vor dem sterben ist duch zufall ihn immer jemand retten kommt oder er einfach etwas oft das Bewusstsein verliert. Was mich am Anfang etwas gestört hat war auch, dass immer erwähnt wird, das etwas passiert oder er etwas macht, aber nicht weiß warum. Es sind aber nicht sehr schwerwiegende negative Aspekte, weshalb es sich für alle Leseratten auf jeden Fall lohnt dieses Buch zu lesen. Wer dazu noch auf Kriegs- oder kampfgeschichten steht, MUSS das Buch einfach lesen!!!
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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