Katzenjagd von Yasmine Galenorn

Buchvorstellungund Rezension

Katzenjagd von Yasmine Galenorn

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Harvest Hunting“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 480 Seiten.ISBN 3-426-50867-2.Übersetzung ins Deutsche von Katharina Volk.

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In Kürze:

Die Dämonin Stacia Bonecrasher hat ein hohes Kopfgeld auf die drei „Schwestern des Mondes“ ausgesetzt – und das ist nicht das einzige Problem, mit dem die Vampirin Menolly, die Gestaltwandlerin Delilah und die Hexe Camille kämpfen müssen: Rätselhafte Morde an Werwölfen und ein leibhaftiger Gott, der Delilah in seinen Dienst zwingen will, erfordern all ihre Aufmerksamkeit …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Werkatze auf der Suche nach dem nächsten Siegel und verschwundenen Werwölfen“60

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Hallo, ich heiße Delilah. Noch vor einem Jahr war ich nur Agentin des AND, des Anderwelt Nachrichtendienstes. Inzwischen sind wir, meine beiden Schwestern und unsere Freunde und Liebhaber zu Kriegern geworden. Wir kämpfen gegen Horden von Dämonen, die die Grenze zwischen den Welten niederreißen wollen. Schattenschwinge, der oberste Dämon der Unterirdischen Reiche, will sowohl die Erdwelt als auch die Anderwelt zu seinem privaten Spielplatz machen, indem er die Geistersiegel wieder zusammenführt. Das sind die neun Teile eines uralten Artefakts, das zerbrochen und über die ganze Welt verteilt wurde, um die Welten der Feen und Menschen vor den Bestien aus den Unterirdischen Reichen zu schützen. Seit die Siegel wieder aufgefunden werden, liefern wir uns um sie ein Wettrennen mit den Dämonen. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass ich nicht nur als Halbfee gewisse Fähigkeiten besitze, sondern mich auch sowohl in ein niedliches Kätzchen, aber auch in einen Panther verwandeln kann und als Todesbotin dem Herbstkönig, einem der Schnitter verpflichtet bin.

Eigentlich dachte ich, dass es nicht schlimmer kommen könnte. Doch dann verstößt unser Vater meine Schwester Camille, Beta-Werwölfe werden entführt, geschlachtet und zu Wolfsdorn verarbeitet, mein Liebhaber Chase macht mit mir Schluss und die dunklen Kojote-Wandler, die Koyanni sind auf dem Kriegspfad – und sie sind hinter einem der Geistersiegel her …

Soap-Charakter – das Tempo fehlt

Yasmine Galenorns Serie um die drei Halbfeen entwickelt immer mehr Soap-Charakter. Während die eigentliche Handlung, die Suche nach den verschollenen Siegeln, der Kampf gegen Schattenschwinge und dessen Dämonenhorden in den Hintergrund rückt, nimmt die Beschreibung der zwischenmenschlichen, Pardon – zwischenweslichen Verwirrungen immer breiteren Raum ein.

Wer ist mit wem liiert, wer geht mit wem und warum ins Bett? Ein buntes Bäumchen-Wechsel-Dich in emotional-erotischer Hinsicht breitet sich vor dem Leser aus. Zwar haben große Gefühle und die Lust an der Lust schon immer breiten Raum in den Romanen eingenommen, haben aber bislang immer Platz für die weitere, detailreiche Ausarbeitung der Welten gelassen.

In der ersten Hälfte des vorliegenden Bandes aber, rückt die Gefühlswelt unserer Erzählerin ganz ins Zentrum des Textes. Die eigentliche Handlung, so wie zumindest ich sie verstehe, die Auseinandersetzung gegen die „Bösen“ der Übernatürlichen gerät zum schmückenden Beiwerk, der Plot verliert ein wenig seinen roten Faden. Erst ab der Mitte des Romans nimmt dann die eigentliche Handlung erstmals Fahrt auf, stoßen wir mit unseren Agentinnen auf Rätsel und Gefahren, die die Lektüre interessant und abwechslungsreich gestalten. Ab diesem Zeitpunkt kommt dann auch Tempo auf, wobei mir persönlich die Gegner unseres schlagkräftigen Trios immer ein wenig zu einseitig böse gezeichnet werden. Böse um des Bösen Willen, das ist letztlich nicht überzeugend, hier wäre eine Differenzierung sinnvoller und interessanter.

Stilistisch unauffällig liest sich der Text flüssig, aber auch ohne besondere Raffinesse auf einen Rutsch durch, wobei die Handlung vorliegend zu lange benötigt um in Schwung zu kommen.

(Carsten Kuhr, Dezember 2011)

Ihre Meinung zu »Yasmine Galenorn: Katzenjagd«

Levke zu »Yasmine Galenorn: Katzenjagd«23.09.2012
Auf alle Fälle besser als Hexenzorn, ich denke, auch den Figuren muss Raum bzw. ein paar seiten mehr zur Weiterentwicklung gelassen werden. Ja, ok, ein bisschen mehr der Ursprungshandlung wär schon nett gewesen, aber der Handlungsstrang "Heldinnen etwickeln sich weiter" gehört eben auch dazu- und in einer Reihe wird es doch hoffentlich auch wieder Bücher geben, in denen die Heldinnen wieder etwas erleben.
Nadl zu »Yasmine Galenorn: Katzenjagd«01.01.2012
Ich muss der obigen Meinung widersprechen. Ich fand das Buch wieder sehr spannend geschrieben und freue mich schon auf den nächsten Teil. Delilah wächst einem immer mehr ans Herz.. Der Roman knüpft wunderbar an Hexenzorn an und man hat nicht das Gefühl, das irgendwelche Handlungs-strenge im Dunkeln bleiben. Das diese Buch-Reihe ein bischen "Soap"-Charakter hat, macht die Reihe gerade aus. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Hoffentlich dauert es nicht mehr zu lange bis die Bände 10-12 rauskommen.
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