Katzenmond von Yasmine Galenorn

Buchvorstellungund Rezension

Katzenmond von Yasmine Galenorn

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „Shaded Vision“,deutsche Ausgabe erstmals 2014, 416 Seiten.ISBN 3-426-51412-5.Übersetzung ins Deutsche von Katharina Volk.

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In Kürze:

Delilah, die zweite im Bunde der D’Artigo-Schwestern, muss sich mit einer Gruppe von gefährlichen Gestaltwandlern auseinandersetzen, die eine Allianz mit einer Bande brutaler Hexer eingegangen ist. Zu allem Überfluss ist auch die Bedrohung durch den Dämonenherrscher Schattenschwinge ebenfalls noch nicht gebannt, denn Schattenschwinge schickt einen neuen Mann in die Auseinandersetzung …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Mehr Tiefgang, bitte!“67

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Eigentlich haben unsere Ex-Agentinnen vom Anderwelt-Nachrichtendienst für so etwas ja keine Zeit. Aber wenn ihre langjährige Freundin, Haushälterin und Ersatzmutter Iris ihren Bruce O´Shara heiratet, dann müssen die Dämonen warten, dass sie ihre Hintern versohlt bekommen. Dabei hätten unsere schlagkräftigen jungen Halb-Feen inklusive ihres Anhangs an Männern, Hexern und Drachen genügend zu tun, macht doch ein finsterer Dämon, der über eines der Geistsiegel gebietet und die Koyanni von sich reden.

Ein erster Anschlag auf das Gemeindehaus der Überweltlichen fordert unschuldige Todesopfer, Wilbur wird von einem Treggard und seltsam agilen Zombies überfallen und dann taucht auch noch ein neuer Dämonengeneral in Seattle auf – man sieht, langweilig wird es unseren Feen nebst Anhang nicht werden …

Wenn ein Autor sich entscheidet, seine Trilogie zu einer lang andauernde Serie auszubauen, dann muss er, in unserem Fall Yasemine Galnorn so einiges beachten. Die Konzentration auf die wechselnden, als Erzählerin im Mittelpunkt stehenden Halbfeenschwestern kann beibehalten werden, ihr Freundes- und Feindeskreis aber muss ebenso wie der Hintergrund deutlich ausgebaut werden.

Mittlerweile sind wir beim elften Band angelangt, und der Kampf gegen die Dämonen nimmt mehr und mehr Soap-Operazüge an. Immer mehr rücken die zwischenfeeischen Beziehungen in den Mittelpunkt, werden Beziehungen geknüpft, beendet und geheiratet. Dass dabei die Erotik nicht zu kurz kommt ist klar und auch nicht zu bemängeln. Allerdings führt die Verschiebung des Schwerpunkt von den Schilderungen der Kämpfe und Geheimnisse hin zu den Beziehungsproblemen doch zu einer merklichen Verlangsamung des Tempos der Romane. Zwar gibt es natürlich weiterhin Kämpfe gegen die Dämonen, allerdings beginnen sich diese zunehmend zu wiederholen, ermüdet der immer ähnliche Ablauf der tätlichen Auseinandersetzungen zunehmend. Um dies zu übertünchen versucht Galenorn durch plakative Gewaltdarstellungen zu punkten. Da werden, natürlich immer politisch korrekt, den Dämonen die Hoden abgerissen, Zombies zerstückelt und Gegner verbrannt, dass es selbst gestandene Horror-Fans schockt. Das aber nicht etwa dezent oder verschämt, sondern im grellen Rampenlicht.

Nicht, dass ich entsprechenden Schilderungen nicht grundsätzlich goutieren würde, doch eine gewisse Reflektion der Taten durch die, die sie begehen, ein Nachdenken über moralische Zulässigkeit und die Darstellung, wie diese Vorkommnisse die drei Schwestern innerlich verändern wäre angebracht gewesen. Hier vermisse ich die glaubhafte Charakterentwicklung, die die vordergründig nach wie vor packende Reihe mit ein wenig Tiefe hinterfüttern würde.

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