Der schwarze Thron 2 - Die Königin von Kendare Blake

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „One Dark Throne“,deutsche Ausgabe erstmals 2017, 512 Seiten.ISBN 3-7645-3147-9.Übersetzung ins Deutsche von Charlotte Lungstrass-Kapfer.

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Das meint Phantastik-Couch.de: Die Königin, die die Krone erringt, ist die Königin, der es bestimmt ist zu herrschen.76

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Die Insel Fennbirn steht einmal wieder am Scheideweg. Eine neue Königin soll die Herrschaft übernehmen, zukünftig über die Clans mit ihren besonderen Gaben herrschen.

Gleich, ob sie Giftmischer, Elementwandler, Naturbegabte und Krieger sind, sie alle unterwerfen sich willig der Einen, die über sie herrscht.

Natürlich aber ist es nicht nur eine Ehre, sondern bringt es auch handfeste Vorteile, wenn die Königin aus dem eigenen Clan kommt.

Seit Generationen haben die Giftmischer die Königin aufgezogen, ausgebildet und begleitet. Das soll auch dieses Mal so sein. Doch die Konkurrenz schläft nicht, so dass ein Wechsel der Herrschaftswürde durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

Im Jahr des Aufstiegs, wie der Kampf um den Titel genannt wird, müssen die drei ausgebildeten Prinzessinnen gegeneinander antreten. Nur wer die anderen beiden Schwestern besiegt, wer sie endgültig ausschaltet, der wird den Thron erringen.

Konnten wir im ersten Teil noch erkennen, dass Skrupel und Zurückhaltung, das erste vorsichtige Herantasten an die eigenen Gaben das Handeln der Schwestern bestimmte, so ist der Kampf nun in aller Ernsthaftigkeit ausgebrochen.

Insbesondere bei Katharine ist der Wandel offensichtlich und markant. Vom unsicheren, fast schon verschüchterten Mädchen des Beltanefestes hat sie sich zu einer auf den ersten Blick gnadenlosen Kämpferin entwickelt.

Begleitet von ihren jeweiligen Unterstützern und den auserkorenen zukünftigen Gemahlen werden Pläne und Ränke gefasst und umgesetzt, wird gefightet und intrigiert, dass es eine wahre Pracht ist.

Wer aber wird überleben, wer wird das Rennen um die Königinnenwürde letztlich für sich entscheiden – und wird diejenige dann überhaupt noch sie selbst sein?

Geruhsamer, fast ein wenig verwirrender Beginn mit einem Feuerwerk zum Cliffhanger-Finale

Ähnlich wie im Auftaktband ihrer nunmehr auf vier Romane ausgelegten Erzählung um den Schwarzen Thron hat der Leser zu Beginn ein wenig Mühe in die Handlung hineinzufinden. Zwar erhält man durch die Kapitelüberschriften gleich einen Hinweis, welche der Fraktionen gerade im Mittelpunkt steht, doch die andauernden Wechsel der Perspektive hemmt den Lesefluss ein wenig.

Zudem fehlt es an einer umfassenden Zusammenfassung der Ereignisse aus dem ersten Band, so dass sich der Rezipient, insbesondere was die Nebenfiguren anbelangt, erst eingewöhnen und einlesen muss.

Sind diese Anfangsschwierigkeiten überwunden, entwickelt sich der Plot durchaus spannend zum rasanten Finale hin weiter.

Festzustellen ist, dass insbesondere die Nebenfiguren leider zu blass bleiben, hier verschenkt die Autorin ganz klar Potential ihre Handlung noch breiter aufzustellen. Die Romantik darf natürlich nicht fehlen, wobei die emotionalen Achterbahnfahrten recht dosiert und als natürlicher Bestandteil der Zeichnungen der drei Anwärterinnen in die Handlung eingebaut werden.

Durch Geheimnisse, die offenbart werden, unerwartete Wendungen und Ereignisse und natürlich die Einflussnahme der Clans, wird das Tempo gegenüber dem ersten Band deutlich angezogen, auch wenn manche Entwicklungen etwas sprunghaft und wenig vorbereitet erscheinen.

Fazit:

Wer den ersten Teil goutiert hat, der wird vom Folgeband, dem zweiten von vier projektierten Teilen, trotz einiger Längen und unmotivierten Sprüngen begeistert sein. Die Lektüre des Auftakts sollte allerdings vorhergehen, sonst wird man dem Plot schwer folgen können.

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