Psychotrop von Lisa Smedman

Buchvorstellung

Psychotrop von Lisa Smedman

Originalausgabe erschienen 1998unter dem Titel „Psychotrope“,deutsche Ausgabe erstmals 1999, 366 Seiten.ISBN 3-453-16172-6.Übersetzung ins Deutsche von Christian Jentzsch.

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In Kürze:

Es begann als harmloser Wettlauf durch die Matrix, doch nun sind die fünf Runner in einer virtuellen Landschaft gefangen. Eine merkwürdige Welt ist das, in der jederzeit Freunde aus der Vergangenheit auftauchen können – Freunde, die eigentlich nicht mehr leben dürften.

Ihre Meinung zu »Lisa Smedman: Psychotrop«

M.Reinsch zu »Lisa Smedman: Psychotrop«14.02.2018
Fazit: Nicht leicht zu lesen, es sei denn, man ist selber „Decker“
Das Seattle RTG wird für fast alle Decker zur „Todesfalle“, denn sie finden sich in einer immer wieder kehrenden Schleife ihrer schlimmsten Alpträume wieder, ohne etwas gegen sie ausrichten zu können. Nur eine Handvoll Decker schafft es, in die RTG zu gelangen und (zumindest mit ihren schon hochgeladenen Programmen) zu agieren. Auffällig ist, dass die gesamte RTG in einen vom Tod dominiertes Matrixbild verwandelt wurde und die „freien“ Decker alle Avatare mit dem gleichen Bezug nutzen. Doch nur gemeinsam können sie der Bedrohung im Netz entgegentreten, was aber von Ihnen verlangt, über ihren eigen Schatten zu springen und Vorurteile, negative Erfahrungen und den eigenen Todeswunsch zu überwinden…
Es ist sicherlich eine Herausforderung für Lisa Smedman gewesen, einen Shadowrun-Roman in die Welt der Matrix zu verlegen, aber so richtig gelungen ist es ihr leider nicht! Was zu Beginn, die Einführung ihrer Hauptprotagonisten sein soll, ist für den Leser ein wildes Durcheinander aus den verschiedenen Blickwinkeln der Handelnden. Hinz kommen noch 2-3 Nebengeschichten (die zwar Bezug zum Thema und der Geschichte haben), die den Leser weiter verwirren. Nur dem aufmerksamen Leser wird auffallen, das der ganze Roman binnen weniger Sekunden abläuft, was wiederum faszinierend ist, da ja Zeit innerhalb der Matrix nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Frau Smedman mischt leider nicht nur die Zeiten, sondern gibt auch jedem „ihrer“ Decker einiges an Besonderheiten mit auf den Weg, die neben der „Lebensgeschichte“ für gewisse Schwierigkeiten beim Lesen sorgt. Viele andere Ideen, wie „Matrixschamanen“, eine sich selbst erschaffende KI und weitere Besonderheiten, füllen das Shadowrununiversum mit neuem „Input“! Da die Autorin schön öfter in ihren Romanen in der Matrix unterwegs war, wusste ich in etwa auf was ich mich einlasse, aber aus meiner Sicht ist es wohl ihr schwächster Roman und einer der anspruchsvollsten Shadowrunromane der Serie, da er vom Leser neben viel Geduld auch ein fundiertes Wissen über die Matrix verlangt….
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