Das Licht in den Schatten von Lynn Flewelling

Buchvorstellung

Das Licht in den Schatten von Lynn Flewelling

Originalausgabe erschienen 1996unter dem Titel „Luck in the Shadows“,deutsche Ausgabe erstmals 1998, 636 Seiten.ISBN 3-404-20327-5.Übersetzung ins Deutsche von Susi Grixa.

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In Kürze:

Als der junge Alec von Kerry für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, in den Kerker geworfen wird, glaubt er fest, daß sein Leben nun zu Ende ist. Doch er hat nicht mit seinem Kerkergenossen gerechnet: Sergil von Rhiminee, Spion, Dieb, Schuft und Prinz – er ist vieles, nur eins nicht: berechenbar. Er nimmt Alec in die Lehre, und schon bald verstricken sich die beiden in einer gefährlichen Intrige, die sie mehr als das Leben kosten kann …

Ihre Meinung zu »Lynn Flewelling: Das Licht in den Schatten«

cain1999 zu »Lynn Flewelling: Das Licht in den Schatten«06.01.2015
Es gibt wenige Bücher, die mich bisher dermaßen gefesselt haben, wie Lynn Flewellings "Schatten-Gilde"-Romane. Als ich mir die drei Bände im vergangenen Jahr holte, wusste ich nicht, dass ich sie innerhalb von drei Tagen regelrecht verschlingen würde.
Als Alec von Kerry zu Unrecht im Kerker sitzend auf den mysterieusen und gerissenen Seregil í Rhiminee trifft, ahnt er noch nicht, dass dieser sein bis dato ruhiges und einsames Leben in den Wäldern durcheinanderbringen würde. Der Waise verspricht Seregil nach deren gemeinsamer Flucht ihn innerhalb von drei Tagen nach Wolde zu bringen, wo sich ihre Wege wieder trennen würden. Doch schon lange bevor die Beiden dort ankommen, ist dem Leser bereits klar, dass Seregil und Alec auch weiterhin zusammen bleiben würden.
Seregil, der sich sehr schnell als Dieb, Spion, Gauner, Barde und Adliger herausstellt (und dabei in jeder Rolle eine überzeugende Leistung absolviert), beschließt den jungen Alec unter seine Fittiche zu nehmen.
Die Lektionen, die er dem Jungen erteilt (Schwertkampf, Etikette, Schlösser knacken etc.) sind spannend und auch für den Leser äußerst interessant, zumindest ging es mir dabei so. Natürlich bleibt die Geschichte nicht allein bei Alecs Ausbildung stehen. Bereits in Wolde legen sie sich mit Mächten an, die gefährlicher nicht sein könnten und die Beiden werden ihr ganzes Können und eine gehörige Portion Glück brauchen, um heil aus dieser Situation wieder heraus zu kommen.
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, nur soviel. Seregil und Alec sind die sympathischsten Charaktere, die mir seit langem untergekommen sind und Lynn Flewelling ist eine Autorin, die es geschafft hat, dass ich nicht nur eine tiefe Liebe den Protagonisten gegenüber gehegt habe, sondern auch all den Nebencharakteren, die in ihren Detaills und Ausarbeitung eigentlich schon nicht mehr als Nebencharas bezeichnet werden dürften.
Ein großes Plus gab es bei mir für die langsame, sanfte Entwicklung der Beziehung zwischen Seregil und Alec, die sich stetig in die Richtung vom Freund zum Geliebten bewegt, diesen letzten Schritt aber bis zum Ende des zweiten Bandes vorbehält. Das Ganze wirkt niemals aufdringlich und findet in einer Welt statt in der es recht normal zu sein scheint wenigstens bi-sexuell zu sein.
Einen Kritikpunkt gab es für mich jedoch und der liegt nicht bei Lynn Flewelling. Die Übersetzung! Zugegebenermaßen beschränken sich hierbei die Mängel größtenteils auf den ersten Band. Einige Passagen wirken sehr holprig und muss es denn sein dass man Eigennamen wie Alec von Ivywell erst ins Deutsche übersetzt und dann am Ende doch wieder ins Englische rücktransferiert? Gott sei Dank belässt es der zweite und dritte Band bei den Original-Bezeichnungen. Man kann natürlich auch sofort zum Original greifen.
Eigentlich sollte jeder, der Fantasy in irgendeiner Weise mag, einmal in diese genialen Bücher reinschauen. Während "Das Licht in den Schatten" und "Der Gott der Dunkelheit" viel Unterhaltung und eine wundervoll detaillierte Welt bieten, wartet der dritte Band "Unter dem Verrätermond" mit einer politischen Intrige auf, die sich zwar über hunderte von Seiten hinwegzieht und somit die Story wesentlich langsamer und ruhiger macht als Band 1 und 2, mich aber trotzdem keine Sekunde lang gelangweilt hat. Zudem erfahren wir hier endlich mehr über Seregils Vergangenheit und sein Volk.
Bleibt eigentlich zu hoffen, dass es nicht das letzte Abenteuer zwischen Seregil und Alec war.
Edward Newgate zu »Lynn Flewelling: Das Licht in den Schatten«04.08.2014
'Licht in den Schatten' ist ein Mantel und Degen Spaß in Reinkultur. Der Autorin ist mit ihrem Erstlingswerk eine Meisterleistung gelungen, die von der ersten bis zur letzten Seite Freude bereitet. Humorvoll und spannend führt sie die Leser durch eine abenteuerliche Welt der Diebe und Spione, gespickt mit milden Fantasyelementen wie Magie und zauberhaften Wesen. Entgegen des Klappentextes seien künftige Leser gewarnt, daß der erste Roman der "Nightrunner"-Serie (wie sie im Original heißen) nicht für sich allein steht. 'Licht in den Schatten' ist zwar ein in sich weitgehend abgeschlossenes Werk, das aber den zum Verständnis notwendigen ersten Teil eines Zweiteilers darstellt. Man kann es auch alleinstehend lesen, doch wer sich von diesem wundervollen Buch fesseln ließ, will mit Sicherheit auch wissen, wie es in dieser spannenden Geschichte weitergeht. Mir ging es so und ich nutzte zwei Urlaubstage, um beide Bücher in einem Stück durchzulesen. Einzig die deutsche Übersetzung dieses ersten Teils weist einige Mängel auf. Doch sind diese nicht so gravierend, daß es einem die vollkommene Freude am Lesen geraubt hätten. Daher meine ich, ist dieses Buch sehr empfehlenswert.
DarkMadeleine zu »Lynn Flewelling: Das Licht in den Schatten«30.08.2009
Ich habe mich lange dagegen gesträubt dieses Buch zu lesen. Armer Waisenjunge trifft im Gefängnis auf einen Dieb, der ihn zu seinem Lehrling macht. Klischees über Klischees... Als ich es jetzt doch in die Hand genommen habe, musste ich schnell feststellen: Auch etwas, das nach Klischee klingt, kann extrem spannend sein. Die Geschichte fesselt von den ersten Seiten an und nimmt den Leser mit auf eine rasante Reise voller neuer, unvorhersehbarer Entwicklungen.

Einige sprachliche Mankos fallen etwas negativ auf (vor allem die plötzlichen Wechsel der Point-of-View-Charaktere), daher 5° Abzug. Ansonsten gibt es für mich eigentlich nichts zu bemängeln. Spannung, liebenswerte Charaktere und tolle Abenteuer. Ich freue mich auf die Fortsetzungen!
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