Die Kreuzfahrer-Straße - Pathfinder Saga von Michael A. Stackpole

Buchvorstellungund Rezension

Die Kreuzfahrer-Straße - Pathfinder Saga von Michael A. Stackpole

Originalausgabe erschienen 2015unter dem Titel „The Crusader Road“,deutsche Ausgabe erstmals 2018, 440 Seiten.ISBN 386762285X.Übersetzung ins Deutsche von Anke Steinbacher.

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Das meint Phantastik-Couch.de: Roman aus der Welt des Pen & Paper Rollenspiels76

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Seitdem ihr geliebter Mann auf einem Feldzug verschollen und vom Kampf gegen die Dämonen nicht zurückkehrt ist, steht Lady Tyressa Vishov allein da. Ihre zwei Kinder und ihr adeliger Bruder sind ihr einziger Halt. Als ihr Bruder des Verrats angeklagt und hingerichtet wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Statt in Schande auf den ihrem Nachbarn zur Verwaltung gegebenen Besitztümern zu bleiben, zieht sie freiwillig mit ihren Kindern in die Wildnis.

Hier, fernab der Intrigen des Hofs, inmitten des magischen Echowalds gründet sie, gegen den Widerstand des örtlichen Fürsten, Silbersee.

Im Verlauf des ersten Jahres der Siedlung muss sie sich mit dem magischen Wald, den Feen, Goblins und einem Oger auseinandersetzen. Dass ihre Kinder, die verwöhnte ältere Tochter und der unter Minderwertigkeitskomplexen leidende Sohn hier zu reifen Persönlichkeiten wachsen macht sie glücklich. Während Serrana sich zu einer begnadeten Bogenschützin entwickelt, entdeckt Jerrad sein magisches Talent.

Dann aber nimmt ein finsterer Plan Gestalt an – mittels nekromantischem Zauber werden die Oger dazu gebracht, die Siedlung anzugreifen – gut, wenn man gerüstet ist und wehrhafte Freunde zu seinen Freunden zählen kann …

Interessante Charakterentwicklung kombiniert mit einem packenden Finale

Michael A. Stackpole ist dem Leser phantastischer Literatur wahrlich kein Unbekannter. Insbesondere im Bereich der Action-SF hat er sich einen Namen gemacht. Mit vorliegendem Roman kehrt er zu seinen Fantasy-Wurzeln zurück.

Was aber erwartet den Leser in dem aus dem Pathfinder Universum bekannten Ambiente?

Nun, wir haben unsere ins Exil gehende Adelige, eine starke, allein erziehende Frauenfigur, ihre beiden zunächst unscheinbaren Kinder und eine Umgebung, die viel Flair und Magie anbietet. Es gibt wilde Gegner – Oger und Goblins, aber auch der Wald selbst erweisen sich zunächst als gefährlich – eine verlassene, von den Oger eroberte Stadt, einen Zaubererturm, Feen und gebrochene Soldaten, die aus dem Krieg gegen die Dämonen traumatisiert zurückgekommen sind.

Das ist in seiner Zusammenstellung zunächst einmal ungewöhnlich.

Statt uns „nur“ von der Eroberung der Wildnis, dem Kampf ums Überleben zu berichten, führt der Autor politische Intrigen, finstere Ränke und Verräter mit ein.

Damit immer noch nicht genug, beginnt er im Verlauf des Romans, die neben ihrer Mutter immer deutlicher ins Zentrum rückenden Kinder zu entwickeln. Hier, die Metamorphose von der verwöhnten Zicke zu einer verantwortungsvoll und emanzipiert auftretenden Amazone, dort die fast unsichtbare Maus, die sich durch die Lehre bei einem Halbelfen zu einem Kämpfer und durch Eigenstudium zu einem Magier entwickelt. Das sind per se schon interessante, weil spannende Schicksale, die durch die von außen in die Gemeinschaft hereinwirkenden Gefahren, aber auch die neuen Verbündeten noch packender gestalten.

Nach und nach enthüllt sich der finstere Plan des Verräters, wächst und gedeiht die Siedlung allen Widrigkeiten zum Trotz – bis im Finale dann auch die Kampf- und Actionfans auf ihre Kosten kommen.

Fazit:

Der Band bietet all das, was wir uns von einem Roman eines Pen & Paper Rollenspiels erwarten – und ein wenig mehr.

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