Das Blut der Könige von Richard Schwartz

Buchvorstellungund Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2016, 512 Seiten.ISBN 978-3-492-28053-2.

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In Kürze:

Das große Finale der »Lytar-Chronik« – Bestsellerautor Richard Schwartz schließt sein Epos um das mächtige Artefakt, die legendäre Krone von Lytar, ab. Nachdem die ersten beiden Bände ursprünglich unter dem Pseudonym Carl A. deWitt erschienen waren und nun komplett überarbeitet vorliegen, warten alle Fans sehnsüchtig auf den dritten Band. Endlich werden die Geheimnisse von Lytar gelüftet – und das Blut der Könige wird fließen …

Das meint Phantastik-Couch.de: Das Buch, von dem selbst der Autor annahm, dass es nie geschrieben würde88

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Einst, so geht die Mär, herrschte das Reich des Greifen mit seiner Hauptstadt Lytar über die ganze Welt. Ihre Magier schufen mit gottähnlicher Macht Kunstwesen, die alle Bedrohungen von Lytar fernhielten und das Reich sicherten.

Dann kam es, wie es kommen musste; – im Geschwisterstreit um die Herrschaftswürde rief Prinz Belior sich selbst zum Herrscher aus, die Tempel der Göttin Mistral wurden geschändet und geschliffen und die Götter nahmen Rache. Ein Strafgericht ohnegleichen ging über die Küstenstadt hernieder, die letzten Bewohner retteten sich mühsam in ein abgelegenes Hochtal, in dem sie fürderhin friedlich ihr Leben fristeten.

Jahrhunderte vergingen im Frieden, jetzt aber erhebt sich das Böse erneut. Aus Thyrmator entsendet der Kanzler seine Heerscharen um nach der verschollenen, zauberkräftigen Krone von Lytar zu suchen. Eine Gruppe junger Dorfbewohner stellt sich den Aggressoren in den Weg.

In der Küstenstadt Berendall kam es zum ersten, verlustreichen Aufeinandertreffen. Dabei gesellen sich zu unseren jungen Helden neben den Nachfahren des alten Reiches auch gar merkwürdige Verbündete. Alte, schrullige Männer, die ein ungewöhnlich ausgeprägtes Wissen über die Errungenschaften des alten Reiches ihr Eigen nennen, Priester und Adelige. Dass einige unserer Helden in die Metropole des verfeindeten Reiches entführt werden, erweist sich in der Folgezeit als wahrer Segen. Hier, inmitten ihrer Feinde finden sie nicht nur Verbündete, sie erhalten auch Einblick in die Pläne der Eroberer. An geschichtsträchtiger Stelle treffen die beiden Seiten dann zum letzten Kampf aufeinander …

Abenteuer-Fantasy Deluxe

Richard Schwartz erläutert im Vorwort zum Roman kurz die mehr als holprige Entstehungsgeschichte der Trilogie. Zunächst unter dem Pseudonym „de Witt“ in einer vom Autor so nicht genehmigten Fassung in zwei Verlagen veröffentlicht, schien es, als ob der dritte, abschließende Band nie geschrieben werden würde. Schwartz strebte immer an, die ersten beiden Bände, so wie er sie ursprünglich verfasst hatte, neu herauszubringen, bevor er den abschließenden Teil schreiben würde. Nur einen Verlag davon zu überzeugen, eine dritte Auflage aufzulegen, das schien aussichtslos. Der Erfolg seiner Askir/Götterkriegesaga öffnete bei Piper das Tor und das Projekt wurde umgesetzt.

Ursprünglich auf einer Rollenspiel-Kampagne fußend, und weit vor der Askir-Saga erdacht, weist die Trilogie schon alle Ingredienzien auf, die seine Erfolgszyklen später auszeichnen sollte. Neben den charismatischen, vielschichtig gezeichneten und sich fortentwickelnden Helden dürfen weder Prophezeiungen, die auf Erden wandelnden Götter, noch die unsterblichen Zauberer oder die gefallenen / dekadenten Reiche fehlen.

Auch der besondere Kniff, die Handlung aus Sicht eines Barden aus der Zukunft, der diese in einer Wirtschaft zum Besten gibt, zu schildern, erweist sich als Glücksgriff. Dessen intime Kenntnisse, seine pointierten Kommentare und Wertungen tragen ebenso zum Unterhaltungswert wie auch zur Faszination der Saga bei. Passend bemüht Schwartz sich erfolgreich, seine Sprache der Ära anzupassen, vermeidet moderne Begriffe und schafft so zusätzlich Atmosphäre.

Fazit:

Es ist ähnlich wie bei der Askir-Reihe – auch wenn wir die Versatzstücke kennen, die Abenteuer dem Bekannten folgten, übt der Plot einen gar seltenen Sog auf den Leser aus. Schwartz ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, der seine Leser in eine archaische Zeit entführt, das Hier und Jetzt vergessen lässt und im Bereich der Abenteuer-Fantasy die Spitze der deutschsprachigen Verfasser anführt.

Ihre Meinung zu »Richard Schwartz: Das Blut der Könige«

Julianis zu »Richard Schwartz: Das Blut der Könige«03.11.2017
So, der letzte Band ist da. Endlich, ich hatte es nicht mehr zu hoffen gewagt. In einem Atemzug durchgelesen. Wie immer, gut zu lesen, stilistisch gut und durchaus spannend. Man darf nicht vergessen, das er diese Geschichten ursprünglich als erste geschrieben hat und nicht nach der Askir-Reihe. ich fand das Buch einen würdigen Abschluss und die ein oder andere Überraschung wurde einem als Leser dann doch geboten.
Yantur zu »Richard Schwartz: Das Blut der Könige«02.05.2017
Der Band wurde nun bereits wieder auf den 3.Juli 2017 verschoben (zum 3. Mal seit der Ankündigung des Banes bei Piper). Ich habe extra im März 17 nochmals die beiden Neuauflagen gelesen, um wieder in der Geschichte zu sein. Ein Trauerspiel von Piper. Offenbar muss man mit den Fantasy-Reihen warten, bis der letzte Band erscheint. Es ist nun knapp 10 Jahre nach der Erstauflage - bei der Verlässlichkeit bin ich mir auch nicht sicher, ob der Band wirklich noch erscheint.
Reinhard Kraut zu »Richard Schwartz: Das Blut der Könige«04.11.2016
Meine Meinung zu dem Band das Blut der Könige
Es ist ein Trauerspiel um dieses Buch.Lange hat man auf den Abschluß der Lytar-Trilogie gewartet und nun wird der Band von Termin zu Termin verschoben.Ich bin eigentlich ein Fan von R.Schwartz aber von dieser Art der Erscheinungsweise der Bände halte ich gar nichts.Das sieht ja fast so aus,als wenn er den Schlußband nicht hinbekommt.Ich bin nur gespannt ob im April 17 der Termin wieder verschoben wird

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