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Carsten Kuhr
Das Ende der modernen Welt ist da

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Aug 2014

Stellen sie sich vor, was passieren würde, wenn hoch über dem Boden der USA, Europas und Chinas zeitgleich grosse Atombomben gezündet würden. Der von den Bomben ausgehenden elektro-magnetischer Impuls – kurz EMP – würde sämtliche elektronischen Geräte mit einem Schlag zerstören. Flugzeuge fallen vom Himmel, Autos und Züge fallen aus, Handys und Dialyse-Geräte ebenso wie Herz-Kreislaufmaschinen und Wasserpumpen. Die moderne Zivilisation wäre mit einem Mal wieder auf ein vorindustrielles Niveau zurückgeworfen – ohne darauf auch nur im Geringsten vorbereitet zu sein.

Genau dieses Szenario schildert uns G. Michael Hopf im ersten Band seiner Endzeitserie.

Aus der Sicht dreier Männer, einem ehemaligen Marine, der in San Diego versucht, seiner Familie das Überleben zu sicher, dessen Bruder, der aus Afghanistan heimkehrend den bewaffneten Kampf um die Macht miterlebt und dem überforderten, neu bestellten Präsidenten des USA wird die Geschichte des Niedergangs erzählt.
In einer Welt ohne Strom, ohne technische Hilfsmittel gilt bald nur noch das Recht des Stärkeren, des Brutaleren – die zivilisationäre Tünche wird schnell abgestreift, wenn es um das Überleben geht ...

Ein Hauch von Mad Max umweht den Auftakt einer Serie

Wir kennen sie inzwischen leidlich – die Schilderungen des Zusammenbruchs der Zivilisation nach einem verheerenden Militär- oder Terroranschlag. Das Ende des gesellschaftlichen Miteinanders, der Ordnung und letztlich der Mitmenschlichkeit gefolgt von marodeurenden Banden, Möchtegern-Diktatoren und überforderten Politikern wurde bereits des öfteren beschrieben. Was den Auftaktroman einer kleinen Serie – Band 2 erschien im Sommer 2014 im Luzifer Verlag – aus der Masse entsprechender Werke hervorhebt ist, dass es dem Autor gelingt, uns das Geschehen auch und insbesondere in Einzelheiten überzeugend zu präsentieren. Gerade der immerwährende Wechsel der Perspektiven durch die verschiedenen Erzähler verschafft dem Autor die Möglichkeit sich sehr intensiv und unmittelbar mit dem Zusammenbruch zu beschäftigen.

Als Ex-Marine kennt sich der Autor dabei bestens in Bezug auf die militärische Denk- und Handlungsweise aus, und baut auf dieses Fundament seine Gestalten auf. Das sind tatkräftige Männer, die den Schutz ihrer Familie im Sinn haben, somit nachvollziehbar und positiv gesetzt handeln. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel aus der Hopf uns seinen Plot nahebringt, gelingt es ihm in einem erfreulich prägnanten Umfang Entwicklungen in den unterschiedlichsten Regionen nahezubringen.

Auch wenn der Text insbesondere im ersten Drittel stilistisch ein wenig holpert, liest sich das Geschehen spannend und abwechslungsreich durch. Besonders die glaubwürdige Darstellung der Verrohung der Sitten, der Verlust an Menschenleben und der Kampf um die schnell knapp werdenden Ressourcen prägen hierbei den Roman.

Die neue Welt

Die neue Welt

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Letzte Kommentare:
01.10.2016 17:10:37
Yamamoto

thelium:

Sie haben das Buch nicht ansatzweise gelesen!

Ihre "Rezension" ist eine absolute Frechheit und miesestes USA Gebashe.

... die Figur liegt nach 10 Seiten in ihrem Blut. -

Totaler Unfug.

Da man auf dem Buchrücken den Inhalt in Kurzform lesen kann (Oder man informiert sich im www) - hat sie etwa Jemand gezwungen das Buch (angeblich) zu lesen - wohl kaum.

Ich fande den ersten Band megaspannend (sehr unterhaltsam).

Der Autor ist ehemaliger "Marine" und weiß wohl, wovon er schreibt.

Wer mit Brutalität und Grausamkeiten nicht klar kommt - Finger weg.

Allen anderen sei es sehr empfoheln (Es sei denn, er ist wie "thelium" absoluter USA-Hasser).

Wer Action mag wir hier definitiv nicht entäuscht.

Semper Fidelis

18.04.2015 08:01:28
thelium

Dystopien faszinieren mich, seit ich damals "Luzifers Hammer" gelesen habe. Aber was bekomme ich hier?
Ein Hoch auf die Marines, die auf ewig unverstandenen Kämpfer für Freiheit und Pax Americana. Eigentlich hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, das Alles schon hundert Mal als Film gesehen zu haben.
"Y'all got the game plan?" "Hooah sergeant!"
Die Protagonisten agieren stereotyp, wie man es aus eben jenen Streifen kennt. Gordon ist Chuck Norris. Andere Namen muss man sich nicht merken, die Figur liegt nach 10 Seiten in ihrem Blut. Stets erst schiessen, dann Fragen. Hinter jedem Mann steht eine seltsame (natürlich sportlich schlanke, gut aussehende, etwas kaprizöse) Frau. Verlass ist nur auf die Band of Brothers und wehe, etwas stellt sich den Marines in den Weg. Nachbarschaft ist wichtig, aber hey, solche Verluste können kompensiert werden. Besonders der neue Präsident zeigt deutlich, das Zivilisten in dieser Welt des "Survival of the toughest" nichts verloren haben. Und hütet Euch vor den Latinos! Langsam keimt in mir der Verdacht, dass unsere amerikanischen Freunde wirklich so sind/denken. Buch 2? Ohne mich!