Couch-Wertung:

88°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

2 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:95
V:2
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":2}
Carsten Kuhr
Tausendundeine Nacht meets Dune

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Sep 2016

Was braucht man für einen modernen Fantasy-Roman? Nun, ein ungerechter Herrscher, ein finsterer Magier, ein edler Dieb und eine findige Vertreterin der Ordnungsmacht kommen schon mal ganz gut. Das Figurenkabinett des Zwerge und Albae Bestsellerautors ist damit zu Beginn des Romans zunächst einmal vollständig.

Die Handlung selbst beginnt damit, dass der Verbrecher in den Fußstapfen eines Robin Hoods bei dem Dunkelmagier einsteigt und diesen ausrauben möchte. Als er erwischt wird, kommt gerade die örtliche Vertreterin des Gesetzes an den Tatort und wird, zusammen mit dem Täter vom Magier mit einem Fluch getroffen. Beide finden sich zunächst getrennt in einer Wüste wieder, vor der sie bald bemerken, dass sie sich auf einer anderen Welt befindet.

Nach ersten Begegnungen mit der einheimischen Fauna - lebend wie untot - kommen sie in die Metropole WédMra. Die auf der einzigen Quelle weit und breit errichtete, schwer befestigte Stadt birgt mehr Geheimnisse, Verrat und Verbrechen als Flöhe. Beherrscht von einem nie in Erscheinung tretenden Magier haben die Menschen die eigentlichen Ureinwohner mit einem Trick um das lebensspendende, bei Genuss magische Kräfte verleihende Nass gebracht. Doch jetzt braut sich ein Sturm über WédMra zusammen, ein Angriff der Ureinwohner droht und dies just, als die Stadt innerlich durch Verrat, gieriges Machtdenken und Intrigen verrissen wird - mittendrin unsere beiden Protagonisten, die eigentlich nur einen Weg nach Hause suchen ...

Der Erfolgsautor auf neuen Wegen

Markus Heitz hat die deutschsprachige Fantasy mit seinen Bestseller-Romanen verändert. Nach seinem fulminanten Start mit den Zwergen, denen er später die Albae folgen ließ (beide Reihen erscheinen im Piper Verlag) verwöhnte er seine Fans auch mit Science Fiction (Heyne) und Urban-Fantasy Thriller (im Knaur Verlag). Nun legt er, passend zum Auftakt der neu gestarteten Fantasy-Edition im Knaur Verlag einen neuen Fantasy-Schmöker vor. Wer allerdings trinkfreudige Zwerge in kargen Hochgebirgs-Festen oder vergeistigte Elfen in ihren der Erdanziehung trotzenden Wohnungen erwartet, der reibt sich überrascht die Augen.

Es geht in ein Sandmeer zu einem Juwel der Wüste, einem Handelszentrum, in dem sich die Karawanenwege kreuzen. Orientalisches Flair, die Bazare, die pfiffigen Händler und die Stadt selbst bestimmen das Bild. Zunächst müssen sich unsere beiden Erzähler, die so abrupt in eine auch für sie unbekannte Umgebung versetzt wurden, erst einmal orientieren. Wie ist die örtliche Machtpyramide aufgestellt, wer herrscht und mit welchen Mitteln, gibt es einen wie auch immer gearteten Weg zurück in die Heimat - Fragen, die sich Liothan und Tomeija stellen. Und wie sind die geheimnisvollen, exotisch und rätselhaft beschriebenen Wüstenstämme, die Nomaden und die riesigen Tiere des Sandmeeres einzuschätzen - Fragen, die den Roman bestimmen.

Das ist inhaltlich, wie vom Aufbau her weit von den Zwergen / Albae aber auch den Ulldart Titeln entfernt, geht ganz eigene, und damit interessante Wege und fasziniert mit dem Flair aus "tausendundeiner Nacht meets Dune". Ein höchst willkommener und überzeugender Auftakt der neuen Reihe.

Wédora - Staub und Blut

Wédora - Staub und Blut

Deine Meinung zu »Wédora - Staub und Blut«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
24.01.2018 20:56:35
benfi

Mit dem Roman 'Wedora - Staub und Blut' ist der deutsche Autor Markus Heitz erneut in seinem starken Genre der Fantasy. Dieses Mal hält er für den Leser eine mehr als interessante Stadt bereit, welche für seine Hauptprotagonisten Liothan und Tomeija eine fast unüberwindbare Herausforderung zu sein scheint. Sicherlich mag der ein oder andere nun denken: was kann an einer Stadt wie Wedora nun über 600 Seiten lang interessant sein? Nun ja, Herr Heitz hat sich sehr viele Gedanken gemacht und diese Stadt nicht nur in verschiedenste Bereiche eingeteilt, sondern ihr eine wunderbare Historie verpasst, welche alleine schon wert zu Lesen ist! Treibend ist hierbei natürlich, dass die T'Kashrâ, dem Sandvolk genau unter Wedora ihre heiligen Stätten wissen und ihnen somit dieser Moloch ein Dorn im Auge ist. Dazu noch weitere Gefahren natürlicher Art wie Drogen, Glücksspiel und zwielichtige Gestalten - und schon kann man durch Wedora sehr viele Seiten füllen. Zumal der Autor mit den beiden Hauptprotagonisten zwei grundsätzlich verschiedene Charaktere geschaffen hat, welche einzeln schon sehr reizvoll in Szene gesetzt werden. Besonders das mystische um die Ordnungshüterin Tomeija passt in diesen Fantasy-Roman wie die Faust auf's Auge. Zum Glück ist meine Befürchtung aus dem Vorfeld, hier eine Kopie von 'Dune', dem Wüstenplaneten vorgesetzt zu bekommen, absolut unbegründet gewesen - Wedora ist eigenständig und steht für sich. Für mich persönlich zeigte sich außerdem, dass es scheinbar einfacher ist, wenn der Roman schon in Deutsch geschrieben wurde und mit den für das Genre berüchtigten Neugestaltungen von allen alltäglichen Dingen - beginnend bei einem neuen Namen zum Beispiel für die Jahre, Monate und Tage - versehen wurde. Diese nimmt man praktisch im 'Vorbeilesen' auf und adaptiert sie im Wortgebrauch. Das ist bei übersetzten Werken (zumindest bei mir) oftmals nicht der Fall und das regelmäßige Nachschlagen in dem Anhang unterbricht den Lesefluss zumeist etwas störend. Dazu ist die Handlung wie ein Rollenspiel aufgebaut - immerhin kommt die Grundidee zum Roman aus solch einem. Die Protagonisten werden immer wieder in neue Situationen hinein gesteckt. Das hält das Spannungslevel ziemlich hoch. 'Wedora - Staub und Blut' ist ein ziemlich guter Fantasy-Roman, der nur wenige Längen aufweist und den Leser bestens unterhält. Den Daumen klar nach oben!
89°

26.09.2017 11:30:31
Andreas

Seit langem wieder eine tolle (Klassic)Fantasy Geschichte die spannend und gut geschrieben ist. Man kann sich in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und fiebert mit und will mehr davon. Ich hoffe es bleibt nicht nur bei diesen beiden Teilen, denn es gibt noch so viel mehr an Stoff. Es wäre einfach zu schade diesen nur der Fantasie jedes einzelnen Lesers zu überlassen. Kurz und bündig... eine absolute Kauf-Empfehlung für alle Freunde der Fantasy!

14.10.2016 17:10:34
Resonanzensturm

Bin grade auf den letzten Seiten des Buches unterwegs und muss gestehen: Was für ein Ritt! Ich kann hier wirklich nur jedem Fantasy Leser raten, sich selbst ein Bild zu machen, es lohnt sich meiner Meinung nach.

Zu dem Inhalt möchte ich nicht viel sagen, vieles wurde oben in der Rezension schon genannt, aber es gibt noch mehr zu entdecken. Mich hat der Trip durch Wedora nicht losgelassen, habe es mehr oder weniger in einem Rutsch konsumiert.

Absolute Fantasie Empfehlung!