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Carsten Kuhr
Ein verlassener Gott auf Freiersfüßen

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Apr 2017

Es ist schon so eine Krux mit der Liebe. Da verliebt man sich in einen faszinierenden Mann, kommt mit dessen Teenager-Tochter gut aus, wird von seinen Freunden akzeptiert und doch ist da im Hintergrund immer etwas Störendes. Da gab es einmal eine andere Frau an der Seite des Geliebten, eine Frau, mit der zusammen er ein Kind hat, und die ihm nach wie vor irgendwie am Herzen liegt.

Dies gilt auch, ja sogar besonders, wenn es sich bei dem Mann um den Alpha des Werwolf-Rudels von Tri-Cities handelt und die Verflossene um Hilfe ruft.

Sie hat sich in Reno in Champagner-Laune mit dem falschen Typ eingelassen, der sie jetzt stalkt. Verstehen sie mich jetzt nicht falsch, nur weil ich eine Wer-Kojotin und eine verflixt gute Auto-Mechanikerin bin heißt das nicht, dass ich nicht Mitleid hätte oder Stalking als Kavaliersdelikt abtue. Schon gar nicht, wenn der Stalker ein kanarischer Vulkangott ist, der eine ganze Spur an Leichen auf seiner Suche nach der Verflossenen zurücklässt. Allerdings hört das Mitleid genau da auf, wenn ich merke, dass wir, heißt mein Mann, das Rudel und damit letztlich auch ich ausgenutzt und manipuliert werden, und der Gott meine Werkstat buchstäblich in Schutt und heiße Asche legt.

Dass einer der grauen Lords der Fae ein magisches Artefakt, das ich meinem Vater Cojote geschenkt habe zurück will, dass die Vampire mich binden wollen, dass das Sonderdezernat für übernatürliche Fälle nur zu gerne wüsste, was in meiner Werkstatt los war und wer mir geholfen hat kommt noch hinzu - gut also, dass ich gute Freunde und selbst jede Menge an Schmackes habe - schließlich ist mit einem Gott auf Freiersfüßen nicht zu spaßen ...

Trotz ähnlichem Handlungsaufbau immer wieder faszinierend

Auch im achten Roman um die toughe Mechanikerin und Wer-Kojotin Mercy Thompson bleibt Patricia Briggs sich treu. Einmal mehr geht sie nach erfolgserprobten Muster vor - man nehme Mercy, schmeiße sie kopfüber in den Schlamassel von übermächtigen Feinden und nervigen Menschen, und lasse sie dann allen Widrigkeiten und Wahrscheinlichkeiten zum Trotz letztlich triumphieren.

Spannung zieht der Plot dabei neben den inzwischen bekannten Figuren und dem David gegen Goliath Kampf aus der Faszination, die von den beschriebenen übernatürlichen Wesen ausgeht. Fae, Vampire, Hexer, Werwesen und Götter geben sich ein Stelldichein, mittendrin unsere Mercy.

Auch wenn sich das Grundschema immer ähnelt verfolgen wir die Handlung mit einem klopfenden Herzen, sind die Chancen doch wie immer so ungleich verteilt. Nur durch ihren Mut, ihre Cleverness und ihren unbändigen Willen kann Mercy letztlich bestehen, kann sie das Glück zu ihren Gunsten wenden. Dabei beobachten wir interessiert die zwischen-menschlichen Beziehungen der Figuren, ihre Liebe, ihre Eifersucht und das komplizierte Gefühls- und Beziehungsgeflecht des Rudels. Mercy nimmt dabei naturgemäß eine zentrale, dominierende Rolle ein, immer deutlicher aber werden auch die anderen Figuren herausgearbeitet und wachsen uns ans Herz.

Das ist Urban-Fantasy der es, trotz aller Ähnlichkeiten des Handlungsablaufs, immer wieder gelingt, den Leser zu überraschen und in ihren Bann zu ziehen.

Gefährtin der Dunkelheit

Gefährtin der Dunkelheit

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Letzte Kommentare:
08.01.2020 14:06:13
Blackfairy71

Gerade als Mercedes "Mercy" Thompson Hauptman versucht, ein relativ normales Leben zu führen - jedenfalls so normal wie es möglich ist als Ehefrau eines Alpha-Werwolfs in einem Haus mit seinem Rudel - ereilt sie ein telefonischer Hilferuf von Adams Ex-Frau Christy. Anscheinend ist jemand hinter ihr her, der versucht sie umzubringen. Und auch wenn Mercy sicher ist, dass sie diesen Wunsch bald teilen wird, nimmt sie Christy in ihrem Haus auf. Schließlich ist sie nicht nur Adams Ex-Frau, sondern auch Jesses Mutter, auch wenn sie diese vor Jahren verlassen hat.
Bald schon bereut Mercy allerdings ihre Großzügigkeit, denn Christy zeigt deutlich, wie viel ihr Adam noch bedeutet und dass das Haus einmal ihr Zuhause war. Auch Mercys hat erkämpfte Stellung in der Hierarchie des Rudels ist dadurch gefährdet, denn nicht alle Werwölfe waren damit einverstanden, dass Adam mit seiner Heirat eine Kojoten-Gestaltwandlerin ins Rudel holte.
Da ahnt Mercy allerdings noch nicht, dass dies eines ihrer geringeren Probleme ist, denn etwas wirklich Böses ist auf dem Weg in die Tri-Cities, ein mächtiger Feind, der nahezu unbesiegbar scheint...

Auf der Rückseite des Buches steht: Mercy Thompsons persönlichster Fall. Und das kann ich durchaus so unterschreiben, denn durch das Auftauchen von Adams Ex-Frau wird nicht nur ihr eigenes Leben bedroht, sondern auch das ihres Mannes und des Rudels, das für sie inzwischen ihre Familie ist. Die Geschichte ist wie immer sehr spannend, oft auch zum Schmunzeln und gerade zum Schluss hin sehr emotional.
Außerdem werden auch hier wieder alte Legenden und Traditionen der amerikanischen Ur-Einwohner in die Geschichte eingebunden, denn als Walkerin, die sich in einen Kojoten verwandeln kann, ist Mercy ja ein Teil davon.
Für mich ist jedes neue Buch der Reihe immer wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Ich mochte Mercy von Anfang an und auch Adam und Jesse. Hier taucht ein neuer Werwolf in den Tri-Cities auf, Zack, und ich bin gespannt, ob er in weiteren Abenteuern dabei ist. Gefreut habe ich mich auch über das Erscheinen von Stefan, der ja nicht in jedem Buch dabei ist.

Nach dem Beenden des Buches habe ich erst mal im Netz nachgesehen. Die Legende von Guayota gibt es auf Teneriffa tatsächlich, auch wenn Patricia Briggs sie sicher ein wenig ausgeschmückt hat. Aber das ist eben künstlerische Freiheit.

Mich hat dieser inzwischen achte Teil der Reihe jedenfalls wieder sehr gut unterhalten