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Petra Meyeroltmanns
Welche Tür soll es sein?

Buch-Rezension von Petra Meyeroltmanns Okt 2018

Eine junge Frau irrt durch ein Labyrinth, erst später erfährt der Leser, dass es sich um ein Höhlensystem handelt. In einer Art Halle befinden sich mehrere Türen unterschiedlicher Art, beschriftet mit diversen Schriftzeichen verschiedener Kulturen. Als die junge Frau sich bedroht fühlt, flüchtet sie durch eine der Türen und landet in einem Wald, der weniger idyllisch ist, als zunächst gedacht.

Ein Team aus unterschiedlichen Spezialisten macht sich auf die Suche nach einer verschwundenen Millionärstochter

Der Millionär Walter van Dam heuert ein Team aus unterschiedlichen Spezialisten an, Höhlenforscher, Freeclimber, Geologe, Medium und Hellseherin, Personenschützer, Parapsychologe, sie sollen seine Tochter Anna-Lena aus einem Höhlensystem befreien. Auch diese sechs Personen landen in der Halle mit den Türen, und sind merkwürdigen Phänomenen, wie Schwankungen in der Gravitation, ausgesetzt. Jeder von ihnen scheint ein Geheimnis zu haben und mancher ist nicht der, für den er sich ausgibt. Dazu kommen unheimliche Wesen und menschliche Gegenspieler – das Höhlensystem entpuppt sich als Todesfalle.

Es bleibt die Flucht durch die Türen. Doch auch hinter den Türen wartet nicht die Rettung, sondern neue Mysterien und Gefahren.

Ein interessantes neues Projekt des Autors

Markus Heitz neues Projekt klingt interessant. Er hat drei verschiedene Romane herausgebracht, die alle auf denselben Voraussetzungen basieren. Bereits einige Wochen vor Erscheinen dieser Romane konnte man die kostenlose Geschichte „Doors – Der Beginn“ lesen, am Ende dieser Geschichte stand das beauftragte Team vor der Frage, durch welche der Türen es gehen solle. Wer diese Geschichte noch nicht kennt, hat nichts verpasst, sondern findet sie auch, besonders markiert, in jedem der Romane, d. h., die ersten 83 Seiten jedes Romans sind identisch. Erst danach wird die Geschichte individuell weitererzählt.

Viele Fragen, noch wenige Antworten

Schon die ersten 83 stellen den Leser vor viele Fragen, noch mehr gibt es im Verlauf der weiteren Seiten, und – das schon einmal vorweg – auch am Ende des Romans sind noch viele offen. Das liegt daran, dass die drei Romane jeweils die „erste Staffel“ bilden, es ist also geplant, die Geschichten noch weiterzuführen. Das Team wird mit einer ganzen Reihe Gefahren und Problemen konfrontiert. Ein Teil davon wäre schon ausreichend für einen gelungenen Thriller, zumal bei der relativ geringen Seitenzahl von weniger als 300 Seiten. Auch dies ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass es eine Reihe weiterer „Staffeln“ geben soll. Für den Anfang wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

„Doors X – Dämmerung“ führt die Protagonisten und den Leser laut Klappentext in eine zukünftige Welt. Wer nun vermutet, der Roman spiele vorwiegend in dieser Welt, hat sich geirrt. Nur ein relativ kleiner Teil findet in einem Frankfurt am Main des Jahres 2049 statt und es ist noch nicht einmal die Tür mit dem X, die dorthin führt. Das kann beim Lesen etwas irritieren, immerhin hat man eine gewisse Erwartung. Überhaupt ist die Geschichte rund um die Türen sehr verwirrend, für die Protagonisten und ebenso für den Leser. Wohin eine Tür führt und ob man an den Ausgangspunkt zurückkommt, weiß man erst, wenn man es ausprobiert hat. Ob eine Tür sich öffnet, und wie, ist auch nicht immer offensichtlich.

Die Einführung der Teammitglieder ist gelungen, sie treffen nacheinander im Frankfurter Flughafen aufeinander, die Beschreibungen der Protagonisten und ihre Meinungen übereinander sind bereits aufschlussreich. Keiner wird allerdings sehr tiefgehend gezeichnet, sie wirken zunächst eher etwas stereotyp. Nach und nach erhält man Hintergrundinformation zu allen, es ergeben sich aber auch Fragen. Leider gelingt es dem Autor nicht, die Protagonisten dem Leser so nahe zu bringen, dass sich positive Gefühle für sie entwickeln, man sich um sie sorgt oder mit ihnen bangt.

Nicht durchgehend nachvollziehbar ist die Auswahl der Teammitglieder. Walter van Dam ist schwerreich, er hat Angst um seine Tochter und wählt doch nicht geschickt. Zumindest eines der Teammitglieder ist ein absoluter Fehlgriff, bringt die anderen mehr als einmal in große Gefahr und wäre sicher bei sorgfältigem Auswählen gar nicht zum Zuge gekommen. Interessanterweise erwähnt van Dam im Laufe der Handlung, wie er jeden einzelnen anheuerte, lässt dabei aber genau jenen aus, was die Vermutung nahe legt, dass der Autor einen Versager dabei haben wollte, aber nicht erklären konnte (oder wollte), warum – schade.

Fazit

Wer den Autor kennt, dürfte enttäuscht sein, zu sehen, dass der Roman relativ wenige Seiten hat. Leider führt der Klappentext ziemlich in die Irre, und weckt Erwartungen, die dann nicht erfüllt werden und sogar für Verwirrungen sorgen können. Einigermaßen verwirrend ist auch der Plot, der nicht nur viele Fragen aufwirft, sondern der es einem auch manchmal schwer macht, der Geschichte zu folgen. Es gibt ein Übermaß an Gefahren, aber zu wenig Erklärung und Auflösung. Trotzdem gelingt es dem Autor, ausreichend Spannung zu erzeugen und den Leser neugierig auf die erhofften Antworten zu machen.

Der große Wurf scheint mir dieser Band nicht zu sein, allerdings baut er auch erst die Geschichte auf. Man sollte dem Projekt noch eine Chance geben, vielleicht einen der anderen Bände lesen, oder auf die Fortsetzung warten. Eine endgültige Einschätzung des Romans kann wohl erst erfolgen, wenn die Geschichte zu Ende erzählt ist.

Doors X Dämmerung

Doors X Dämmerung

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Letzte Kommentare:
27.12.2018 07:58:01
benfi

Die neue Serie von dem deutschen Autor Markus Heitz mit dem schlichten Namen 'Doors' bietet nach der kostenlosen Vorgeschichte 'Doors: Der Beginn' drei Alternativen der fortlaufenden Geschichte der ersten Staffel. Als erstes habe ich mich für 'Doors X: Dämmerung' entschieden. Ich möchte es vorwegnehmen: ich bin schon ein wenig zwiegespalten. Da dieser Roman wie auch die anderen beiden Werke der ersten Staffel jeweils die Vorgeschichte innehaben, gibt es also pro Roman gerade mal ca. zweihundert Seiten Lesestoff; insgesamt sind es also 600, was fein ist, doch preislich liegen wir bei knappen 30 Euro. Andererseits: würde ich in ein paar Jahren durch Zufall einen der Romane in die Hände bekommen, wäre ich froh, dass die Vorgeschichte vom Verlag eingefügt wurde. Allerdings sind solche Dinge für meine Bewertung nicht ausschlaggebend, wie unter anderem auch nicht das Cover, welches mir von den drei Romanen schon am meisten zusagt. Die Geschichte ist doch das, was das Herz des Lesens bedeutet. Hier muss ich leider sagen, dass Herr Heitz die Geschichte einfach viel zu voll gepackt hat. Mehrere Handlungsstränge an verschiedenen Orten, die dann auch noch gewechselt werden; dazu steigert sich mit dem Verlauf der Handlung der Stapel an unbeantworteten Fragen und mysteriösen Gegebenheiten, welche bis zur letzten Romanseite weitaus unzureichend beantwortet werden. Okay, wir reden hier von dem Start einer gestaffelten Serie, aber wenn jedes Buch eine solche Ladung an offenen Fragen aufwirft, kann das ja heiter werden. Und wer soll sich das bis zur nächsten Staffel alles merken. Vorteilhaft ist jedoch der gewohnt fesselnde und flüssige Schreibstil des Autors. Somit wird es wohl das Beste sein, diese gesamte Serie eines Tages nochmal zur Hand zu nehmen und zu Lesen. Das muss aus meiner Sichtweise allerdings erst noch mit den beiden anderen Bänden geschehen. Ich lasse mich überraschen, wohin die alternative Handlung die Protagonisten dort führt...
77°

31.10.2018 19:49:37
Klaus Beck-Ewerhardy

Wie der Titel nahelegt entscheiden sich unsere Helden, die von dem Millionär Van Dam in ein Höh-lensystem unter einem alten Haus geschickt worden sind um dort dessen Tochter zu finden nach dem Auffinden einiger alter und einiger frischerer Leichen, einer falschen Tochter und einem Bereich, in dem die Schwerkraft aufgehoben wurde, in einem Raum mit fünf geheimnisvollen Türen für eine von ihnen. Hinter einer von ihnen muss sich die gesuchte junge Frau befinden. Und zu dreien von ihnen gibt es Hinweise, dass sie die richtigen sein könnten. Eine mit einem X, eine mit einem ! und eine mit einem ?. In diesem Band entscheiden sich die Suchenden für die Tür mit dem X und landen im Jahr 2049 und in einer Welt, in der Demokratie auf etwas seltsamer Art und Weise in einer Weiterentwicklung der Online-Petitions in Kombination mit Referenden funktioniert – oder auch nicht.

Nach einem wilden Ritt eines Teils des Teams in dieser Zeit, während die anderen in dem Höhlensystem, in dem sich die Türen befinden auf allerlei Probleme stoßen, finden sich nach und nach alle Mitglieder hinter einer mit einem X bezeichneten Tür wieder, in der sie eine unheimliche Stimme in ihre eigenen Albträume und Schuldtraumata führt. Zur gleichen Zeit versucht ihr Auftraggeber van Dam herauszubekommen, was mit seinen neuen und alten Angestellten geschehen ist und die Familiengeschichte der van Dams aufzuarbeiten, die eng mit den geheimnisvollen Türen verknüpft scheint. Und dann gibt es da noch mindestens eine weitere Gruppierung, die mit der ganzen Sache zu tun zu haben scheint, die in ihrem Vorgehen absolut skrupellos ist.

Trotz der Vergangensheitsaufarbeitung der meisten Hauptcharaktere bleiben diese bis zum Ende seltsam zweidimensional und können nicht wirklich fesseln und die sprunghafte Handlung bis zum abschießenden Cliffhanger ergibt auch keinen einheitlichen und gut lesbaren Erzählfluß. Auf eine Fortsetzung dieses Erzählstrangs kann ich ganz gut verzichten.