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Lisa Reim
Wenn das Stauffenberg-Attentat erfolgreich gewesen wäre ...

Buch-Rezension von Lisa Reim Okt 2018

Markus Heitz hat wieder zugeschlagen: „Doors“ heißt der neue dreibändige Geniestreich des Bestsellerautors. Der Name ist Programm, denn im Mittelpunkt der Geschichte stehen geheimnisvolle Türen, mit denen die Protagonisten und der Leser konfrontiert werden: Der stinkreiche Geschäftsmann Walter van Dam hat ein Expertenteam zusammengestellt, das seine in einem Höhlensystem verschwundene Tochter Anna-Lena retten soll. Eine van Dam’sche Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, besteht die Gruppe doch aus zwei Freeclimbern mit mysteriösem Hintergrund, einem ambitionierten Parapsychologen, einem wirklich schlechten Personenschützer, einem renommierten Höhlenforscher sowie einem fragwürdigen Medium. Als die Gruppe die Unterwelt erforscht, trifft sie bald auf fünf Türen. Doch hinter welcher sollen sie zuerst nach der Vermissten suchen? Ab hier liegt der weitere Verlauf der Geschichte in der Hand des Lesers. Denn je nachdem welchen der drei Bände er wählt, öffnet die Gruppe eine bestimmte Tür.

Weltgeschichte einmal anders

Der studierte Historiker Markus Heitz tobt sich in „Doors“ auf dem Feld der kontrafaktischen Geschichte aus, denn hinter jeder Tür erwartet das Team eine andere geschichtliche Epoche, in der vieles anders verlaufen ist, als unsere Geschichtsschreibung vorsieht. Wählt der Leser die Tür bzw. das Buch mit dem „?“ namens „Kolonie“ verschlägt es den Rettungstrupp in das Leipzig des Jahres 1944. Doch statt mitten im Bombenhagel zu landen, platzen die sechs in eine ausgelassene Silvesterfeier von Deutschen, Engländern und Amerikanern. Schnell wird dem Sextett klar, dass sie einen Zeitsprung hinter sich haben und in einer Art Paralleluniversum gelandet sind. Denn das Stauffenberg-Attentat auf Hitler ist geglückt – und das wirtschaftlich angeschlagene Amerika versucht nun Europa zu einer Kolonie zu machen. Die Gruppe gerät schnell zwischen die Fronten von Amerikanern und rebellierenden Russen. Und ganz nebenbei müssen sie ja immer noch die vermisste Tochter von van Dam finden.

Rasantes Action-Abenteuer im Nachkriegsdeutschland

In „Doors“ wird nicht viel Zeit verschwendet. Es geht rasant zur Sache, actiongeladene Szenen wechseln sich mit angespannten Situationen ab, die einen in Atem halten. Nicht umsonst sind die am häufigsten vorkommenden Substantive „G36“ und „Kevlarweste“. Der cineastische Erzählstil lässt den Leser schnell in die Geschichte eintauchen. Auch das Expertenteam selbst scheint einem typischen Actionfilm entsprungen zu sein: Da haben wir die toughe Kämpferin, den klugen Physiker, die geheimnisvolle Mystikerin und den stets belächelten Übergewichtigen. Eine illustre Runde, bei der man sich immer wieder fragt, wessen letztes Stündlein wohl als nächstes schlägt. Eine kurzweilige, aber intensive Lektüre, nicht zuletzt dank des hochinteressanten Settings. Denn bei diesem Clash von Vergangenheit und Gegenwart kommt auch der Humor nicht zu kurz. Schließlich haben die Alliierten noch nie in ihrem Leben ein Smartphone gesehen. Und mit ihrer komplett in schwarz gehaltenen Montur sehen unsere Protagonisten eher wie Nazis denn wie ein engagierter Rettungstrupp aus. Keine guten Voraussetzungen, um in den 40er Jahren nach einer vermissten Frau zu suchen.

Fazit:

Manchmal etwas überzogen, häufig etwas zu schnell. Dennoch hat Markus Heitz hier ein alternatives Geschichtsszenario gelungen gepaart mit einer actionreichen Handlung und einem hochinteressanten Erzählkonzept, das dem Leser die Entscheidung über den weiteren Handlungsverlauf überlässt. Davon darf es in Zukunft gerne mehr geben. Und egal, für welchen der drei Bände Sie sich entscheiden: Die anderen zwei werden Sie mit Sicherheit ebenso lesen wollen!

Doors ? Kolonie

Doors ? Kolonie

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Letzte Kommentare:
16.05.2019 19:11:55
benfi

Die neue Serie von dem deutschen Autor Markus Heitz mit dem schlichten Namen 'Doors' bietet nach der kostenlosen Vorgeschichte 'Doors: Der Beginn' drei Alternativen der fortlaufenden Geschichte der ersten Staffel. Als zweites habe ich mich für 'Doors ?: Kolonie' entschieden. Ich muss sagen, dass mir diese Alternative zum Verlauf der weiteren Handlung um das Szenario, welches jedes Buch nochmals enthält, viel mehr begeistert hat, als wie 'Doors X: Dämmerung'. Es war einfach strukturierter im Aufbau und wies viel weniger Handlungssprünge auf. Das brachte die Geschichte flotter voran - man befand sich einfach mittendrin! Im Vergleich zu dem bisher gelesenen Werk ist 'Kolonie' ebenfalls härter ausgestattet - kein Protagonist ist vor dem Roman-Tod sicher! Was mir trotz des eigentlich guten Romans schleierhaft ist, bleibt immer noch die im Hintergrund schlummernde Frage des Warum. Wieso gibt es dreierlei Verlaufs-Varianten? Sind alle drei gleichermaßen wichtig oder ist dies einfach eine Art Versuch, dem Leser verschiedene Versionen anzubieten? Ein sinniger Zusammenhang hat sich mir bei den ersten beiden Roman auf jeden Fall noch nicht erschlossen. Ebenfalls fand ich keinen Hinweis darauf, warum sich nun die eigentliche Geschichte vom Ende des zweiten Weltkriegs geändert, beziehungsweise einen anderen Verlauf genommen hat. Vielleicht mache ich mir da nun einfach zu viele Gedanken und sollte mich auf das Lesen beschränken. Einen spannenden Roman zu Schreiben, dass ist auf zweifelsfrei des Autoren Ding. So lasse ich mich mal von dem dritten Roman der ersten Staffel überraschen - vielleicht öffnet sich mir dann ja noch die Tür der Erkenntnis ...
79°

02.02.2019 15:08:03
K.-g. Beck-Ewerhardy

Wie in den anderen beiden Bänden beinhalten die ersten 83, am Rand eingefärbten Seiten den Inhalt aus dem kostenlosen eBook „Doors: Der Beginn“ und kann darum von denjenigen, die diesen bereits gelesen haben, problemlos übersprungen werden.

Wie der Titel nahelegt entscheiden sich unsere Helden, die von dem Millionär van Dam in ein Höh-lensystem unter einem alten Haus geschickt worden sind um dort dessen Tochter zu finden nach dem Auffinden einiger alter und einiger frischerer Leichen, einer falschen Tochter und einem Bereich, in dem die Schwerkraft aufgehoben wurde, in einem Raum mit fünf geheimnisvollen Türen für eine von ihnen. Hinter einer von ihnen muss sich die gesuchte junge Frau befinden. Und zu dreien von ihnen gibt es Hinweise, dass sie die richtigen sein könnten. Eine mit einem X, eine mit einem ! und eine mit einem ?. In diesem Band entscheiden sich die Suchenden für die Tür mit dem Fragezeichen und finden sich unversehens in einem Weinkeller einer Gaststätte am Sylvesterabend des Jahres 1944 in Leipzig wieder. Oben im Schankraum feiern Deutsche und Briten den Jahreswechsel, denn anscheinend ist der Zweite Weltkrieg hier schon vorüber und Leipzig ist von den Briten besetzt.

Diese Briten sind dort allerdings wohl in erster Linie als Erfüllungsgehilfen der Amerikaner, die nach dem Gelingen des Stauffenberg-Attentats das durch den Tod des Führers demoralisierte Dritte Reich relativ schnell aufgerollt hatten und nun eine übermächtige militärische Präsenz in ganz Europa haben – unterfüttert von Britischen Einheiten. Unwidersprochen eignen sie sich deutsche Technologien und deutsche Wissenschaftler und Ingenieure an, die sie zum Teil auch in die USA versenden. Gleichzeitig bereiten sie sich auf den Kampf gegen die ehemaligen Verbündeten in der UdSSR vor und auf den Endsieg gegen die immer noch verbissen streitenden Japaner. Und dazu haben sie sich zu einem ganz großen Schlag entschieden. Als die Besucher aus dem Paralleluniversum erfahren, was dies für ein Schlag sein soll, wird ihr ursprünglicher Auftrag hinfällig und sie beginnen einen Kampf um die Seele der Menschheit an sich.

Währenddessen versucht van Dam in der Ausgangsdimension herauszufinden, was es mit diesen seltsamen Türen auf sich hat, inwiefern seine Familie in deren Schöpfung und Betrieb verstrickt ist und welche anderen Gruppierungen damit zu tun haben. Und dabei begegnet er selbst unglaublichen Gefahren, die sein Leben für immer verändern könnten.

Dieser Roman endet in einem bösen Cliffhanger, was wohl erklärt, warum das ganze Projekt auch „Doors, Staffel 1“ genannt wird. Bis hierher auf jeden Fall ganz interessant.

28.01.2019 16:14:25
geronimox

Für mich der beste Teil der drei alternativen »Doors-Startromane«, da es hier um Nazi Geheimwaffentechnik geht. Ich stehe zwar in der Regel nicht auf historische Kriegsromane, aber die vielen geschichtlichen Verweise auf HiTech, paranormale und okkultistische Versuche der Nazis sind schon spannend zu lesen.

Da die drei Doors Startromane ja in alternativen Welten spielen kann Autor Heitz – für mich als Leser überraschend – schon am Romananfang ein oder mehrere Hauptpersonen sterben lassen. Dies ist ein Novum, da man als Leser gewohnt ist dass die Protagonisten bis zum Schluss durchhalten, sonst wären sie ja nicht die »Hauptdarsteller«. In den alternativen Romanen sterben jeweils andere Personen des Hauptcast.

Am Ende des Romans bleiben viele Fäden offen, aber das ist ja bei einem Startroman normal. Autor Heitz hat sich mit diesem »Alternative Geschichten« Konzept eine Wundertüte ergedacht, die noch sehr, sehr oft befüllt werden soll. Schaun wer mal.

Mein Fazit: Durchwachsen. Ein Roman der Starttrilogie war so lala, der andere wegen der Mittelalterlocation nicht mein Fall, der vorliegende aufgrund der Naziwaffenthematik ganz ordentlich. Zu Fortsetzungen dieser Reihe werde ich jedoch erst dann greifen, wenn andere Leser sie für Gut befunden haben.

7/10

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