Quofum von Alan Dean Foster

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Quofum“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 416 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Kerstin Fricke.

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In Kürze:

Für Captain Boylan und seine Crew ist die Mission zum unerforschten Planeten Quofum eigentlich ein Kinderspiel. Sie sollen vier Wissenschaftler auf die bizarre Welt bringen. Doch schon bald zeigt sich, dass in der Crew nicht alle die sind, die sie zu sein scheinen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der Traum jedes intergalaktischen Forschers entpuppt sich als eine Welt ohne Wiederkehr“59

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Kann es das geben, ein Planet in einer der unbedeutenden Regionen des Commonwealth gelegen, der einmal da ist, und dann plötzlich am angegebenen Ort von keiner Aufklärungsdrohne aufgefunden werden kann?

Grund genug für den Wissenschaftsrat, eine, wenn auch kleine Expedition zum Ort der Mysterien, passenderweise „Quofum“ genannt, zu entsenden. Sechs Wissenschaftler, fünf davon menschlich, und ein Thranx machen sich auf, dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Kaum auf dem Planeten angekommen, stoßen sie auf eine schier unglaubliche Anzahl von intelligenten, miteinander nicht artverwandten Rassen. Wie kann es zu einer solchen Summierung intelligenter Rassen kommen?

Die Suche nach der Auflösung des Rätsels wird jäh unterbrochen, als der Expeditionsleiter ermordet wird. Der Attentäter flüchtet, nachdem er einen weiteren Forscher erschossen hat, die überlebenden drei machen sich an die Sisyphusarbeit, die Arten zu katalogisieren und zu erforschen. Als sie Jahre später einen Eingang ins Innere des Planeten entdecken, ahnen sie nicht, dass sie nicht nur dem Rätsel des Planeten, sondern der Bedrohung des Universums und dessen verheißene Rettung auf die Spur kommen …

Zu Beginn Exotik pur, dann gehen die Pferde mit Foster durch

Die Bücher aus der Feder des sympathischen Weltreisenden Alan Dean Foster lassen sich grob in zwei Kategorien einordnen. Da sind zunächst einmal die Filmadaptionen, die dem Autor zwar gutes Geld brachten, die aber kaum lesenswerte Kost boten. Und dann sind da, sieht man einmal von seinem Ausflug in die humoreske Fantasy mit den „Bannsängern“ ab, die Homanx-Romane. Letztere schildern uns ein Commonwealth aus Menschen und insektoiden Thranx, die sich den aggressiven Aan gegenüber sehen. Im Hintergrund der Romane lauert eine noch diffuse, nicht nur die heimische Galaxie, sondern gleich das Universum als solches bedrohende dunkle Gefahr, die sich immer mehr nähert. Ausgehend von den Erlebnissen von Flinx schildert uns der Autor den Kampf gegen die Bedrohung.

Vorliegender Roman ist, nach einer Aufholjagd, was die deutschsprachige Publikation der Pip und Flinx Abenteuer anbelangt, endlich einmal wieder ein Abenteuer ohne den jungen Mann und seinen fliegenden Minidrachen. Der Waschzettel verspricht darüber hinaus spannende Lesestunden, deutet er doch an, dass Foster das präsentieren wird, was er am besten kann – die Darstellung einer auch in Einzelheiten überzeugend erdachten und portraitierten Alienwelt voller Exotik und dem berühmt-berüchtigten Sense-of-Wonder.

Die Ausgangslage ist dem Foster-Fan dabei bekannt. Thranx und Humanoide arbeiten zusammen bei der Erforschung der Galaxie. Und wirklich, die erste Hälfte des Buches hält für seine Leser genau das bereit, was sich der Freund spannender Weltraumabenteuer abseits der Military-SF erhofft. Mit leichter Hand gelingt es Foster einmal mehr, den Leser in eine fremde Welt zu entführen. Mit scheinbar unerschöpflicher Phantasie präsentiert er uns Wesen, gleich ob der Flora oder Fauna zugehörig, die in ihrer Fremdheit faszinierend und gleichzeitig überzeugend wirken. Wäre er doch auf diesem Weg weitergegangen, er hätte seinem Leser einmal mehr ein tolles Werk angeboten.

Leider aber entschied er sich dafür, der Geschichte nicht nur einen, sondern gleich zwei weitere – unnötige – Plots hinzuzufügen. Da ist zum einen der Mord zu nennen, der eigentlich nicht nur unnötig, sondern auch zusammenhanglos wirkt. Mühsam und konstruiert wird ein Motiv aufgebaut, nur um am Ende die Wissenschaftler auf den Planeten stranden zu lassen. Das wäre auch einfacher und damit überzeugender gegangen.

Danach wird die Verbindung zu der interstellaren Bedrohung installiert und dem Leser, aber auch nur demjenigen, der die entsprechenden Flinx-Romane kennt, ein wenig der Mund wässrig gemacht, auf das, was der Autor für die letzten Romane seines großen Epos in Petto hat.

Wie schon gesagt, der Roman liest sich wahrlich nicht schlecht, allerdings hat der Autor zu viele, zudem überflüssige Sub-Plots eingebaut, und sich selbst so einen Bärendienst erwiesen.

Ihre Meinung zu »Alan Dean Foster: Quofum«

M.Reinsch zu »Alan Dean Foster: Quofum«24.07.2012
Eine sechsköpfige Forschungsgruppe wird zum Planeten Quofum entsandt. Hier entdecken sie eine Flora und Fauna, die auf allen bisherigen und teilweise noch nicht bekannten Lebensformen basiert. Sie entdecken mehrere intelligente Lebensformen und versuchen mit Ihnen Kontakt auf zu nehmen. Als 2 Forscher getötet und sich ein Dritter mit dem Raumschiff absetzt, versuchen die übrig gebliebenen 3 Wissenschaftler das Geheimnis von Quofum zu ergründen.

Was als "Planet-Opera" beginnt, verstrickt sich schnell ­in einen "Wissenschaftsdiskurs" über die Möglichkeiten der Entstehung von Leben. Der Leser wird überfrachtet mit den Gedankengängen ­der Wissenschaftlern, sodass kaum noch Platz für eigene Interpretationen bleibt.
Sehr merkwürdige Storywendungen erschweren den Lesefluss ungemein und man verliert (nach einem angenehmen Anfang) recht bald die Lust/das Interesse an der Geschichte.
Wie schon in anderen Rezensionen geschrieben wurde, ist es schwer zu glauben, dass dieser Roman von ADF geschrieben wurde (und nicht nur auf einer seiner Ideen basiert).
Vielleicht ergibt die Geschichte mehr Sinn, wenn man den "Großen Zusammenhang" des gesamten Homanxzyklus endlich ersieht?!
Tommi Brem zu »Alan Dean Foster: Quofum«29.06.2011
Dito Klaus Beck-Ewerhardy.

Hinzu kommt die Inkonsequenz (um nicht zu sagen: die Fehler).

Zuerst widmet Foster der Tatsache, dass das Lager keine gesonderte Kommunikationszentrale braucht einen ganzen Absatz. Nur damit sich die Wissenschaftler nach Abflug des Attentäters genau dort treffen können, um zu versuchen, mit dem Shuttle bzw. dem Raumschiff im Orbit Kontakt aufzunehmen.

Der Rest liest sich wie eine Hommage an die Flora-Fauna-Fiction der sechziger Jahre (minus Hippies).

Grauenvoll.
Klaus Beck-Ewerhardy zu »Alan Dean Foster: Quofum«07.05.2011
Thematisch ein großer Wurf, der davon ausgeht, dass die Leserinnen und Leser mit dem sonstigen Werk Alan Dean Fosters – besonders seiner Homanx-Reihe – vertraut sind und auch damit zufrieden sind, dass sie den Ausgang der Geschichte später erfahren werden. Das kommt ja nun öfter vor und sollte eigentlich kein größeres Problem darstellen, aber in diesem Fall ist das schon ein wenig irritierend, denn auf Grund der sehr oberflächlichen Charaktere-zeichnungen und durch die ständigen Wiederholungen der Attribute guter Wissenschaftler und wissenschaftlichen Denkens und der ständigen Wiederholung der Unmöglichkeit der evo-lutionären Vorgänge auf Quofum liest sich dieser Roman ziemlich zäh und man wäre vielleicht mit einem vernünftigen Abschluss der Handlung noch gerade zufrieden gewesen. Aber so spektakulär sich die letzten Entdeckungen auf einer Leinwand machen würden, so unspek-takulär werden sie in sprachlicher Hinsicht dargestellt. Alles in Allem nicht wirklich ein Science-Fiction-Roman, den man gelesen haben müsste.
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