Star Trek - Der Roman zum Film von Alan Dean Foster

Buchvorstellungund Rezension

Star Trek - Der Roman zum Film von Alan Dean Foster

Originalausgabe erschienen 2009unter dem Titel „Star Trek - Film Tie-in Novelization“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 304 Seiten.ISBN 3941248057.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Das offizielle Buch zum Filmereignis des Jahres 2009 von Star-Autor Alan Dean Foster (Humanx-Zyklus, Star Wars, Star Trek, Alien)! Basierend auf dem Drehbuch von Robert Orci und Alex Kurtzman und dem Film von Kultregisseur J.J. Abrams. Die Geschichte zweier ungleicher junger Männer, Kirk und Spock, die sich zusammenraufen und über sich hinaus wachsen müssen, um gegen eine übermächtige Bedrohung bestehen zu können …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Nicht Fosters Geschichte“20

Science-Fiction-Rezension von Klaus Volmer

Der Stenenflotten-Kadett James Tiberius Kirk steht vor Gericht. Vertreter der Anklage ist der junge Halb-Vulkanier Spock, der Kirk mit seiner bestechenden Logik an den Rand des Rauswurfes aus der Stenenflotten-Akademie bringt. Doch bevor es dazu kommt wird Roter Alarm in der Sternenflotte ausgerufen und da Starfleet gerade knapp mit Personal ist, werden die fast fertigen Offiziere direkt auf verschiedene Raumschiffe verteilt. Obwohl Kirk eigentlich vom Dienst suspendiert ist, gelingt es ihm mit Hilfe seines Freundes Dr. McCoy auf die Enterprise zu gelangen. Unter dem Kommando von Cristopher Pike mit Spock als ersten Offizier startet die Enterprise mit Maximum Warp in Richtung Vulkan, um einem Notruf zu folgen.

Leider liegt die Betonung auf „könnte“ …

Ohne zu viel zu verraten sei gesagt, dass wieder mal die Zukunft der ganzen Föderation am seidenen Faden hängt und wieder mal das Raumschiff Enterprise mit James T. Kirk die letzte Hoffnung darstellt, die Föderation zu retten. Soweit so gut, soweit nichts Neues. Schließlich rettet James T. Kirk mit seiner Crew schon seit über 40 Jahren das Universum. Ungewohnt ist allein der Zeitrahmen in den uns das Buch versetzt. James Kirk ist ein noch unreifer junger Mann, der sich erst noch zu einer Führungspersönlichkeit entwickeln muss. Auch der zweite Hauptdarsteller dieses Romans, Spock, ist noch weit von dem Halbvulkanier entfernt, den die Fans kennen. Und so könnte dieses Buch eine Geschichte erzählen, die tatsächlich neu ist und sich wohltuend vom Standard-„Star Trek“-Szenario absetzt.

Ein Einblick in die Charaktere wird nur selten gewährt. Mechanisch, zeitweise lustlos, wird Szene für Szene bis zum unvermeidlichen Showdown „abgespult“. Fast schon akribisch beschreibt der Autor jede einzelne Bewegung der Akteure, jedoch ohne diese dabei richtig zum Leben zu erwecken. Werden die beiden Hauptakteure wenigstens noch ansatzweise charakterisiert, bleibt die übrige Crew fast vollständig farblos. Das Buch wird nur dann ansatzweise interessant, wenn mal wieder Action angesagt ist. Immer wieder ist zu spüren, dass Foster diese Geschichte eigentlich nur nacherzählt. Es ist nicht seine Story, sondern ein Drehbuch, dass er versucht akkurat in einen Roman umzusetzen.

„Das Buch zum Film“

Für echte Leseratten ist so ein Untertitel meistens ein Signal besser nicht zuzugreifen. Meistens geht es nur darum, ein Drehbuch zu nehmen, etwas auszukleiden und dann als Nebenprodukt zum Film auf den Markt zu werfen. Solche Literatur hat in der Regel nur eine Halbwertszeit von wenigen Wochen. Leider macht „Star Trek“ von Alan Dean Foster hier keine Ausnahme.

Der Film läuft derzeit in den Kinos mit großem Erfolg und haucht dem angestaubtem Star Trek-Franchise neues Leben ein. Neue junge Schauspieler, tolle Bilder und viel Action sollen den Weg ins 21. Jahrhundert weisen. Leider wurde mit diesem Buch die Chance verpasst, diesen Weg zu begleiten und Lücken zu füllen, die das Medium Film nicht schließen kann. Ein Buch zum Film kann eine echte Bereicherung sein. Bücher können Geschichten anders, aus einem anderen Blickwinkel erzählen als das Kino. Themen, die in 100 Minuten keinen Platz finden, können aufgegriffen, Charaktere, die im Film nur am Rande auftauchen, richtig lebendig werden.
So aber sollte man sein Geld lieber für eine Kinokarte ausgeben oder einen Blick in das Comic „Star Trek Countdown“ werfen, das in tollen Bildern die Verbindung zwischen Star Trek Nemesis und der aktuellen Geschichte herstellt.

Alles in allem vergebe ich 20°. Wegen der manchmal gelungenen Action-Szenen und des in Teilen interessanten Interviews mit Alan Dean Foster und J.J. Abrams am Ende des Buches.

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