Dark Ladies 1 von Alisha Bionda

Buchvorstellungund Rezension

Dark Ladies 1 von Alisha Bionda

Originalausgabe erschienen 2009, 240 Seiten.ISBN 3927071250.

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In Kürze:

Lassen Sie sich von geheimnisvollen weiblichen Wesen verführen, die Ihnen Perspektiven zu fremden Welten eröffnen, von denen Sie bisher nie zu träumen gewagt haben …Mit dabei: Barbara Büchner, Harald Braem, Christoph Hardebusch, Boris Koch, Aino Laos, Christoph Marzi, Uschi Zietsch u.v.m. Wolfgang Hohlbein hierzu: »Alisha Bionda hat sich neben ihrem Namen als Autorin auch einen als Herausgeberin gemacht. Ihre Anthologien sind ein literarisch-optisches Erlebnis. Nicht umsonst wurden zwei mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. In diesem Projekt hat sie wieder einmal ein sicheres Gespür für die Verbindung von Text und Bild bewiesen und eine illustre Autorenriege zusammengerufen.«

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die 'Dark Ladies’ vereinen Schönheit und Gefahr“80

Horror-Rezension von Elmar Huber

„Er blickt die Küste entlang, konnte sie aber nicht mehr entdecken. Im Angesicht ihrer Brüste und ihres Hinterns hatte er nicht darauf geachtet, und es konnte eigentliuch auch gar nicht sein, doch jetzt schien es ihm so, als hätte sie Hörner gehabt.“
(Boris Koch – Die, die tote Herzen bricht)

Martin Clauß: Luzifers Schöpfung

Noch wissen der Abenteurer Sid und seine Begleiterin Nora nicht, was sie an dem Ort erwartet, nach dem er vierzig Jahre gesucht hatte. Doch als sich eine uralte Prophezeiung erfüllt, beginnt für beide eine faszinierende Reise, die ein neues Licht auf die gesamte Menschheitsgeschichte wirft.

Sabine Ludwigs: Machlath

Die Zeichen sind bereits deutlich zu erkennen. Mike wird nicht mehr lange bei ihr bleiben. Doch wie bereits bei Tom und Ronald weiß Lilian, wie sie der schmerzhaften Trennung mit Hilfe des Dolches und Machlath zuvorkommen kann.

Günter Suda: Der letzte Pendelschlag

Der Besuch bei dem Esoteriker, den auch sein Freund Achim vor seiner Veränderung und seinem folgenden Selbstmord aufgesucht hat, bringt unerwartet schmerzhafte Erinnerungen an Lucy zurück. Lucy, die sie beide geliebt hatten. Nach und nach beginnt Robert zu verstehen, was damals in Achim vorgegangen ist.

Eva Markert: Eiskalt

In der ansonsten menschenleeren Eiswüste beobachtet sie den Inuit bei der Jagd. Sie bereut bereits, was unausweichlich passieren wird.

Barbara Büchner: Das Geheimnis

Niemand weiß um das Geheimnis in dem alten Schloss. Niemand außer seinen Eltern und ihr selbst. Und sie wird dafür sorgen, dass auch sonst niemand von dem Geheimnis erfährt, denn nur das Geheimnis bringt ihr unaussprechliche Wonnen.

Martin Kay: Der Kuss Walhallas

Nach seiner tödlichen Verletzung erscheint Feldwebel Berger, der nicht zurückschreckte, Frauen und Kinder zu ermorden, eine der Walküren der nordischen Mythologie. Sie erzählt ihm von Walhalla. Doch ist der Soldat tatsächlich für den Ruheort der gefallenen Krieger bestimmt?

Corina Bomann: Der Fluch der Hexengräfin

Ist es wirklich wahr, dass die Hexengräfin Kinder entführte, die später nicht wieder gesehen wurden? Ina, die ihre neue Stelle als Dorfhebamme in Blankendorf antritt, soll das schneller herausfinden, als ihr lieb ist, denn die Hexengräfin bereitet ihre Wiedergeburt vor.

Harald A. Weissen: Stadttiere

Im Halbdunkel der Kneipe breitet sein kauziges Gegenüber die Geschichte der Stadttiere und der Königin der Schnäbel vor ihm aus. Die Stadttiere, Nachkommen unheiliger Verbindungen zwischen Mensch und Tier, die ein antiker Dr. Moreau geschaffen hat, leben nun unerkannt unter den Menschen und zeigen sich nur zum Fressen und zur Fortpflanzung.

Christoph Hardebusch: Tag & Nacht

Die Tochter des Magnaten verliebt sich in den Sklaven, der es an Schönheit und Anmut beinahe mit der herrschenden Klasse, den Eintausend, aufnehmen kann. Als die Verbindung bekannt wird, wird der Sklave entstellt und verstoßen. Doch er kommt zurück, holt sich das gemeinsame Kind und sammelt Anhänger um sich, die sich der Herrschaft der Eintausend widersetzen.

Uschi Zietsch: Dornröschen

Prinz Arandil zieht aus, um Dornröschen mit einem Kuss aus ihrem Schlaf zu erwecken. Keinem Mann aus seiner Familie vor ihm ist das gelungen. Tatsächlich findet er das Schloß und spendet den erlösenden Kuss. Zu spät erinnert er sich an die warnenden Worte seines Vaters.

Damian Wolfe: Hexenspiele

Laure und Debbie beschwören zum Spass einen Dämon, nur um zu sehen, ob das alte Buch recht hat. Tatsächlich erscheint eine Dämonin, doch die Mädchen haben schließlich auch alle Sicherheitsvorkehrungen gegen Dämonen aus dem alten Buch getroffen.

Lothar Nietsch: Thanatos‘ Muse

Das geheimnisvolles Bild zieht ihn in seinen Bann. Des Nachts steigt eine Frau aus dem Bild, um mit ihm zu tanzen, doch sie verschwindet wieder. Beim Aufwachen stellt er fest, dass er nur knapp und mit erheblichen Verletzungen dem Flammentod entkommen ist. Nun sehnt er seinen Tod herbei, um wieder mit Thanatos’ Muse vereint zu sein.

Boris Koch: Die, die tote Herzen bricht

Desillusioniert und gelangweilt flieht Lilith eines Tages aus der Hölle in die Welt der Menschen. Sie, die Satan derart mit ihrem unschuldigen Aussehen faszinierte, dass er ihr eine besondere Aufgabe übertragen hatte.

Langeweile stellt sich in Gegenwart der „Dark Ladies“ nicht ein

Alisha Bionda, zweifache Gewinnerin des Deutschen Phantastik-Preises, hat einmal mehr ihre mannigfaltigen Kontakte spielen lassen und zu einer besonderen Anthologie gerufen. Das Thema war, je eine der Grafiken von Gaby Hylla zu vertexten. Die Bilder der Künstlerin zeigen die namengebenden „Dark Ladies“: ledergestiefelte Gothic-Bräute, aristokratische Hexen, geflügelte Rachegöttinen, schwertschwingende Amazonen, usw., die den AutorInnen als Inspiration dienen sollten. Die Bandbreite der daraus resultierenden Geschichten ist auf jede Weise verblüffend.

Von Geschichten, deren Grundidee leicht Stoff für weitere Erzählungen liefern könnte, bis zum Kürzestbeitrag, der eher als Stimmungbild funktioniert, ist eine Menge vertreten. Weitausholende Fantasy („Luzifers Schöpfung“), Gothic-Pulp-Grusler („Der Fluch der Hexengräfin“), dunkelerotische Obsessionen („Das Geheimnis“, „Thanatos’ Muse“) und mythologisch gefärbte Stücke („Der Kuss Walhallas“, „Dornröschen“) wechseln sich ab. Geschichten entwickeln sich aus Dialogen („Stadttiere“) über Rückblenden („Tag & Nacht“) oder durch Andeutungen („Machlath“) und halten so ihre Spannung.

Ebenso spannend ist es, zu sehen, wie die einzelnen AutorInnen Gaby Hyllas „Dark Ladies“ in ihre Erzählungen eingebunden haben. Mal bauen die SchreiberInnen eine komplexe Story um die jeweilige Dame auf („Luzifers Schöpfung“), mal begegnet man der Schönen lediglich als Wegmarke am Rand („Der letzte Pendelschlag“) und mal wirkt die Figur lediglich als Inspiration und taucht gar nicht direkt in der Geschichte auf („Stadttiere“). Von dieser Abwechslung lebt eine solche Anthologie.

Langeweile stellt sich also in Gegenwart der „Dark Ladies“ nicht ein. Im Gegenteil. Von einigen Geschichten hätte ich gerne einige Seiten mehr gelesen („Der letzte Pendelschlag“, „Das Geheimnis“, „Stadttiere“) und einige haben sogar das Potential, mit ihrer Grundidee Bände zu füllen („Luzifers Schöpfung“, „Stadttiere“, „Tag & Nacht“).

Die „Dark Ladies“ präsentieren sich im schönsten Gewand

Das Taschenbuch ist, mit Glanzcover und Klappbroschur veredelt, im Fabylon-Verlag erschienen. Das Coverartwork ist sehr gut gelungen und passt perfekt zu Thema und Inhalt. Selbstredend sind die Bilder der Dark Ladies der jeweils zugehörigen Geschichte vorangestellt. Abgeschlossen wird der Band von den Vitae der Herausgeberin, der Künstlerin und der AutorInnen. Ein Leserservice, der nicht gerade selbstverständlich ist.

Die 3D-Grafiken der Dark Ladies 1, die in Farbe noch um einiges stimmungsvoller wirken, können bewundert werden unter http://www.gabyhylla-3d.de/buch/dladies_1s.html.

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