Das Rätsel von Alison Croggon

Buchvorstellungund Rezension

Das Rätsel von Alison Croggon

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „The Riddle“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 500 Seiten.ISBN 3-404-28515-8.Übersetzung ins Deutsche von Michael Krug.

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In Kürze:

Die ehemalige Sklavin Maerad besitzt eine mächtige Gabe. Ihr Mentor, der Barde Cadvan, hilft ihr, diese Gabe zu entfalten. Sie wird ihre Kräfte dringend brauchen. Schließlich ist ihr vorherbestimmt, das Gleichgewicht der Welt wiederherzustellen …und das Böse, das keinen Namen hat, zu vernichten. Alison Croggons Fantasy-Epos schlug in Australien, England und Amerika ein wie eine Bombe. Gleich zweifach für den begehrten Aurealis-Award nominiert, besticht die Geschichte durch klassische Fantasy-Elemente und große Eigenständigkeit zugleich.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Fantasy Dutzendware, oder mehr?“67

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Im zweiten Band der Trilogie stehen zunächst erneut unsere beiden bekannten Protagonisten, die 16-jährige Maerad und Cadvan, der erfahrene Barde im Mittelpunkt der Handlung. Erinnern wir uns kurz zurück. Im ersten Band gelang es dem Barden Cadvan, die Sklavin Maerad aus ihrem Gefängnis der Gilmans Feste zu befreien. Es stellte sich heraus, dass Maered nicht nur die tot geglaubte Erbin des Bardenzweiges der Pellinor ist, sondern dass sie auch die „;Verheißene“ ist, von der Weissagungen berichten, dass sie den Sturz des Namenlosen herbeiführen könnte.

Als verschüchtertes Mädchen findet sie vor der ungeliebten Verantwortung Trost und Sicherheit in der Musik. Nur mittels ihrer Musik können die langlebigen Barden ihre Zauber weben, doch selbst im Herzen des Bardentums lauern Verrat und Abgesandte des Namenlosen. So müssen unsere beiden Helden erneut fliehen.

Auf der Suche nach dem „;Baumlied“ machen sie sich, immer verfolgt von Schergen im Auftrag des Namenlosen, auf gen Norden, eine Reise, die ihre Ausbildung und Kräfte zwar vervollständigen, ihr aber gleichzeitig die letzte Sicherheit, ihren Webbegleiter raubt. …

Ein Mittelband, der insbesondere durch seine Figuren und eine umfassende Weltenschöpfung überrascht

Wie so viele Autoren hat auch Alison Croggon ihre Probleme mit dem Mittelband ihrer Trilogie. Zu viel darf sie nicht verraten, sonst bleibt der große Aha-Effekt zum Finale aus, die Handlung darf sich daher nicht allzu weit fortentwickeln. Beliebtes Stilmittel ist in solchen Fällen immer, den Protagonisten auf eine weite, gefährliche Reise auf der Suche nach einem helfenden Gegenstand oder Geheimnis zu entsenden. Damit schlägt der gewiefte Autor dann auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Nicht nur füllt er seine Seiten mit – hoffentlich – spannenden Geschehnissen, nein er – in unserem Fall sie – erhält auch die Gelegenheit, dem Leser seine Welt weiter vorzustellen und uns mitzunehmen in bislang unbekannte Gegenden.

Croggons Trilogie reiht sich unschwer in den Kanon der üblichen High-Fantasy-Epen ein. Das Rezept ist altbekannt: man nehme einen jugendlichen Protagonisten, der begleitet von fähigen Helfern auszieht, das Böse mit seinen besonderen Gaben zu bekämpfen und letztlich die Welt zu retten.

Was die Saga von Pellinor aus dem sonstigen Allerlei heraushebt, das ist die auch in Einzelheiten und liebevoll gestalteten Details überzeugende Weltenschöpfung, die mit den lebensecht gezeichneten Figuren eine Allianz eingeht. Gerade in vorliegendem Band, in dem Maerad durch viele unterschiedliche Länder reist, gelingt es der Autorin versiert uns ihre Welt in all ihrer Unterschiedlichkeit aufzuzeigen und die kulturellen Unterschiede der auftretenden Bevölkerungsgruppen darzustellen.

Daneben vermag es die Autorin, ihre Heldin weiterzuentwickeln. Dabei entwickelt Maerad durchaus eigensinnige, ja dunkle Züge. Zwar ist auch diese Idee mittlerweile nicht neu, immer wieder werden Fantasy-Protagonisten von der dunklen Seite der Macht in Versuchung geführt, doch macht dieser Vorgang die Person der heranwachsenden, innerlich unsicheren Frau interessanter. Allerdings wird dieser innere Entwicklungs- und Reifeprozess für meinen Geschmack ein wenig zu stiefmütterlich abgehandelt. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe, deutlichere Selbstzweifel gewünscht.

Interessant fand ich die Idee, Elementare, deren Motivation von den Menschen weder begriffen noch nachvollzogen werden kann, als Handlungselement einzuführen. Das sind weder gute noch böse Kräfte, das ist ein Element der Überraschung. Bewusst lässt Croggon diese rätselhaft, versucht nicht etwas zu erklären, sondern zeigt nur die Auswirkungen ihres Handelns auf. Das wirkt in sich stimmig und macht die Vorkommnisse interessant.

Daneben lebt das Buch von seinen neu eingeführten, in ihrer Ausführung außergewöhnlichen Gestalten. Inka-Reb, der Schamane oder die uralte Heilerin Mirka, sie alle zeigen ihr ein Bild von sich selbst, das sie so zunächst weder wahrhaben noch akzeptieren will. Es gilt auch unangenehme Seiten an sich wahrzunehmen, sich damit zu arrangieren. Hier wird deutlich, dass es der Autorin auch, wenn nicht sogar vornehmlich um die Beziehungen ihrer Personen zueinander und zu sich selbst geht, dass die Queste der Rettung der Welt nur die Bühne für die dringend notwendige Selbsterkenntnis bietet. Insgesamt gesehen eine durchaus lesenswerte Aufbereitung eines altbekannten Themas.

Ihre Meinung zu »Alison Croggon: Das Rätsel«

Catabejas zu »Alison Croggon: Das Rätsel«20.07.2009
Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen. Reisegeschichten mag ich häufig sehr. Gut fand ich auch, daß nicht alles glatt läuft und Maerad sich z.B. hier schon etwas mit der dunkleren Seite ihrer Macht und auch mit sich selber auseinandersetzen muß.

Was ich im Buch vermißt habe, war die Karte von den Nordländern. Über die Homepage der Autorin bin ich auf eine allerdings englische Seite über diese Bücher gelangt. Hier gibt es den Punkt 'Maps' wo man auch diese fehlende Karte findet, allerdings eben auf Englisch, aber so schwer ist sie nicht zu lesen.
Auf der Seite finden sich auch noch einige andere interessante Informationen. Wer schauen mag: http://booksofpellinor.com/home.html
Guitarfreak68 zu »Alison Croggon: Das Rätsel«06.05.2009
Sehr spannend ,ergreifend ,bewegend und toll geschrieben.Eine Mischung aus Herr der Ringe und Harry Potter für Erwachsene.Schade das diese Bücher nicht so aufwendig Gestalltet sind wie bei den Büchern von Tolkien.Schönere und genauere Karten und mehr Infos.Aber vieleicht wird daraus was.Diese Bücher wären eine Verfilmung wert.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Laila zu »Alison Croggon: Das Rätsel«18.09.2008
Ich hab das buch heute bekommen und biin jetzt bei den ersten 100 seiten. Wie schon im letzten Buch hoffe ich soo dermaßen, dass Cadvan sich endlich in Maerad verliebt allerdings siehtes derzeitig ja ganz anders aus -.-
Naja ich werde jetzt gleich mal weiterlesen ;D
Aufjedenfall waren die ersten 100 seiten schonmal exellent ;D
Seraphina zu »Alison Croggon: Das Rätsel«19.05.2008
"Das Rätsel" ist eine ebenso komplexe, aber auch etwas originellere Fortsetzung des ersten Bandes "Die Gabe" ... mit stellenweise melodramatischer Handlung.

Macht richtig Lust auf "Die Krähe" und den letzten Band "Das Baumlied"! ^^
*daumen hoch*
Wendeline zu »Alison Croggon: Das Rätsel«22.04.2008
Der zweite Teil liest sich genauso gut, wie der erste Teil. Ich freue mich schon sehr auf Teil drei. Die Reise geht, mit einer längeren Unterbrechung, weiter. Maerad lernt ihre Gabe zu beherrschen, Schwierigkeiten macht es ihr allerdings manchmal ihre Emotionen zu beherrschen. Sie erinnert mitunter an ein Mädchen im pupertären Alter und merkt erst, wie ungerecht sie sich verhalten hat, als es fast zu spät ist. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und habe es in einem "Ritt" durchgelesen.
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