Das Jesus-Video von Andreas Eschbach

Buchvorstellungund Rezension

Das Jesus-Video von Andreas Eschbach

Originalausgabe erschienen 1998, 590 Seiten.ISBN 3-426-63239-X.

»Das Jesus-Video« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Wie kommt die Bedienungsanleitung für eine Videokamera in ein 2000 Jahre altes Grab in Israel? Eine Kamera, die erst in einigen Jahren auf den Markt kommen soll? Der Entdecker Stephen Foxx hat nur eine Erklärung: Jemand muss versucht haben, Videoaufnahmen von Jesus Christus zu machen! Der Tote im Grab ist demnach ein Mann der Zukunft, der in die Vergangenheit reiste, um sich dort ein Bild von der Wahrheit zu machen: Lebte Jesus wirklich?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Jesus in Bild und Ton und Spannung“95

Science-Fiction-Rezension von Maria Kusnierz

Bei archäologischen Ausgrabungen in Israel findet das Grabungsteam bemerkenswertes. Das 2000 Jahre alte Skelett zeigt moderne Zahnfüllungen und einen, für das Alter des Skeletts, außergewöhnlich gut verheilten Beinbruch. Doch das merkwürdigste ist die „Grabbeigabe“ – eine Bedienungsanleitung für eine Videokamera, die erst in ein paar Jahren auf den Markt kommen soll.

Der Ausgrabungshelfer Stephen Foxx, der eher nebenbei auf diesen sensationellen Fund gestoßen ist, erklärt den Sachverhalt mit einer gewagten These: eine Zeitreise. Auf dem Video müsste theoretisch Videomaterial von vor 2000 Jahren zu finden sein, wahrscheinlich sogar von Jesus.

Wo also ist die Kamera, wo ist das Video? Was ist tatsächlich auf dem Video zu sehen? Da das Video entsprechend brisant ist, beginnen diverse Interessengemeinschaften die Jagd auf das Video.

Eschbach gelingt im Buch, was in der Verfilmung leider nur grobschlächtig gearbeitet ist. Eine subtile Beschreibung aller Ereignisse, der Hintergründe und Zusammenhänge. Geldgierige Sponsoren, der Vatikan und sogar die „heilige“ Inquisition liefern sich ein Wettrennen mit Stephen Foxx. Letzterer kann aufgrund privater Geldmittel eine eigene Suche mit einer Chatbekanntschaft organisieren.

Bemerkenswert und zu erwähnen ist, dass Eschbach (im Gegensatz zu anderen Autoren, die ähnliche Thematiken verarbeiten) gänzlich ohne Blutvergießen und Tote auskommt, ohne dabei Spannung einzubüßen.

Der Autor schafft eine dichte Atmosphäre mit glaubhaften Akteuren. Die Spannung beginnt mit dem Fund in Israel und endet mit der letzten Seite. Das Buch fordert den Leser auf subtile Art und Weise in mehreren Ebenen. Natürlich steht die Handlung im Vordergrund, allerdings fehlen die für Andreas Eschbach typischen sozialkritischen Fragen im Subtext nicht. Ein echter Pageturner ohne unnötige Längen mit der einen oder anderen Überraschung.
Uneingeschränkte Leseempfehlung : 95°

Ihre Meinung zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«

rolandreis zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«19.06.2015
Als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, dachte ich mich erwartet eine spannende Abenteuergeschichte a la Indiana Jones oder Verschwörungen a la Illuminati. Beides weit gefehlt. Es hätte ein so gutes Buch werden können, doch leider verstand es Eschbach nicht die sehr gute Story richtig umzusetzen. Über weite Strecken quälte ich mit zum Weiterlesen und ich brauchte daher für die 700 Seiten etliche Zeit um mich durchzukämpfen. Gegen Ende wurde es dann mal spannender und ich hoffte, das zieht sich jetzt durch bis zum Final, aber rund 80 Seiten davor war es wieder vorbei. Und so plätscherte es dahin, ohne mich wirklich nochmal mitzureißen. Für mich daher kein Grund den 2014 erschienenen zweiten Band "Der Jesus-Deal" noch zu lesen.
benfi zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«30.08.2014
Der deutsche Autor Andreas Eschbach setzt sich in seinem Buch 'Das Jesus Video' einem faszinierenden Szenario auseinander: ist es möglich, dass jemand aus der Zukunft in die Vergangenheit reist und dort auf Jesus trifft? Und wie kann er diese Filmaufnahmen mit seinem Wissen über die Zukunft den Menschen seiner Zeit zukommen lassen? Wie ein Drehbuch baut der Autor mit punktgenauen Szenenwechseln den Roman auf und gibt dem Leser damit einen wirklichen 'Pageturner' in die Hand. Es ist wahrhaftig nicht einfach, sich den ganzen Spekulationen und der Jagd zwischen Stephen und seinen Freunden sowie Kaun und seinem Imperium zu entziehen. Stück für Stück setzt Eschbach in logischer Reihenfolge das Mosaik der Geschehnisse zusammen und fügt ganz dosiert Action in diese Hatz. Seine Charaktere wirken absolut authentisch und hinterlassen den Hauch eines Tatsachenberichts. Gut recherchiert sind übrigens die Ortschaften in Israel und wecken allemal Reisegelüste. Der Roman erinnert an die mysteriösen Verschwörungs-Thriller von dem amerikanischen Autor Dan Brown, jedoch ohne überzogenen Drama- und Actionanteil. Eschbachs Held Stephen Foxx und auch seine Gegenspieler wie John Kaun wirken lebensnaher und realistischer. Die Aufklärung der Handlungsstränge samt dem finalen Plot des Romans sind Eschbach wunderbar gelungen und ergeben ein absolut rundes Bild. Ein beeindruckendes und fesselndes Buch, dass Lesern von spannenden Abenteuern mit phantastischem Hintergrund ohne Vorbehalte empfohlen werden kann!
90°
SpaceLord zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«06.02.2013
Ein gutes Buch, vor allem, wenn man bedenkt, dass das ganze doch ein wenig religionskritisch ist und man mit der Thematik »irgendwo gibt’s ’ne Videoaufnahme mit der Bergpredigt oder einem ähnlichen Ereignis« schon ein bisschen anecken kann bei vielen Leuten. Aber Eschbach konstruiert gut, hat witzige, liebenswerte Charaktere zu bieten und einen Schluss hingeschmiert, der zufriedenstellt. Für mich nach Ausgebrannt sein bester Roman.

Gezeichnet

Space Lord MF
M.Hayn zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«16.04.2012
Eines der spannensten Bücher, die ich gelesen habe.
Story ist konstuiert sicher, aber durchdacht.
Gute Unterhaltung, spannend und fesselnd.
Das erste Drittel des Buches ist jedoch zu langatmig, hier werden zu meist Theorien angestellt, was ist, was wäre, was ist es wirklich - was wäre wenn....
Der Teil mit Kloster und den geheimnisvollen Mönchen und Laberei hat einen spüren lassen, dass allesnur eine Geschichte ist. Man, hatten die beiden Durst ...
Das Ende läßt für jeden alles offen - nach dem mOtto ... denkt doch, was Ihr wollt!"
So eines der besten Schlüsse, die ich jemals in einem Buch zu lesen bekommen habe.
Alles in allem macht das Buch Lust, mehr von Hr. Eschbach zu lesen. ..gerne doch ...
M.Reinsch zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«09.10.2011
Wiedereinmal hat Herr Eschbach eine sehr ínteressante Idee aufgegriffen und verarbeitet. Aber wiedereinmal zieht sich die Geschichte hin wie Kaugummi... Sie erweckt herade einmal soviel Interesse beim lesen, das man wissen möchte wie es denn nun zum Ende kommt. Stellenweise gibt es riesige Blasnew von "Fülltexten", die zwar manchmal recht interessant sind, aber mit der Story eigendlich zu wenig zu tun haben, als das sie Berechtigung hätten.
Es ist schon erstaunlich, was nach Herrn Eschbachs Meinung Geld so alles bewirken kann. Sicher muß jeder selbsernannte Thriller einen Bösewicht haben, aber Mr.Kaun ist so nach Schema F... Aber es gibt auch einige interessante figuren und Einblicke in das Sozialleben in Israel die sehr interessant sind. Manchmal überkam mich das Gefühl, daßder Hauptgegenstand nur so am Rande als Roter Faden durch den Roman zieht. Bis auf den Endplot viel zu viel bekanntes Strickmuster, ohne große Spannungsbögen. Das ist das andere Thema, wenn bei ienem sog. Thriller der Spannungsbogen erst ab S.400 beginnt, und sich dann noch nicht einmal halten kann istdas traurig.
Kurzum , ein Roman zu einem intressanten Thema, das aber zu langatmig und teilweise langweilig erzählt wird.
55° Micha
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
HamburgBuam zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«12.02.2010
Ich fand das Buch eher langatmig und habe es nicht über Seite 200 hinaus geschafft.
Die an sich recht interessante Idee geht leider sehr in der unmotivierten Schreibweise des Autors unter. Herr Eschbach sollte vieleicht mal an seinem Stil arbeiten, der wirkt nämlich sehr oberflächlich. Die Personen bleiben trotz teilweise seitenlangen Dialogen Profillos und die Handlung wird mit zunehmender Dauer auch in den Sand gesetzt. Nicht zuletzt aufgrund der inneren Logik. Kann nicht verstehen weshalb dieses Buch so derart hochgejubelt wurde.
Adrian zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«17.02.2009
Am Anfang dieses Schuljahres mussten wir uns für Deutsch ein Buch aussuchen und über dieses ein Referat halten. Für mich war ab der ersten Sekunde klar, das ich "das Jesus Video" nehmen würde. Es ein leicht zu lesendes Buch das sehr aktuelle Themen aufgreift. Z.b die Macht der finanzstarken katholichen Kirche, die wahren Prioritäten der Christen, Liebe, die Möglichkeit des Zeitreisen, die Überheblichkeit der reichen Geschäftsleute und zum Schluss auch noch das Thema "Sekten". Das man seinen Sinn des Lebens in einem unspektakulären Videos findet, find ich sehr komisch. Es wird ausführlich erzählt und über alle Stärken und Schwächen der Personen berichtet. Daher kann man sich die Geschichte sehr gut vorstellen und mitfiebern. Ein absulutes Weltbuch!!!
Adrina zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«17.02.2009
Ein top Roman- der Film ist sehr mässig!

Der Roman ist deutlich besser als der Film, der nur Action-Elemente betont, die eigentliche Handlung aber sehr vernachlässigt!!

Fazit in diesem Fall: Buch lesen!!!

Wer den Film gut fand, sollte am besten Alles vergesssen und sich auf die Handlung im Buch konzentrieren, die Story kommt wesentlich besser rüber!

Ein super Buch!

Der Film hat mich entäuscht.

Möchte gerne wissen, was Andreas Eschbach zu dem Film gesagt hat!
Rolf.P zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«13.02.2008
Ich hatte ein SF-Roman erwartet, stattdessen waren die vorherrschenden Themen Archäologie, Religion, Geschichte, Politik und Geschäftsintrigen.
Hier sind nicht nur originelle Ideen, sondern auch schlüssige Charaktere und eine temporeiche Story geboten. Jedes Mal, wenn eine Idee ausgereizt scheint, wirft Eschbach eine neue, überraschende Wendung ins Rennen. Der Spannungsbogen knickt nie ab.
Lesen!
Swen Piper zu »Andreas Eschbach: Das Jesus-Video«31.12.2007
Lässt man sich auf die absurde Ausgangssituation des Buches –eine Zeitreise – ein, so entwickelt der Plot durch aus Spannung. Ohne jeden literarischen Anspruch zu bedienen, gelingt es Eschbach den Leser am Buch zu halten und das ist ja immerhin auch schon mal was in der heutigen Zeit.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 15.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Das Jesus-Video

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.