Der Jesus-Deal von Andreas Eschbach

Buchvorstellungund Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2014, 736 Seiten.ISBN 3-431-03900-6.

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In Kürze:

Wer hat das originale Jesus-Video gestohlen? Stephen Foxx war immer überzeugt, dass es Agenten des Vatikans gewesen sein müssen und dass der Überfall ein letzter Versuch war, damit ein unliebsames Dokument aus der Welt zu schaffen. Es ist schon fast zu spät, als er die Wahrheit erfährt: Tatsächlich steckt eine Gruppierung dahinter, von deren Existenz Stephen zwar weiß, von deren wahrer Macht er aber bis dahin nichts geahnt hat. Die Videokassette spielt eine wesentliche Rolle in einem alten Plan von unglaublichen Dimensionen – einem Plan, der nichts weniger zum Ziel hat als das Ende der Welt, wie wir sie kennen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Großartiges Pre(& Se-)quel nach langer Wartezeit“95

Science-Fiction-Rezension von Maria Kusnierz

10 Jahre hat es gedauert, bis Andreas Eschbach einen Nachfolger zum explosiven Das Jesus-Video herausgebracht hat. Wobei das Wort „Nachfolger“ inhaltlich nicht ganz richtig ist. Da es um Zeitreisen geht, ist es mehr ein Hybrid aus Nachfolger und Vorgänger. Wer den ersten Teil gelesen hat, findet sich wunderbar zurecht, es schadet aber auch nicht, wenn man Das Jesus-Video nicht kennt (abgesehen davon, dass einem ein toller Thriller entgangen ist).

Klassischerweise stellt Eschbach am Anfang die Hauptfiguren vor, eine kirchliche Gemeinschaft, die sehr spezielle, eigene Pläne mit dem Video hat. Zeitlich gesehen, befinden wir uns an dieser Stelle einige Jahre NACH Entdeckung des Videos. Die Zeitreise, mit der das Entstehen dieses Videos möglich ist, steht unmittelbar bevor.

Die evangelikale Glaubenslehre (eine sehr große Glaubensgemeinschaft in Nordamerika) ist hier das religiöse Thema der Wahl. Überhaupt spielen, nicht überraschend, Religion und der aus ihr resultierende Fanatismus eine große Rolle in Der Jesus-Deal. Das stört beim Lesen jedoch nicht im Geringsten, denn Eschbach gelingt es hervorragend, dies als unauffälligen, jedoch immer präsenten Rahmen zu erstellen, in dem sich starke, gut ausgearbeitete Charaktere bewegen. Die typisch Eschbach´schen gesellschaftskritisch-intelligenten Fragen werden natürlich auch hier subtil gestellt und verbleiben auch nach Ende der Lektüre im Raum. Hier kann der geneigte Leser zu spannenden neuen Einsichten gelangen, so er sich denn darauf einlässt.

So eben für nebenher ist dieser Roman jedoch nicht gemacht. Der Autor lässt den Leser zwischen Raum und Zeit hin und her reisen, erstellt Handlungen in der einen Zeit, die auf alle anderen Auswirkungen haben und verknüpft geschickt, aber anspruchsvoll zu lesen, die diversen Ebenen miteinander. Es gelingt ihm dabei, am Ende die verschiedenen Stränge sinnvoll miteinander zu verknüpfen, ohne dass zwischendurch etwas „verloren“ geht. Die wenigen, 2-3 offenen Fragen, die Eschbach am Ende nicht klärt, sind ein geschickter Cliffhanger, der ein bisschen Geschmack und Hoffnung auf einen dritten Teil macht.

Obgleich in der realen Welt mehrfach bewiesen ist, dass Zeitreisen nicht möglich sind, machen die wissenschaftlichen Ansätze in Der Jesus-Deal einen logischen, kohärenten und gut recherchierten Eindruck. Handwerklich ohne Tadel geschrieben, verlangt dieser Roman dem Leser eine hohe Konzentration ab, die jedoch mit spannenden und ausgefuchsten Charakteren und Handlungssträngen belohnt wird. Ein dickes Buch, das wirklich Spaß macht.
Ein heißer Deal: 95°

Ihre Meinung zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«

Jossele zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«08.01.2017
Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal
Andreas Eschbach erzählt die atemberaubende Geschichte der Zeitreise, die letztendlich zum Fund des Jesus-Videos geführt hat. Allein schon die Tatsache, dass es zur Abwechslung mal nicht die Muslime und/oder die Sowjetunion ist, die hier den Untergang der Welt vorbereiten, verdient Anerkennung. Viel mehr aber noch die Story, die mich wirklich atemlos gemacht hat bei der Vorstellung, das sei denkbar. Und so mancher Gedankengang Eschbachs macht dem Leser, so formuliert Eschbach selbst, einen Knoten ins Gehirn. Sehr, sehr gut! 95°
Leon zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«03.10.2016
Spannend und im großen und ganzen gut geschrieben.

Etwas unmotiviert hängt allerdings die Geschichte mit Isaak in der Luft. Warum hat er seinem Bruder das Versprechen abgenommen, das Video nie anzusehen - die Spannung über den Inhalt verpufft einfach.

Ich frage mich, was so verstörend an einem Wunder sein soll.

Nie aufgelöst wird auch das Paradoxon, wie die Videokassette überhaupt ins Grab gekommen war. Wer war der Tote? Und wenn es schon notwendig ist, dass das Osmium schon mal eine Zeitreise gemacht hat: wer hat mit der Schleife angefangen?

Wer meint, einen Zeitreisenroman schreiben zu müssen begibt sich immer auf's Glatteis. Und egal, wie viel Physik man dabei bemüht, man zieht immer den Kürzeren. Es bleiben diverse Logikfehler.

Jedenfalls fehlt mir hier der rote Faden und es bleibt so ein Gefühl von "war's das jetzt?"

Dass religiöse Spinner die Bibel auslegen wie's ihnen gerade passt ist eigentlich nichts Neues. Dass einer, der Wasser predigt einen vollen Weinkeller hat, ebenfalls nicht.

Zu viele Andeutungen, wie z. B. die verstaubte Leiche im Weinkeller.

Die Charaktere bleiben irgendwie zu grob gemeißelt.

Das Buch ist von allem ein bisschen: Phantasy, Thriller, Spionageroman, Sozialstudie - aber dann doch nichts Halbes und nichts Ganzes.

Durchaus spannend, aber von Eschbach hätte ich mehr erwartet.
Andreas zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«06.07.2016
Faszinierend!
Ich höre Der Jesus Deal inzwischen zum 5. mal, als Kraftfahrer bieten sich Hörbücher nun mal an.
Wenn man etwas kritisieren möchte, dann allenfalls die langatmige Vorstellung der Familie Barron.
Das hätte man, meiner Meinung nach, auch etwas kürzer halten können .
Ansonsten ist das Buch spannend bis zur letzten Sekunde.
Wie nach und nach, alle scheinbar verwirrend gespannten Fäden, zueinander finden, das ist ganz großes Kino.
Insbesondere die Einblicke in die evangelikale Bewegung, die sind sehr spannend und aufschlussreich.
Obwohl ich ein Bibelkenner bin, hat es mich doch fasziniert, wie sich manche Stellen interpretieren lassen.

Mein Tipp wäre, zuerst den ersten Teil lesen, Das Jesus Video, dann versteht man die Hauptcharaktere wie John Kaun, Steven Foxx usw, besser.
Auch warum sie wurden, was sie waren.
drhouse zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«07.09.2015
Von wegen großartig! Meiner Meinung nach das Schlechteste, was Andreas Eschbach je geschrieben hat und eine völlig unwürdige Fortsetzung von "Das Jesus-Video"! Die halbe Bibel ist darin abgedruckt. Und wer Neues von Stephen Foxx und seiner Judith erwartet, wird bis zur Seite 450 enttäuscht werden.
Wer also das Jesus-Video liebt, sollte lieber die Finger von Jesus-Deal lassen!!!
Kripta zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«14.01.2015
Es ist schon ein paar Jahre her, seit ich mir "Das Jesus-Video" (Buch & Film) zu Gemüte geführt habe. Ich war überrascht, wie schnell ich aber wieder in den Jesus-Kosmos von A. Eschbach herein gefunden habe und das Buch in (für meine Verhältnisse) sagenhaften 3 Tagen gelesen habe. Aber kein Wunder: "Der Jesus-Deal" ist überaus spannend und unterhaltsam konzipiert und geschrieben. Ein Muss - nicht nur für Zeitreisefans - für Sci-Fi- und Thriller/Krimileser.
ZeugeAmoahs zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«25.11.2014
ein absolut grossartiger roman! Keinen Deut schlecher als der erste Teil - im Gegenteil.
unglaublich gut durchdacht und mit sehr viel Weitblick geschrieben. Immer Interessant, wenn auch nicht immer ein spannender Thriller, so doch immer so, dass man gespannt ist wie es wohl weitergeht.
Der Schluss überzeugt auch dieses Mal vollumfänglich!
weltenbummlerin zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«17.11.2014
Eine würdige Fortsetzung des Jesus Videos! Allerdings nicht ganz so straff und hier und da etwas verworren. Manche Erzählstränge wurden nicht fortgesetzt, andere dafür sehr ausführlich. Es ist möglich, die Bände unabhängig voneinander zu lesen, aber es ist besser, vorher das Jesus Video gelesen zu haben.
benfi zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«16.10.2014
Etwas überraschend erschien der Roman 'Der Jesus-Deal' von Autor Andreas Eschbach, stellt er doch eine Fortsetzung des schon vor Jahren erschienenen Buches 'Das Jesus-Video' dar. Ebenso überraschend beginnt der Roman, indem alte Vermutungen auf den Kopf gestellt werden. So fesselt der Schriftsteller die Leser des ersten Romans schnell an die Handlung, weiß aber auch Neulinge in dem Thema 'Jesus Video' einzufangen. Wieder stellt sich der Autor der Frage einer möglichen Zeitreise, geht diesmal allerdings eher in die Details des Machbaren. Und diese vermittelt er ziemlich aufschlussreich, dass man meint, schon Morgen aufbrechen zu können. Mit John Kaun bringt er den 'Bösewicht' des ersten Romans zurück ins Rampenlicht; jedoch so prima gewandelt, dass er sich nun auf der guten Seite befindet und der Leser dessen Schicksal mit durchleidet. Herr Eschbach erschuf mit seinem neusten Werk 'Der Jesus-Deal' einen spannenden wie auch phantastischen Roman, der sich ebenfalls mit religiösen Fanatismus auseinandersetzt und der sich mit steigender Seitenzahl in die Nerven der Leser frisst und so zum Umblättern zwingt - die menschliche Neugier wird hier zur Geißel! Ein Werk, welches dem Vorgängerband ebenbürtig ist...
90°
Kerstin zu »Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal«14.10.2014
Der Jesus-Deal ist ein mitreisender und spannender SF-Thriller. Auch wenn ich nach den ersten Kapitel etwas skeptisch war ob mir dieses Buch gefallen wird und ich bisher noch kein SF-Buch gelesen habe, war ich doch von der Story an sich gefesselt.
Jesus soll von einem Zeitreiseteam in die Gegenwart geholt werden. Eine ziemlich verrückte Idee, die aber sehr gut durch das Buch aufbereitet wird. Durch die Familie Barron lernen wir viel über Religion und deren Glauben. Samuel Barron ist nicht nur fanatischer-Christ sondern der Meinung der Berufene zu sein. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf sein Familienleben aus. Jedoch ist er der Organisator der Zeitreise. Wie wir lernen, bestehen hier keine Zweifel, Zeitreisen sind möglich. Zu dem erfahren wir etwas über John Kaun und seiner Wandlung vom Medienmensch zum fürsorglichen Familienvater. Ich mag seine Familie und trotz des schweren Schicksals das seine Tochter ereilt will man nicht glauben was in dem Buch passiert. Auch wissen wir nicht, ist das alles Schicksal bzw. Bestimmung oder Zufall und dann ein glücklicher Zufall. Darüber lässt uns das Buch an mehr als einer Stelle grübeln. Die erste Hälfte des Buches dreht es sich um diese Familien, später kommen noch verschieden wichtige und unwichtige Personen dazu und ziemlich zum Schluss noch Stephen und Judith die ebenfalls eine große Rolle spielen werden. Was wird passieren, schließlich sagt auch Samuel Barron voraus, dass es zu einem 3. Weltkrieg kommen wird. Wir kommen also vom klassischen SF dann doch noch zum Thriller. Aber mehr als einmal zum nachdenken. Wo sind wir gerade, warum passiert das nun, „Schicksal“ oder „Zufall“?
Für alle denen es am Anfang zu Religiös erscheint, durchhalten, das Buch steigert sich von Seite zu Seite und ist wirklich spannend. Ich möchte auch nicht zu viel verraten, da so viele Wendungen enthalten sind die unglaublich sind und zeitweise etwas verwirrend. Jedoch wird (fast) alles aufgeklärt und über die nicht geklärten Fälle ist es doch einfach super nachdenken zu können.
Ein Großerteil der Kapitel ist mit passenden Zitaten überschrieben. Leider muss ich gestehen, dass es mich dann mehr interessiert hat, wie es mit den Personen weiter geht anstatt diese zu lesen. Dies muss aber jeder selbst Wissen. Für mich zeigt das nur, dass dieser nicht ganz klassische Thriller, schließlich suchen wir nach Jesus und nicht nach einem Mörder, sehr mitreisend sein kann.
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