Anonymus: Das Buch ohne Namen von Anonymus

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2009unter dem Titel „The Book with no Name“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 447 Seiten.ISBN 3-7857-6010-8.Übersetzung ins Deutsche von Axel Merz.

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In Kürze:

Zwielichtige Gestalten beherrschen die Straßen von Santa Mondega – der vermutlich einzigen Stadt der Welt, in deren Bars man nicht rauchen darf, sondern muss. Eine Sonnenfinsternis wird dieses gottverlassene Fleckchen Erde bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird Blut fließen. Mehr Blut als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: The Bourbon Kid.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Gehirn aus, jetzt geht’s ab in eine der abgedrehtesten Horror-Szenarien der letzten Jahre“80

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Santa Mondega, die Stadt, die auf keiner Karte der Welt auftaucht, und die doch jeder halbseidene Gauner kennt. Hier, fernab der großen Metropolen unserer hochtechnisierten Welt, versammeln sich all jene, die mit den Gesetz auf Kriegsfuss stehen. Nirgendwo anders auf der Welt passieren mehr Gewaltverbrechen, werden mehr Menschen umgebracht.

Doch selbst für Santa Mondega geschah vor fünf Jahren, bei der letzten Sonnenfinsternis, gar Unerhörtes. Da kam ein junger Mann in eine Bar. Nichts Ungewöhnliches sagen Sie – stimmt, aber nur auf den ersten Blick! Nun, der Mann hatte eine Kapuze auf und weigerte sich zudem zu rauchen. Dazu muss man wissen, dass in den Kneipen von Santa Mondega Rauchzwang besteht. Und die Stammgäste nahmen sich des jungen Tunichtguts auch gleich richtig liebevoll an.

Ihm wurde ein Glas würzig-abgestandene Pisse kredenzt, er wurde von einem der gefürchtetsten Mörder der Stadt angemacht, doch erst, als er einen Bourbon zu sich nahm, kam die Sache dann wirklich ins Rollen. Nur zwei Menschen und ein Vampir überlebten die folgenden Minuten – der Barkeeper, der sich hinter seinem Tresen in Sicherheit gebracht hatte, die seitdem im Koma liegende Vampirbraut und Bourbon Kid, der Mann, der die versammelten Mörder und Totschläger mit seinen Kugeln förmlich durchsiebt hat.

Fünf Jahre ist dies nun her und wieder steht eine Sonnenfinsternis an. Erneut wurde ein magischer blauer Stein aus einem Kloster gestohlen und nach Santa Mondega gebracht. Gerüchte wollen wissen, dass der Träger des Steins nicht getötet werden kann. Und wieder wird Bourbon Kid in der Stadt gesichtet – und das städtische Leichenschauhaus muss wegen Überfüllung schließen. Doch was steckt hinter dem Geheimnis des Steins, und wer zeiht im Hintergrund die Strippen?

Trash, aber was für einer!

Was ist das für ein Roman, der zunächst im Selbstverlag publiziert über das Internet in England bekannt wurde? Begeisterte Leserstimmen sorgten später dafür, dass das Manuskript bei einem der renommierten Verlage angenommen und zu einem veritablen Buch verarbeitet wurde. Nun, die Handlung ist an den Haaren herbeigezogen, die Charaktere schablonenhaft wie selten, und dennoch oder gerade deswegen liest sich das Buch in einem Rutsch durch.

Die Ingredienzien sind denkbar banal. Revolverhelden, die ebenso gut aus einem billigen Italowestern entlehnt sein könnten, Gangster der fiesen Sorte, Kung-Fu-Mönche, dazu Kleinkriminelle, ein magischer Stein, der Gral, Vampire und Rocker, Boxer und jeden Menge Blei. Das alles ergibt in seiner Summe nicht etwa ein unverdauliches Tohuwabohu sondern einen entspannt zu lesenden, total abgedrehten Mix aus frechen Sprüchen, unerwarteten Wendungen und jeder Menge Gewalt. Das ist in seiner Massierung schon wieder so übertrieben, dass es als Persiflage auf entsprechende Bücher und Filme gelesen werden kann und hält solch unvorhersehbare Entwicklungen für seinen Leser bereit, dass selbiger kaum aus dem Staunen herauskommt.

Natürlich fehlt dem Buch jeglicher innere Sinn, die Charaktere sind gewollt flach, die Handlung letztlich banal, doch das alles zählt nicht. Was zählt ist, dass das Buch seine Leser förmlich an die Seiten zwingt. Man will einfach wissen, wie es weitergeht, wie sich schlussendlich alle Rätsel auflösen lassen, auch wenn das eigentlich logisch unmöglich sein sollte. Das ist ein Lesegenuss nicht unbedingt für feine Sinne oder das Gehirn sondern für den Bauch – primitiv, wuchtig und abgedreht.

Ihre Meinung zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«

Anonymus zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«07.04.2015
Das Buch ist ein sensationell leichtes Buch zum Abschalten. Wie im letzte Kommentar erwähnt wurde, lassen sich zwischen den Zeilen unsinnige zusammenhanglose Witze erlesen. Es füttert den Leser mit unerwarteten und irren Wendungen. Für meinen wirren Kopf genau das richtige Fresschen.

*was soll der Elvis eigentlich im ersten Teil noch mals am Ende....?? *Ich vermute die Figur taucht nur noch einmal auf um Bourbon Kid seine Schrotflinten zu spenden

na dann
Prost
DerDeutsche zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«10.12.2013
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich dieses Buch nur aufgrund einer Laune gekauft habe, der Titel und das Cover haben mich aufmerksam gemacht und die knappen 10€ hatte ich auch gerade noch dabei.

Als ich das Buch dann aufschlug wusste ich absolut nicht was mich erwarten würde. Ich hatte auch bis zum Ende keine Ahnung worauf die Story hinauslaufen würde, wodurch ich nur noch neugieriger wurde.
Von der Schreibweise würde ich das Buch eher als leichte Kost bezeichnen, wobei auch belesenere Augen Spaß daran finden werden.
Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt eine Art von Humor, die ich persönlich sehr ansprechend fand.

"Innerhalb einer Sekunde war das Glas leer. Jeder in der Bar hielt den Atem an. Einschließlich des Deckenventilators. Nichts geschah.
Also hielt jeder noch etwas mehr den Atem an.
Und immer noch geschah nichts.
Also fing jeder wieder an zu atmen. Einschließlich des Deckenventilators."

Zu der Story möchte ich nicht viel sagen, ich würde eher jedem empfehlen, sich eine Leseprobe anzuschauen, wem die schon nicht gefällt, sollte die Finger davon lassen.

Alles in Allem ein, nicht atemberaubendes, jedoch gutes Buch.
Luxx zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«31.10.2012
langweilig- für anspruchsvolle Leser nicht zu empfehlen. Charakter sind unausgereift und die Konservationen erscheinen oft fast lächerlich. Beim lesen dachte ich oft...oh mein Gott hat das Buch ein Kind geschrieben? Kein Tiefgang, kein tieferer Sinn und absolut kein bleibender Eindruck. Nein Danke, Daumen runter.
Erika Wagner zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«25.05.2012
Wow - Spannung pur
Ich liebe Horrorbücher und bin immer auf der Suche nach neuer Grusel-Literatur. Als Liebhaber dieses Genres bin ich natürlich eingefleischter Steven King-Fan aber Das Buch ohne Namen, das ist einfach unvergleichlich. Jede Menge Klischees, ein Hauch von Westernromantik und Revolverhelden, wenn es auch nicht in dieser Zeit spielt, so hat es doch etwas davon. Ich habe jede Seite verschlungen und die klischeehaften, schrägen Typen sind einfach nur genial. Das Buch ist außergewöhnlich, genial und einfach unvergleichlich. Mehr davon........
poe zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«25.10.2011
Beim Gustieren in meiner bevorzugten Buchhandlung überkam mich ein interessanter Klappentext und eine geniale Einleitung. Das Buch ohne Gnade lag in meiner Hand.

Unglaublich, wundervoll und die Hoffnung weckend, es möge nie enden. Das ist mein Leseerlebnis.

Selbstredend habe ich dann auch Band 1 und 2 gelesen, nicht ganz auf diesem fantastischen Niveau, aber ebenfalls wundervoll.

Das Bild vor dem Auge des Autors ist klar, umfassend und faszinierend, mich fasziniert, dass er dies auch sprachlich so fulminant umsetzen konnte. Wer Tarantino liebt und gerne liest wird hier vergehen.

Danke A.
Brinella zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«14.07.2011
Ich hab heute The Devil's Graveyard fertiggelesn und hab gejubelt als ich die letzten Worte las: The End (perhaps)! Mehr davon! Und ich kann sagen, man sollte die Originale lesen. Nach dem ich Das Buch ohne Namen noch in der deutschen Übersetzung gelesen habe, hab ich die beiden Folgebücher im englischen Original gelesen. Sie sind sehr gut lesbar und man muss nicht Engisch studiert haben, um sie zu verstehen.
Baha zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«14.07.2011
ich habe mitlerweie alle drei bücher gelesen und bin immer binnen kürzester zeit fertig mit dem lesen. es ist so fesselnd das ich nach beendigung des buches entzugserscheinungen bekomme und durchdrehen könnte. ICH WILL MEHR VON DIESEM STOFF!!!
für mich ist es eine coole mischung aus from dusk till down und pulp fiction, weil es die action von from dusk till down und die verschiedenen sichtweisen/storys aller charaktere hat die irgendwie zusammenhängen plus die absolut geilen sprüche.
sehr zu empfehlen die drei bücher
Efrem zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«08.07.2011
Selten so ein gutes Buch gelesen. Allerdings muss man diese Stilrichtung auch wirklich mögen. Die Meinung teilt sich, ich muss sagen, es kommt sehr viel Blut ins Spiel, und gewaltlos ist das Buch nun wirklich nicht. Aber es ist eben nicht NUR sinnloses Blutgemetzel, man lernt verschiedene, sehr interessante Charaktere kennen. Dazu noch eine Prise Primitivität, und dazu ein wenig Brutalität - und ein Wunderwerk ist geboren. Die völlig unerwarteten Handlungen, lassen den Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich persönlich kann dieses Buch nur empfehlen :-)
Breuner Manuela zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«21.05.2011
Ich habe sowohl" Das Buch ohne Namen" als auch "Das Buch ohne Staben"gelesen und war total begeistert.wo mir das zweite noch besser gefallen hat.Man konnte einfach nicht aufhören zu lesen und wollte unbedingt wissen wie es zu Ende geht.Eine Ende ist aber auch im zweiten Buch nur ein "vielleicht".Nur zu empfelen
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
saskia zu »Anonymus: Das Buch ohne Namen«29.04.2011
Um das ganze Buch verstehen zu können muss man es gelesen haben!!!Ich bin übelst von diesem Buch begeistert und warte schon darauf den 2ten Teil davon lesen zu können.Im ersten Moment kommt es einem vor als passe das alles absolut nicht zusammen,bis sich dann irgendwann der Nebel lichtet.Man kann dann jedes einzelne Puzzleteil zusammensetzen.Seit wann sind denn Gangster,Kopfgeldjäger und Mörder sympatisch??Ich konnte von dem Buch einfach nicht genug bekommen :D .......Saskia

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