Die Wölfin von Bernhard Hennen & Robert Corvus

Buchvorstellungund Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2016, 592 Seiten.ISBN 3-453-31753-X.

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In Kürze:

Nach ihren Abenteuern im Himmelsturm führt ihr Wettstreit mit Beorn dem Blender Asleif Phileasson und seine Mannschaft schließlich in den wilden Nordosten Aventuriens. Dort, in den verwunschenen Wäldern und weiten Ebenen, müssen sich Phileasson und seine Gefährten grimmigen Feinden und waghalsigen Herausforderungen stellen. Währenddessen wird auch Beorn mit dunklen Gefahren konfrontiert, die einen Schatten auf seine Seele legen. Beide, Beorn und Phileasson, beginnen zu begreifen, dass diese Wettfahrt sie vielleicht mehr kosten könnte als nur das Leben …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Das Game-Tie-In mausert sich“78

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Ein Gottesurteil soll es bestimmen, wer denn den Ehrentitel „König der Meere“ verdient tragen darf. Wird es der Foggwulf Asleif Phileasson oder Beorn Asgrimmson, genannt Beorn der Blender sein, der die Umrundung des Aventurischen Kontinents und die Bewältigung von zwölf Questen für sich entscheiden kann? Die Zeit und die Abenteuer werden es weisen. Mittlerweile haben unsere beiden Kapitäne und ihre jeweilige Mannschaft schon einige Abenteuer überstanden. Im Himmelturm, eines inmitten des ewigen Eises gelegenen gigantischen Baus der Elfen haben sich die Wege der Konkurrenten vorerst getrennt.

Während Abenteurer und Kapitän Phileasson und seine Mannschaft nach Riva fahren um ihre dritte Aufgabe anzugehen, ist Beorn nach wie vor im Himmelturm gefangen. Die Elfenherrscherin macht ihm ein Angebot, das er zu seinem großen Leidwesen nicht ablehnen kann …Währenddessen schickt Phileasson sein Schiff mit einer Vertrauten heim. Er selbst und ein Teil seiner Crew begeben sich ins Landesinnere – wo unter den dort beheimateten Nomadenstämmen eine tückische Seuche wütet …

Auch für Leser, die das Spiel um Das Schwarze Auge nicht kennen ein faszinierendes Abenteuer-Garn

Mit dem Finale des zweiten Bandes haben mich die Autoren überrascht. Dank der „Gaunerei“ Phileassons sitzt sein Konkurrent nun im Turm gefangen und ist der Grausamkeiten der Elfen fast hilflos ausgeliefert. Hier bekommt die bislang so rein weiße Weste unseres Helden, den der Leser zunächst gerne als Held für sich mit Beschlag belegte und folgte, erste dunkle Töne. Das ist kein wirklich integerer Held mehr, sondern entwickelt sich zusehends zu einer ambivalent gezeichneten und damit überzeugenderen Figur. Auch Beorn, dem wir zunächst eher mit misstrauen begegneten und dem die Rolle des Bösewichts auf den Leib geschrieben schien, gewinnt zunehmend an Kontur. Beide verbindet, dass sie bereit sind für das Wohl ihrer Mannschaft alles zu tun. So tun sich zwischen Beiden erstaunliche Parallelen auf, wobei endlich auch zumindest ein wenig das Geheimnis des alten Streits der Beiden angesprochen wird.

Beide sind im Verlauf der Handlung darauf angewiesen, dass ihnen ihre Mannschaftskameraden mit ihren besonderen Gaben und Wissen helfen. Dies bietet den Autoren die willkommene Gelegenheit, die Nebenfiguren immer deutlicher herauszuarbeiten. Und da gibt es einige Figuren, die uns in ihren Bann ziehen. So rückt zum Beispiel der Priosgeweihte Praioslob immer mehr ins Zentrum des Geschehens. Ein Gläubiger, der mit den Vorgaben seiner Kirche oftmals hadert, der aber dennoch oder gerade deshalb treu zu seinem Glauben steht.

Man mag kritisieren, dass durch dies Konzentration auf Nebenfiguren die stringente Handlung ein wenig aus dem Ruder läuft, dass das Duell in den Hintergrund gerät. Gleichzeitig aber erreichen die Autoren damit, dass die Figuren plastischer werden, sich die Welt immer deutlicher abzeichnet. Natürlich kann man nie all die Informationen, die die Spieler aus der Welt des Schwarzen Auges kennen in den Roman hineinfließen lassen. Doch auch für Nichtgamer wird die Handlung immer interessanter und spannender. Zunächst aber wird es eine kleine Zäsur geben, bis der vierte Band erst später 2017 erscheinen wird.

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