City of Fallen Angels von Cassandra Clare

Buchvorstellungund Rezension

City of Fallen Angels von Cassandra Clare

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „Franca Fritz und Heinrich Koop“,deutsche Ausgabe erstmals 2011ISBN 3401065599.Übersetzung ins Deutsche von Franca Fritz und Heinrich Koop.

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In Kürze:

Simon Lewis muss sich noch daran gewöhnen, ein Vampir zu sein, besonders seit seine beste Freundin Clary kaum noch Zeit für ihn hat. Sie ist zu beschäftigt mit ihrer Ausbildung zu Schattenjägerin und mit ihrem neuen Freund. Simon beschließt, sich eine Auszeit zu nehmen und mal raus zu fahren. Doch finstere Dinge geschehen ist der Krieg, den er gewonnen glaubte, noch nicht vorbei?!

Das meint Phantastik-Couch: „Ein zweischneidiges Wiedersehen mit den Schattenjägern“73

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Eigentlich waren die „Chroniken der Schattenjäger“ als Trilogie angelegt und das war klar und in Ordnung, nachdem man die letzte Seite von „City of Glass“ gelesen hat. Das Ende war rund und gelungen. Zufrieden, wenn auch ein wenig wehmütig, sagte man den liebgewonnen Helden Tschüss. Tja, vorbei …

Und dann gibt es da plötzlich einen vierten Teil und sogar ein fünfter Teil ist geplant. Natürlich gibt es genug Handlungsfäden, die aufgegriffen und weitergesponnen werden können. Klar freut man sich als Leser, als ob man unverhofft alte Bekannte wieder sieht, Mensch, Euch gibt es doch noch!

Wohlgeratenes Spotlight auf Simon

Kluge Entscheidung ist es, die sympathische Nebenfigur Simon zumindest zu Beginn allein ins Zentrum der Erzählung zu stellen. Wie er sich mit seinem neuen Schicksal, nicht mehr introvertierter Nerd, sondern Vampir zu sein, arrangiert und langsam die guten wie die schlechten Konsequenzen seines neuen Daseins begreift, ist toll geschrieben. Plötzlich hat er gleich zwei Freundinnen und Unschuldige werden in sein plötzlich gar nicht mehr betuliches Leben hinein gezogen – spannend! Da Simon mysteriöserweise Sonnenlicht vertragen kann und damit eine Sonderstellung einnimmt, wird er gleich für mehrere zwielichtige Existenzen der Unterwelt ein sehr interessanter, möglicher Verbündeter – wenn er denn mitspielt. Dieser Teil des Buches funktioniert gut und nimmt den Leser für sich ein. Gelungen.

Leider kein würdiger Nachfolge-Band

Der zweite Erzählstrang funktioniert da weniger gut. Vor allem die neuen Konflikte wirken aufgewärmt. Magnus und Alec haben Eifersuchtsproblemchen. Schon das wirkt teilweise ernüchternd. Nach Valentin muss ein neuer Feind her, aber der überzeugt nicht. Und was in aller Welt ist mit C und J los? Claire traut sich selbst nicht wirklich zur Schattenjägerin zu werden und Jace wirkt hauptsächlich nur noch zerrissen, verzagt und ohne jedes Selbstbewusstsein. Wo ist der alte Draufgänger hin? Beide treten total auf der Stelle. Das stört und man denkt als Leser verblüfft mitleidlos: „Och, nee, das hatten wir doch schon!“

Auch dass die beiden wieder – ohne Details verraten zu wollen – in große Gefahr geraten und sich (das allerdings erst in Band fünf) da raus wuseln müssen, fand ich eher ein schales Vergnügen, weil man fürchten muss, dass jetzt aus einer Trilogie eine Endlosserie werden könnte, die verwässert. Manchmal sollte man einen Dreiklang – gerade einen so hervorragenden wie die Unterweltchroniken – für sich stehen lassen. Oder um das Bild oben aufzugreifen, nicht mit allen alten Bekannten, die man zufällig an der Straßenecke trifft, sollte man sofort einen trinken gehen, denn manchmal stellt man dann leider fest, dass manche Dinge zu Recht schon zu Ende waren.

(Verena Wolf, Dezember 2011)

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