Ein Vampir für alle Fälle von Charlaine Harris

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „From Dead to Worse“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 384 Seiten.ISBN 3423211482.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

EINFACH ZUM ANBEISSEN! Sookie ist ja einiges gewöhnt, was übernatürlichen Ärger angeht. Aber diesmal wird es wirklich haarig …Nachdem Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, bei einem Bombenanschlag nur knapp dem Tod entronnen ist, möchte sie jetzt nichts weiter als ein ganz normales, friedliches Leben führen. Aber Sookie wird prompt in neue Machtkämpfe verwickelt, als die Vampire von Las Vegas versuchen, die katastrophale Lage in Louisiana nach dem Hurrikan Katrina auszunutzen und die Macht zu übernehmen. Welche Rolle spielen Sookies Vampirfreunde Eric und Bill bei dem Ganzen?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Was ein Wirbelsturm nicht alles auszurichten vermag“75

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Sookie Stockhouse, unsere gedankenlesende Kellnerin, hat den Anschlag auf die Vampirkönigin von Louisiana überlebt. Eigentlich, so ihre Hoffnung, sollte nun wieder ein wenig Ruhe in ihrem Leben einkehren. Aber wie ist das mit dem Konjunktiv – meist erweist sich das Schicksal als ein gar böser Bube, der immer noch einen draufsetzt.

Zwar ist Sookie wieder in ihr Heimatkaff – Bontemps, Louisiana – zurückgekehrt, doch von ihrem Freund Quinn, einem Werwolf, hat sie seit Wochen nichts mehr gehört. Statt dessen macht ihr Eric, der Vampir-Sheriff ihrer Gegend, weiter den Hof. Damit noch nicht genug genervt, taucht plötzlich ein Elfenprinz auf, der behauptet, ihr Urgroßvater zu sein. Dann beginnen sich die Ereignisse so richtig zu überschlagen. Sookie wird in einen Werwolfkrieg hineingezogen, trennt sich von Quinn und steckt plötzlich und unerwartet im blutigen Übernahmeversuch der Vampire von Las Vegas – dank Hurrikan Katrina und den vampirhassenden Jüngern der Sonne ist Louisianas Vampirkönigin derzeit bekanntermaßen etwas derangiert – und das bedeutet, dass Sookie wieder kaum Zeit und Muse findet, sich zurückzulehnen und nach einem Lover Ausschau zu halten …

Ein erprobtes Rezept, das immer noch wirkt

Mittlerweile hat sich das Universum der Sookie Stockhouse zu einem multi-medialen Ereignis entwickelt. Neben den Büchern und Hörbüchern gibt es eine meines Erachtens sehr gelungene Fernsehverfilmung des ersten Romans, der zweite wird gegenwärtig in einer weiteren TV-Miniserie umgesetzt, und die Bücher tauchen regelmäßig auf den vorderen Plätzen der US-Bestsellerlisten auf.

Was aber ist das Geheimnis des Erfolges? Zum Einen ist die Ich-Erzählerin in ihrer direkten, bodenständig-naiven Art als Erzählerin schlichtweg ideal. In ihrer mutigen, gleichzeitig tief im Süden verwurzelten Art steht sie für die Southern Bell, für Emanzipation und Aufrichtigkeit.

Gerade weil der Süden stock-konservativ ist, weil die Rednecks Veränderungen erst einmal mehr als misstrauisch beäugen, bevor sie auch nur in Erwägung ziehen, ihre Meinung zu hinterfragen und sich zu bewegen, hat sie es schwer. Nicht nur ihre ungeliebte Fähigkeit, Gedanken zu lesen, machen ihre Mitbürger misstrauisch, auch ihre Bekanntschaft zu den Vampiren und Werwölfen sorgt dafür, dass sie trotz ihrer liebenswerten Art und ihres guten Aussehens nicht eben zu den begehrtesten und angesehensten Frauen im Ort zählt. Trotz dieser unterschwelligen Animositäten aber lässt sie sich nicht unterkriegen. Immer wieder ergreift sie aktiv Partei, bringt sich ein, ohne auf persönliche Gefahren Rücksicht zu nehmen.

Eine solche Tatfrau, die für ihre Überzeugungen einsteht, die bereit ist, den Preis, den ihr Engagement sie kostet, zu bezahlen, um ihren Freunden beizustehen, ist eine Person, mit der sich ein Leser gerne identifiziert. Dabei wiederholt die Autorin ihr bewährtes Rezept immer wieder von Neuem. Sookie wird in die Auseinandersetzungen der übernatürlichen Wesen verwickelt, greift mutig und voller Drive auf der Seite ihrer Freunde ein, wird innerlich wie äußerlich verletzt, verliert aber nie ihren Mut oder die Überzeugung, für das einzustehen, was richtig ist.

Mit diesem Grundmuster, angereichert durch ein paar wenige romantische Anspielungen und einer überzeugend und vielfältig ausgearbeiteten Urban-Fantasy-Population gelingt es der Autorin wie kaum einer ihrer Kolleginnen, die Leser an ihre Bücher zu fesseln.

Ihre Meinung zu »Charlaine Harris: Ein Vampir für alle Fälle«

Crowley zu »Charlaine Harris: Ein Vampir für alle Fälle«09.07.2009
Im Grunde genommen kann ich meinem Vorredner zustimmen - allerdings empfinde ich das nicht als so negativ. Dieser Band scheint die vorherigen, in den letzten Büchern thematisierten Konflikte (Vampirpolitik, Quinn, Rangeleien im Werwolfsrudel, Jason und Crystal, die Debbie-Story, Kater Bob und Amelia ...) aufzulösen, so dass man als Leser aufgeklärt wird und damit abschließen kann - zumindest in einigen Fällen.
Gleichzeitig wird so aber auch Platz gemacht für neue Personen, Geschichten, Verwicklungen, die die Geschichte um Sookie sicher bereichern werden. Und, wie ich verraten darf, es gibt einige witzige und überraschende Wendungen, die die nächsten Bände für mich auf jeden Fall lesenswert machen.
zugroaster zu »Charlaine Harris: Ein Vampir für alle Fälle«30.06.2009
Ich muß echt sagen, daß ich total enttäuscht bin. Bisher der schlechteste Sookie Stackhouse Band. Die Geschichte kommt nicht richtig ins rollen bzw. gab es keine richtige Geschichte. Es ist eher so als wären 3 oder 4 kurze Stories zusammengefügt worden. Eher wie das Nachwort vom vorherigen Band. Man erfährt zwar wieder die eine oder andere Neuigkeit aber im großen und ganzen hätte man diese Sachen alle in den nächsten Band als Nebenstory einfügen können.
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