Der Eiserne Rat von

Buchvorstellung

Der Eiserne Rat von

Originalausgabe erschienen 2004unter dem Titel „Iron Council“,deutsche Ausgabe erstmals 2005, 683 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Eva Bauche-Eppers.

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In Kürze:

Es ist eine Zeit der Revolten und Revolutionen, der Konflikte und Intrigen. New Crobuzon wird von innen und außen auseinander gerissen. Krieg im düsteren Stadtstaat Tesh und Aufruhr auf den Straßen in der Heimat bringen die wimmelnde Metropole an den Rand des Zusammenbruchs. Inmitten des Tumults schürt eine geheimnisvolle maskierte Gestalt die Rebellion, während Verrat und Gewalt an unerwarteten Orten Einzug halten. Eine kleine Gruppe Abtrünniger entflieht der Stadt und überquert seltsame und fremde Kontinente auf der Suche nach einer verlorenen Hoffnung, einer unsterblichen Legende. Und in der blutigen Stunde der Gefahr flüstert man sich zu: Es ist die Zeit des Eisernen Rats.

Ihre Meinung zu »China Miéville: Der Eiserne Rat«

Iseutz zu »China Miéville: Der Eiserne Rat«08.05.2014
Der eiserne Rat wird von vielen Lesern als deutlich schwächer eingeschätzt als die übrigen Bas-Lag Romane. Tatsächlich ist der Einstieg etwas schwer, weil man das Gefühl hat in der Luft zu hängen. Auch dass der Mann, mit dem man reist, in homosexueller Liebe zu der von ihm gesuchten Person steht, schreckt sicher viele Menschen ab. Wir sind ja alle bei weitem nicht so liberal, wie wir uns gerne einreden. Aber auch darin Zeit Mieville Mut zum Anderssein und es schadet dem Buch ganz gewiß nicht.

Hat man die ersten paar Dutzend Seiten geschafft, steckt man mittendrin in einem Abenteuer, das Seinesgleichen sucht. Mieville schöpft wieder aus dem Vollen und dreht das Ventil für die Gesellschaftskritik noch ein Stückchen weiter auf. Auch wenn Die Narbe und Leviathan spannungstechnisch gelungener erscheinen, entfaltet der Rat eine noch stärkere Sogwirkung. Oder sagen wir, kann entfalten, denn um die Implikationen der dargestellten Auseinandersetzungen, der Leiden und des unbedingten Durchhaltewillens wirklich deuten zu können, muß man auch im 'richtigen Leben' politisch denken und mit offenen Augen durchs Leben gehen. Es gibt eine Reihe von Nebengeschichten, aber es ist der Eiserne Rat, der vorwärts drängt und unerbittlich auf ein Ende zustürmt, das einem noch Jahre nach der Lektüre nicht aus dem Kopf gehen wird.

Gerade dieses Ende ist es, das den Roman so deutlich von den anderen Mieville-Werken abhebt und zumindest meiner unbedeutenden Meinung nach in die Regionen eines "Die Omelas den Rücken kehren" hinaufhebt. Ein direkter Vergleich ist natürlich unangebracht, leGuin spielt immer noch in einer anderen Liga. Aber wer mit dem Herzen liest, wird die Anspielung vielleicht nachvollziehen können.
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