Die wunderbare Geschichte der Faye Archer von Christoph Marzi

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2013, 384 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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In Kürze:

Eine Liebe, die alle Zeiten überdauert

»Geschichten sind wie Melodien!« Mit diesen Worten verzaubert Alex Hobdon die junge Buchhändlerin Faye Archer vom ersten Augenblick an. Als er sein Skizzenbuch in ihrem Laden vergisst, tut Faye etwas völlig Untypisches: Sie schreibt Alex über Facebook an, und aus ein paar kurzen Chats entwickelt sich eine berührende Liebesgeschichte. Doch dann erfährt Faye, dass Alex ein Geheimnis verbirgt, das so unglaublich klingt, dass es eigentlich nur wahr sein kann, und Faye muss sich entscheiden, ob ihre Liebe zu Alex stark genug ist, dieses Geheimnis zu teilen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Herrlich verliebt in New York“87

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Faye ist 26 und Single – wieder einmal. Dabei ist sie eine faszinierende, interessante Frau – gibt es etwas, das Männer, vornehmlich die Richtigen mehr abschreckt? Vielleicht eine Emanze, doch irgendwie ist es ihr Karma immer an den Falschen zu geraten.

Ihre Erfahrungen verarbeitet sie in ihren Kompositionen, die sie einer kleinen, aber enthusiastischen Fangemeinde am Klavier vorträgt. Tagsüber verdient sie sich ihren Lebensunterhalt – Kultur ist eine brotlose Kunst, das gilt auch und insbesondere für Brooklyn New York – in einer kleinen Buchhandlung, die sich neben anspruchsvoller Belletristik auf Comics spezialisiert hat. Hier lernt sie eines Tages Alex Hobdon kennen, der mit dem Satz:  „Geschichten sind wie Melodien“, ihr Herz erobert. Über Google und Facebook kommt sie, ganz Faye untypisch, dem noch Unbekannten auf die Spur und nimmt Kontakt auf. In Mails die hin- und hergehen offenbaren sie sich gegenseitig ihre Träume, entdecken eine Seelenverwandschaft und verlieben sich ineinander, ohne sich auch nur einmal richtig gesehen zu haben. Während Alex laut seinen Mails eigentlich in Chicago weilt, begegnet Faye ihm mit einer Unbekannten am Arm an einer Straßenecke. Hat er sich nur über sie lustig gemacht, hat sie einmal mehr dem falschen Mann ihr Herz geöffnet? Während sie verzweifelt versucht innerlich auf Distanz zu gehen, behauptet er, der sie offensichtlich belogen und betrogen hat, dass die Mails vier Jahre zurückliegen – doch wie kann dies sein …

Christoph Marzi hat uns mit seinen Geschichten um die uralten Metropolen verzaubert. Seitdem die Romane um die Städte unter den Städten erschienen sind, hat er im Jugendbuch- wie Erwachsenenbereich immer wieder bewiesen, dass er als Autor der leisen Töne seine Leser durch seine liebevoll gezeichneten Gestalten faszinieren kann.

Mit Faye Archer legt er zum Einen eine Hommage an New York vor, zum Anderen eine Liebesgeschichte im wahrsten Sinne des Wortes. Mit feiner Feder zeichnet er dabei seine Protagonistin so lebendig und vielschichtig, dass sich diese förmlich aus den Seiten hebt. Voller Leben ist sie eine junge Frau, der wir als Leser nur allzu bereitwillig folgen. Sie strahlt eine gewissen kreative Naivität aus, die uns sofort für sie einnimmt. Man kann ihre Gefühlslage nur zu gut aus eigenen leidvollen Erfahrungen nachvollziehen folgt ihr voller Faszination auf ihre emotionale Achterbahnfahrt. Mit ihr zusammen schwebt man im siebten Himmel, ist maßlos enttäuscht, wünscht sich eigentlich nur, die Frau in den Arm zu nehmen, zu trösten und den Unhold, der ihr wehtut zu bestrafen.

Dass und wie dieser seine Unschuld beteuert fügt dem Roman das Rätsel hinzu, das ihn über die reine Love-Story hinaushebt. Verbunden mit der durch jede Seite scheinende Liebe für Musik und die Stadt am Hudson River verzaubert uns die gefühlvolle Geschichte, zieht uns in ihren Bann und rühren uns die Schicksale der Personen – wahrlich nicht das Schlechteste, was man über ein Buch sagen kann.

Carsten Kuhr im Oktober 2013

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