Homo Sapiens 404 Sammelband 2 - Die Ausgestoßenen von Claudia Kern

Buchvorstellungund Rezension

Homo Sapiens 404 Sammelband 2 - Die Ausgestoßenen von Claudia Kern

Originalausgabe erschienen 2015, 550 Seiten.ISBN 3864257832.

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In Kürze:

Wer steckt hinter dem Virus, das Menschen in mordgierige Zombies verwandelt? Warum wurde es erschaffen? Dies sind die Fragen, die John Auckland auf die T.S. Eliot gebracht haben. Er hatte geglaubt, zumindest einige Antworten gefunden zu haben, aber der Mann, der ihm seine Befehle erteilt, sieht das anders und besteht auf einer Fortführung der Mission. Auckland sucht weiter nach Antworten – und das könnte nicht nur ihn, sondern auch den Rest der Crew das Leben kosten. Denn um sie zu finden, muss er in die für Menschen verbotene Welt der Jockeys eindringen.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Zombies, Aliens und die wenigen überlebenden Menschen – die ganz eigene Space Opera der Claudia Kern“72

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Man war begeistert – wir sind nicht allein im All! Die Aliens, kleingewachsene Wesen, die sich symbiotisch an größer gewachsene Träger binden, bringen nicht nur technologischen Fortschritt, auch ein gleichberechtigtes Miteinander sollte eigentlich angestrebt werden. Doch dann sucht ein heimtückischer Virus die Erde heim. Leichen erheben sich aus ihrem Gräbern, die Toten, sie können nicht ruhen. Als das Z Wort die Runde macht ist es längst zu spät, die Pandemie einzudämmen. Nur einer verschwindend kleinen Anzahl von Menschen gelingt die Flucht ins All.

Dass die Jockeys hinter dem Virus stecken könnten geistert als Gerücht durchs galaxisweite Netz, dass die restliche Menschheit von den Jockeys unterdrückt und ausgebeutet wird ist eine Tatsache. Doch dann schlägt der Underdog zurück. Mittels eines Computervirus gelingt es Schiffe der verhassten Jockeys zu vernichten – dass dies eine schlechte, eine ganz schlechte Idee war, erweist sich nur zu bald.

Mittels eines Werbespot sollen die Menschen dazu bewegt werden, sich freiwillig in in verlassenen Sonnensystemen eingerichteten Reservaten zu sammeln, wer nicht will, der wird später wohl gezwungen. Hier sollen sie einkaserniert und vergessen werden.

Dies ist die Geschichte der Besatzung der T. S. Eliot. Einst war die Eliot ein Postschiff, jetzt beherbergt sie menschliche Flüchtlinge, eine Jokey und eine Masse von Zombies. Dass unter ihnen ein genetisch aufgerüsteter Killer ist, dass ein Psychopath und ein genialer Hacker zur Crew gehören war bekannt. Doch dann werden sie getrennt, das Raumschiff entführt und sie selbst von Piraten verfolgt.
Allen Widrigkeiten zum Trotz treffen sie sich auf der ersten, für die Entsorgung der Menschen ausgesuchten Weltraumstation wieder – wo sie gejagt und getötet werden sollen – ein Spiel, bei dem sie sich weigern, wie beabsichtigt mitzumachen …

Trash, aber was für eine geniale Idee

Ich kenne Claudia Kern seit Jahren. Als Maddrax und Professor Zamorra Autorin unterhielten mich ihre Romane, ihr enormes Fachwissen im Bereich des phantastischen Films verblüffte mich, ihre extrovertierte, temperamentvolle und freundliche Art nahm mich für sie ein und ihre intelligenten Diskussionsbeiträge beleben und erhellen jedes Panel.

Seit ein paar Monaten nun hat sie im Bereich des eBooks ihre eigene SF Serie laufen. Mittlerweile sind 20 Geschichten erschienen, von denen Crosscult jeweils 6 Stück in ein Taschenbuch packt und im Zweimonatsrhythmus veröffentlichen wird.

Und, wie bei Claudia nicht anders zu erwarten, geht es ab – Zombies im Weltall, so könnte man die Geschichten überschreiben und würde ihnen doch nicht gerecht. Zwar sind die wandelnden Leichen als bekannte Versatzstücke mit an Bord, viel interessanter sind aber die Cliffhanger, die die Autorin uns in jedem der Romane zumutet. Geheimnisse wechseln sich mit Andeutungen ab, jede der Hauptpersonen verbirgt sein Mysterium, das uns nach und nach in Rückblicken enthüllt wird. Auch die Jockeys die ihre Werwölfe, Insekten- oder Tentakelwirte reiten unterscheiden sich markant von dem Gewohnten. Dass Claudia gerne und ausgiebig Anleihen bei Filmen und TV-Serien nimmt und entsprechende Szenen immer wieder in die Handlung einbaut sei ebenso erwähnt wie die Tatsache, dass Wikipedia, Youtube und Twitter auch im kalten, leeren All nicht ausgedient haben – so das WLAN mitmacht.

Das ist überdreht, oft unlogisch, so manches Mal komisch aber immer spannend und sehr sehr unterhaltsam.

In vorliegendem zweiten Sammelband der zunächst als ebooks veröffentlichten Episoden wurden die Teile Nr. 7 bis 12 gesammelt. Wie wir dies aus dem ersten Buch gewohnt sind, bemüht sich Claudia Kern erfolgreich jedes Kapitel mit einem nervenzerfetzenden Cliffhanger abzuschließen. Und so baut sie ihre Welt immer weiter aus. Es werden neue Gestalten eingeführt, Mysterien enthüllt und neue Handlungsstränge eingefügt. Das Tempo ist mörderisch hoch, die Spannungskurve am Limit und man fragt sich unwillkürlich, was das für ein Geist ist, der sich derartig packendes Lesefutter einfallen lässt – und was das für einen genialen Film geben würde.

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