Zeitmaschinen gehen anders von David Gerrold

Buchvorstellung

Zeitmaschinen gehen anders von David Gerrold

Originalausgabe erschienen 1973unter dem Titel „The Man Who Folded Himself“,deutsche Ausgabe erstmals 1976, 144 Seiten.ISBN 3-453-30364-4.Übersetzung ins Deutsche von Mary HAmmer.

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Ihre Meinung zu »David Gerrold: Zeitmaschinen gehen anders«

Zeitreisefan zu »David Gerrold: Zeitmaschinen gehen anders«24.09.2010
Klappentext:
Was würden Sie tun, wenn Sie eine Zeitmaschine hätten? Wenn Sie jeden Punkt in Vergangenheit und Zukunft erreichen, jedem Ereignis der Geschichte beiwohnen könnten, sei es die Ermordung Cäsars, die Kreuzigung Jesu oder Ihre eigene Geburt? - Aber das alles ist noch vergleichsweise harmlos. Was passiert, wenn Sie diese Ereignisse verhindern? Die Möglichkeiten sind nicht auszudenken, aber durchaus real! Sie könnten auch Ihrem früheren Ich gut zureden, dies oder jenes zu tun - oder besser zu lassen. Sie hätten die Möglichkeit, Ihr Leben sozusagen zu "redigieren", bis es tatsächlich eine schöne runde Sache, das beste aller denkbaren Leben ist. Faszinierend, nicht wahr? Nur hat das seine Tücken. Sie dürfen den Überblick nicht verlieren, denn Sie müssen stets die Alternativen und die Alternativen dieser Alternativen im Auge behalten, sonst wissen Sie am Schluss nicht mehr, wo Sie angefangen haben, wie Sie eigentlich gewesen sind, wer Sie eigentlich gewesen sind. Denn Zeitmaschinen gehen anders, als H.G. Wells und viele andere das bisher angenommen haben. Es gehört nämlich eine gehörige Portion Mut dazu, zu wissen, wer man ist, was man ist - und was man nicht ist. Möchten Sie mit diesem Wissen leben?

Meinung:
Vielleicht die plastischste Schilderung des Großvaterparadoxons ( http://de.wikipedia.org/wiki/Großvaterparadoxon ), die ich bislang in Zeitreiseromanen gefunden habe.

Der Protagonist der Geschichte, Daniel Eakins, findet in der unerwartet kleinen Erbmasse seines gerade verstorbenen Onkel Jim einen ungewöhnlichen Gürtel, der, wie sich schnell zeigt, eine funktionierende Zeitreisemaschine ist. Praktischerweise gleich mit dazugehöriger Bedienungsanleitung.
Daniel testet den Gürtel und begegnet sich unverhofft selbst. Das zukünftige Ich materialisiert neben ihm, noch bevor er richtig begriffen hat, wie der Gürtel eigentlich zu bedienen ist. Aber das macht nichts. Schliesslich ist er als zukünftige Ausgabe seiner selbst schon zur Stelle, um ihn in dieser Anfangsphase an die Hand zu nehmen.
Und damit beginnt auch schon die Verwirrung des armen Danny.
Fortan begegnet er sich immer häufiger, schliesslich treffen sich alle möglichen Versionen seiner Selbst zum Pokerabend, zu Partys oder einfach nur zum Entspannen am Strand... Letztendlich verliert Danny jeglichen Kontakt zur normalen Welt, lebt ausschliesslich noch mit verschiedenen Dannys zusammen, verliebt sich schliesslich auch in den einzigen Menschen, dem er traut – sich selbst – erlebt so eine Phase homoerotischen Glückes, um irgendwann einer weiblichen Version seiner selbst (namens Diana) zu begegnen, mit der er eine zunächst harmonische, glückliche Zeit erlebt, irgendwann jedoch ein Kind zeugt und damit die Beziehung zerbrechen lässt. Die Verwicklungen der inzwischen unzähligen Dannys und Dianas in allen Altersklassen werden immer unübersichtlicher. Längst hat er jene Zeitlinie versehentlich zerstört, in der seine Geburt liegen müsste, so wird jeder Zeitsprung zu einem Abenteuer, von dem er nicht weiss, ob er nicht damit alle Zelte hinter sich abbricht und die eigene Vergangenheit zerstört. Die solcherart ausgelöschte Zeitlinie lebt nur noch in ihm weiter, ein Zurück ist nicht möglich.
Wie sich das alles aufdröselt bis zum Schluss, wie David Gerrold mit seinem Buch das Großvaterparadoxon auflöst, wie schliesslich alles endet, das möge jeder besser selbst lesen.
Es lohnt sich...
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