Prinzipat von Dirk van den Boom

Buchvorstellungund Rezension

Prinzipat von Dirk van den Boom

deutsche Ausgabe erstmals 2016, 450 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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In Kürze:

Die Zeit des Erwachens ist gekommen. Zweihundert Jahre nach der Eroberung der Erde durch die insektoiden Skiir wird die vollständige Isolation der Menschheit aufgehoben. Die ersten Schritte in die galaktische Gemeinschaft konfrontieren die Menschen mit einer harten Realität: voller Intrigen, rivalisierenden Gewalten, Manipulationen und einer Hierarchie, in der man sich mühsam hocharbeitet oder untergeht. Widerstand brodelt gegen die Herrschaft der Skiir. Als ein mysteriöser Angreifer eine der Kernwelten des Imperiums attackiert und die gottgleichen Herrscher in der Verteidigung ihres Besitzes versagen, bricht die Krise aus. Die Menschheit steht vor der Wahl: gemeinsam mit ihren neuen Herren für den Erhalt des Reiches zu kämpfen oder die Gunst der Stunde zu nutzen und die Freiheit wiederzuerlangen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die eroberte Menschheit wird in die Weltengemeinschaft aufgenommen“76

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Dies ist die Geschichte einer Invasion. Die Skiir, insektoide Eroberer haben bereits hunderte von Rassen und Planeten in ihr Reich integriert, der Ablauf ist mittlerweile schematisiert. Nach der Eroberung steht eine zweihundertjährige Zeit der Anpassung an. Erst dann erhalten sie die Möglichkeit zu Reisen, zu Forschen und ihren Sitz im Rat des Imperiums einzunehmen. Bis dahin sind ihnen eigenständige Forschungen untersagt, die bisherigen Religionen werden ausgelöscht, die Gesellschaft indoktriniert.

Die Menschheit hat die Zeit der Anpassung hinter sich gebracht und wurde Erweckt. Ihr Gesandter reist, begleitet nur von einer handvoll Untergebener, zur Sternenstation im Argus, dem administrativen Sitz des Imperiums.

Dass just, kurz nach dessen Eintreffen eine der am meisten geschätzten Zivilisationen des Skiir-Reiches von einem unbekannten, technisch weit überlegenen Gegner gnadenlos vernichtet wird, stürzt das Reich in eine Krise bislang unbekannten Ausmaßes. Während des menschliche Gesandte noch versucht, sich in dem von politischen Intrigen, Geheimnissen und Verschwörungen brodelnden Sitz zurechtzufinden, sucht ein Investigator auf der Erde nach dem Mörder des eigentlich die Expedition begleitenden Wissenschaftlers – und erweist sich dabei als so kompetent, dass er dabei auf Geheimnisse stößt, die eigentlich streng gehütet bleiben sollten …

Packendes Abenteuergarn

Invasions-Romane gibt es wie Sand am Meer. Üblicherweise beschäftigen sich die Verfasser darin dann mit den Angriffen auf die menschlichen Hauptstädte, beschreiben den mehr oder minder erfolgreichen Versuch, den Aliens einen militärischen Widerstand entgegenzusetzen. All dies überspringt van den Boom einfach ganz locker, setzt mit seiner Handlung erst 200 Jahre später an.

Wie wir dies von dem Autor gewohnt sind, stellt er uns zu Beginn in jeweils einem Kapitel seine Figuren vor, beleuchtet schon einmal grob die Bühne, auf der er seinen Plot platziert hat und führt erste Rätsel und Intrigen ein. Das ist vorliegend nicht anders. Wer die Romane des Autors verfolgt hat, der wird so manches wiedererkennen. Es gibt einen Mord, den es aufzuklären gilt, wobei jede Erkenntnis zu neue Fragen, Rätseln und Geheimnissen führt, es gibt militärische Kämpfe und jede Menge politischer Intrigen und den Widerstand.

Dabei kommt van den Boom gut zupass, dass er bei der Beschreibung der Skiir und ihrer Regierung diese auf drei einander misstrauisch beäugenden Säulen gestellt hat. Hier bleibt die Beschreibung, eher die Unterscheidung allerdings noch relativ vage. Das Militär, der Klerus und die Verwaltung unterscheiden sich bislang lediglich in Nuancen. Ansonsten erwartet den Leser das, was er von einem Roman aus der Feder van den Booms erwartet. Jede Menge spannender Verwicklungen, Geheimnisse und Intrigen, die von bekannten, sich kaum wandelnden Figuren getragen werden. Es steht ganz klar die Action im Vordergrund, die Handlung rast, aufgelockert durch augenzwinkernde Anspielungen voran, die Spannungskurve bleibt hoch.

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